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DaVinci Resolve Grundkurs

Farbstich korrigieren

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Die Korrektur eines Farbstichs innerhalb eines Clips bedarf einiger aufwendigen Anpassungen. Dabei müssen die einzelnen Farbkanäle in den Primaries-Reglern entsprechend korrigiert werden.
09:10

Transkript

Etwas komplizierter als in diesem Beispiel wo ja im Nachhinein die Farbe vom Kamera- mann schon sehr gut getroffen wurde, gestaltet es sich, wenn Sie ein Bild mit einem Farbstich haben. Als Beispiel möchte ich Ihnen gerne mal einen Clip aus einem Kurzfilm zeigen. Und zwar wechsle ich dafür wieder auf meine Timeline Ansicht. Und zwar ist es dieser Clip. Bei diesem Clip können Sie mehrere Dinge sehen. Zum Einen fehlt uns bei diesem Clip etwas der Kontrast. Das heißt, wir haben eigentlich kein reines Schwarz im Bild. Zum Anderen ist der Clip etwas überbelichtet. Das erkennen Sie hieran dass die einzelnen Kanäle oben an den Weißrand stoßen. Und, was Sie ebenfalls erkennen können, ist, dass wir einen Gelbstich im Bild haben. Das ist A am Bild natürlich gut zu sehen, weil der Hintergrund sollte ja eigentlich weiß sein, genauso wie das Hemd der Darstellerin auch eigentlich weiß sein sollte. Schauen wir uns das Ganze in der Parade an, so kann man hier auch sehr gut erkennen, dass wir einfach viel zu wenig Blau in diesem Bild haben. Ich lege auch für diese Farbkorrektur einen Node an. Und benenne diesen Node wieder in Primär, wechsle jetzt wieder in meine Bildansicht und fange an, diesen Clip zu korrigieren. Wir können das ja tatsächlich spaßeshalber mal so machen, das wir uns das Bild gar nicht anschauen sondern nur anhand dieses Scopes arbeiten. Zunächst einmal senke ich das Rot ab. Anschließend senke ich das Grün ab und zwar jeweils für die dunklen Bereiche. Und schlußendlich senke ich das Blau ab. Jetzt greife ich die Luminanz für die Schatten und ziehe auch diese nach unten. Jetzt sollte eigentlich das Schwarz innerhalb meines Bildes tatsächlich schwarz sein. Im nächsten Schritt bearbeite ich hier oben das Weiß. Also muss ich zunächst einmal etwas Rot absenken. Sie sehen, je weiter ich ziehe umso mehr Rot kommt hervor. Schauen Sie sich das nochmal an. Das Rot ist jetzt quasi hier oben reingequetscht. Wenn ich diesen Bereich nach unten ziehe, sehen Sie dass das Rot immer weiter und weiter hervor kommt. Das Rot lege ich jetzt so an, dass die höchsten Pixel, das heißt, die hellsten Pixel des Rotkanals auf der oberen Linie sind. Selbiges mache ich jetzt für Grün. Hier muss ich allerdings aufpassen, dass mein Rot natürlich immer noch zu sehen bleibt. Man muss dafür natürlich ein bisschen ausholen, denn die Kanäle heben sich ja gegeneinander auf. Je mehr Grün Sie rein machen, umso weniger Rot ist da. Ein Bild ist ja immer eine Mischung aus den drei Kanälen. Ansonsten hätten Sie ja nur ein rotes oder nur ein blaues Bild. Von daher muss man bei der Farbkorrektur natürlich sehr genau abwägen, wieviel Rot nehme ich raus, um mein Bild jetzt grüner zu kriegen, beziehungsweise, was passiert, wenn ich zuviel Grün rausnehme? Wird der Clip dann nicht zu rot. All das können Sie tatsächlich hier in der Parade relativ gut sehen. Und auch über die Primaries Regler relativ gut definieren. Ich ziehe jetzt die Gesamthelligkeit noch einmal runter, um mir anzuschauen, was hier jetzt passiert ist. Also das Rot ist noch relativ gut angelegt. Das Blau ist noch ein bisschen zu tief. Ich ziehe das Grün jetzt noch mal etwas hoch. Wahrscheinlich wird das Bild dadurch etwas zu grünstichig. Aber wir können es erst mal so belassen. Jetzt ziehe ich den gesamten Bereich hoch, so dass alle meine Spitzen maximal auf der oberen Linie liegen. Jetzt schauen wir uns das Bild mal an. Ich hab das selber noch nicht gesehen, ich hab es vorher auch nicht ausprobiert. Hier ist unser Bild. Und was man relativ gut erkennen kann ist, dass wir jetzt im Vordergund ein sehr sehr weißes Weiß, also ein sehr sauberes Weiß haben dass die dunklen Bereiche, nämlich hier der Schatten und hier der Schatten und hier der Schatten sehr schwarz sind und dass der Gelbstich fast komplett verschwunden ist. Desgleichen haben wir auch einen sehr guten Kontrast in dem Bild. Vielleicht können wir es noch ein ganz klein wenig heller machen. Und dafür das Schwarz noch ein bisschen absenken. Damit hätten wir den Gelbstich und auch den mangelnden Kontrast innerhalb des Bildes korrigiert. Schauen wir uns das Bild noch einmal an, wie es ursprünglich war. Über Command+D deaktviere ich den Node. So sah das Bild ursprünglich aus. Und so sieht das Bild jetzt aus. Sollte Ihnen das Ganze ein bisschen zu blaustichig erscheinen, können Sie natürlich auch wieder ein bisschen Blau rausnehmen. Dieser Bereich hier hinten scheint mir zu Grün. Deswegen ziehe ich das Grün für die Mitten etwas raus. Dadurch wird auch die Gesichtsfarbe der Darstellerin etwas gesünder. Anschließend erhöhe ich hier noch die Sättigung und habe damit quasi ein fast perfektes Bild. So sah es vorher aus. So sieht es jetzt aus. Was Sie mit den Primaries eigentlich nicht oder eigentlich nur schwer machen können, ist es tatsächlich mit Zwischenfarben zu arbeiten, die außerhalb der RGB Kanäle liegen. Hier bietet es sich tatsächlich an, ab und zu mal auf die Colorwheels zurückzugreifen. Weil innerhalb der Colorwheels haben Sie ja tatsächlich alle Farben zur Verfügung und können ein Bild tatsächlich in Richtung Gelb stoßen oder in Richtung Orange oder in Richtung Lila, was bei den Primaries natürlich etwas komplizierter ist, weil Sie ja weder einen Gelb noch einen Lila Regler haben. Das werde ich hier mal machen, weil mir der Hintergrund immer noch ein ganz klein Bisschen zu gelblich erscheint. Dementsprechend nehme ich jetzt die Helligkeit und ziehe ein wenig in Richtung blau, also weg von Gelb. Das Selbe mache ich für Gamma. Und das Lift wiederum ziehe ich hin zum Gelb damit das Schwarz hier im Hintergrund auch tatsächlich schwarz bleibt. Schauen wir uns das Vorherm, Nachher Ergebnis noch einmal an. Wenn wir jetzt die Helligkeit noch ein wenig nachregeln, dadurch wird das Bild ja automatisch etwas weniger satt und weniger kontrasttreich, so bekommen wir eine sehr natürliche Hautfarbe der Darstellerin, ein sehr natürliches Weiß im Vordergrund und ein ausreichend dunkles Schwarz im Hintergrund. Um das Ganze noch einmal auch im Farbbereich zu prüfen, können wir auf das Vectorscope wechseln und hier sehen Sie, dass die Farbverteilung relativ günstig für uns ausgefallen ist. Sie können sich vorstellen, dass ungefähr an dieser Position die natürliche Hautfarbe eines Mitteleuropäers angesiedelt ist, also irgendwo zwischen rot und gelb. Da ein Großteil unserer Pixel des Vectorscopes genau in die Richtung zeigen, können wir fast sicher sein, dass wir auch die optimale Hautfarbe der Darstellerin herausgekitzelt haben. Schauen wir uns das Ganze noch mal in der Parade an. Hier können Sie sehen, dass Sie einen Tick zu viel Blau haben was man natürlich auch nochmal zurück korrigieren kann, Aber das bleibt tatsächlich auch ein bisschen Geschmackssache. Manche mögen es ein bisschen blaustichiger, manche mögen es ein bisschen wärmer. Also das bleibt Ihrem Gusto überlassen, wie Sie denn dieses Bild gestalten wollen. Zum Thema Bildgestaltung kommen wir später noch einmal, also zum wirklichen Grading. Momentan geht es nur darum, ein Bild optimal zu korrigieren.

DaVinci Resolve Grundkurs

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3 Std. 27 min (42 Videos)
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