Photoshop für Designer: Farbe

Farbtiefe wählen

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Die Wahl der passenden Farbtiefe stellt einen wichtigen Faktor bei der Bearbeitung von Bildern dar. Dabei verfügen sowohl der 8- als auch der 16-Bit-Kanal über Vor- und Nachteile.

Transkript

8 Bit oder 16 Bit, das ist hier die Frage. Man kennt ja die Diskussion, man soll immer 16 Bit nehmen, weil das ist eigentlich wesentlich besser. Andere sagen wiederum, 8 Bit, das reicht mir komplett und mehr brauche ich sowieso nicht. Und es kommt immer ein wenig darauf an, was man machen will, aber ich möchte Ihnen jetzt zeigen, was der Vor-beziehungsweise der Nachteil von dem einen oder dem anderen ist. Wenn man jetzt einmal auf 8 Bit schaut, dann sieht man, dass die Dokumentengröße jetzt 3,5 Megabyte ist. Wenn ich auf das gleiche Bild in 16 Bit pro Kanal schaue, dann sieht man, dass das genau doppelt so groß ist, nämlich 7,02 Megabyte. Einfach nur deshalb, weil diese Datei mit 16 Bit pro Kanal abgespeichert ist. Weiters ist bei 16 Bit ein kleiner Nachteil, dass man auf verschiedene Filter gar nicht zugreifen kann. Und auch hier in den Unterfiltern gibt es immer wieder Filter, auf die ich gar nicht zugreifen kann und die ich somit nicht für meine Bearbeitungen verwenden kann. Natürlich ist es jetzt auch so, wenn die Datei mit 16 Bit pro Kanal gespeichert ist dass jetzt Bearbeitungen langsamer ablaufen als bei 8 Bit pro Kanal. Nebenbei, es gibt übrigens auch eine Möglichkeit, in mehr Bit pro Kanal zu speichern, nämlich in 32 Bit pro Kanal, das ist aber quasi jetzt nicht für uns relevant, sondern das ist relevant, wenn man HDRI-Bilder erzeugen will, wo man einfach einen hohen Dynamikumfang braucht. Diese werden dann in 32 Bit pro Kanal gespeichert. Aber für uns ist jetzt 8 Bit oder 16 Bit relevant. So, dann schauen wir uns jetzt einmal wirklich an, wo der Unterschied liegt zwischen 16 und 8 Bit. Und zwar möchte ich jetzt eine Einstellungsebene, nämlich Tonwertkorrektur, hier mal anwenden, und jetzt die Bereiche einmal ganz, ganz stark abdunkeln. Also, bis hierher. Und jetzt möchte ich darüber eine zweite Tonwertkorrektur haben, die jetzt diese Einstellungen wieder ausgleicht. Also man sieht, hier habe ich schon so Tonwertabrisse drin und ich schiebe jetzt diesen Bereich wieder nach links, damit es ungefähr wieder auf die gleichen Einstellungen kommt. Es ist jetzt für mich gar nicht so relevant, dass hier jetzt der Kontrast gesteigert wird, sondern es geht mir jetzt darum: Und zwar sieht man jetzt, dass ich im Schatten, bei solchen starken Bearbeitungen, also solchen stark Anpassungen in der Helligkeit, jetzt Tonwertabrisse bekomme. Also wenn man schaut, so hat es vorher ausgeschaut: Schöne Tonwerte... und durch diese starke Bearbeitung schaut das jetzt bei den 8 Bit wirklich nicht mehr schön aus, also ich bekomme hier diese Tonwertabrisse. Jetzt nehme ich diese zwei Tonwertkorrekturen, und verschiebe sie von dieser Datei in die 16-Bit-pro-Kanalebene-Datei, gebe jetzt beide Bilder nebeneinander, also beide Dateien werden jetzt nebeneinander gelegt, also einmal hier rechts, und hier links, und kann hier jetzt sagen, ich möchte Alles angleichen, und das man jetzt, hier im rechten Bereich das 16-Bit-Bild, und im linken Bereich das 8-Bit-Bild. Hier bei 8 Bit, in diesem Bild habe ich wirklich Tonwertabrisse, und beim 16-Bit-Bild sind diese Tonwertabrisse nicht zu erkennen. Das heißt, ich habe hier wesentlich mehr Bearbeitungsspielraum. Ich zoome noch weiter ein, Command-Plus 300 Prozent, auch hier Command-Plus auf 300 Prozent, und ich glaube, dass man es jetzt wirklich sehr, sehr gut erkennen kann, das heißt, hier in den Schattenbereichen noch sehr, sehr schöne und sehr, sehr gute Übergänge, wobei hier, bei den 8 Bit pro Kanal, kann hier eigentlich schon nicht mehr von "schönen Dateien" gesprochen werden, denn hier ist der Übergang schon sehr, sehr stark und nicht mehr schön. Das heißt, auf das einfach aufpassen. Im Umkehrschluss, was heißt das jetzt für mich? Ich persönlich arbeite eigentlich meistens mit 8 Bit pro Kanal, denn Dateigröße und Rechengeschwindigkeit sind für mich hier eigentlich sehr, sehr wichtig. Bei gewissen Projekten, wo ich weiß, dass sehr, sehr stark bearbeitet wird, überlege ich es mir, ob ich in 16 Bit pro Kanal arbeite, denn dann ist es vielleicht wirklich wichtig, dass ich auf die letzten kleinen Feinheiten auch noch zugreifen kann. Wenn ich aber normale Bearbeitungen mache, ist für mich wirklich 8 Bit pro Kanal wirklich der Weg, der für meinen Workflow funktioniert.

Photoshop für Designer: Farbe

Lernen Sie alle Begriffe und die Verwendung von Farbe in Photoshop kennen.

5 Std. 30 min (64 Videos)
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Dieses Training wurde mit Photoshop CC aufgezeichnet. Seine Inhalte sind aber auch mit älteren Versionen nachvollziehbar.

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