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Calvinize V

Farblook erstellen – der Bronze-Look

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In diesem Video lernen Sie, wie Sie einen Farbstich auf Ihren Aufnahmen anbringen, um noch mehr Emotion im Bild zu transportieren. Im Beispiel wird ein typischer Bronze-Look gezeigt.

Transkript

Der Grund, warum es auf diesem Training keinen Film darüber gibt, wie man einen Farbstich entfernt, der Grund ist ganz einfach erklärt: In den meisten Fällen füge ich einen Farbstich hinzu. Wichtig ist, dass ihr dafür einen kalibrierten Monitor nutzt, dass ihr auch sicherstellen könnt, dass der Farbstich, den ihr hinzugefügt, auch wirklich so von den anderen gesehen wird. Lustige Geschichte am Anfang. Ich habe jahrelang am Anfang auf einem nicht kalibrierten Monitor gearbeitet, und habe damals meine Bilder noch farblich korrigiert, habe also keinen Farbstich hinzugefügt. Ich hatte einen sehr kühlen Monitor. Und jedes Mal, wenn ich meine Bilder korrigiert hatte, hatte ich am Enden dann auf einem kalibrierten Monitor Bilder, die einen goldenen Bronze-Look hatten. Und dann haben mir Leute angefangen zu schreiben, haben gesagt, "Calvin, deine Bilder haben immer so einen geilen Bronze-Look. Wie machst du den denn?" Und ich habe meine Bilder immer angeschaut, habe mich gefragt: "Wovon redet ihr? Ich habe keinen Bronze-Look." "Ja, wir können es verstehen, dass du das nicht verrätst. Aber einen Tipp vielleicht." Ja, und als ich dann mal meine Bilder auf einem kalibrierten Monitor gesehen hatte; also es war lustig, ich sah meine Bilder und dachte nur: "Verdammt geil, wie geht so etwas?" Und seit dem Tag an füge ich meine Farbstiche hinzu, meistens um eine Emotion hervorzurufen, vielleicht auch mal um die Bildaussage zu unterstützen. Das kommt immer ein klein wenig aufs Bild an. Wenn wir uns jetzt mal dieses Bild anschauen. Welcher Farbstich könnte hier gut tun? Jetzt muss man ein klein wenig nachdenken. Wo befindet sich die Dame, zu welcher Tageszeit? Was ich jetzt im Bild sehen kann, ist, dass es vielleicht Dämmerung, vielleicht morgens sein kann, abends. Also wenn man da nachdenkt, denkt man oft an eine blaue, kühle Farbstimmung. Wenn ich jetzt hier mal schaue: Erstens habe ich sehr viele Brauntöne auf ihr. Sie ist kein europäischer Typ. Dann haben wir hier hinten so richtig verrotzte Wolken. Es könnte fast schon Nebel, Rauch, Feuer sein. Dann sieht das Ganze ein bisschen nach Endzeit aus, Hitze, globale Erwärmung, keine Ahnung, mir kommen lauter so Schlagworte jetzt in den Kopf. Und danach richte ich meistens diesen Farb-Look. Meistens nehme ich einen Goldton, einen Braunton, weil der auch ein bisschen Markenzeichen geworden ist. Den sieht man auch ganz oft in verschiedenen Filmen. Ja, und aus diesem Grund möchte ich euch jetzt im praktischen Teil zeigen, wie man so einen Farblook ins Bild bekommt. Und dazu brauchen wir eigentlich nur zwei Ebenen. Ihr werdet sehen, das ist einfacher, als ihr denkt. Ich möchte euch nun zwei Möglichkeiten zeigen, wie man einen Farbstich hinzufügen kann. Das sind zwei Möglichkeiten, die ich oft alleinstehend nutze. Manchmal kombiniere ich sie auch. Das kommt immer ein klein wenig aufs Bild an, und auch auf die Tatsache: Wie stark soll der Farbstich denn überhaupt sein? Bei diesem Bild haben wir ein sehr unnatürliches Bild, das heißt ein Endzeitszenario, es soll filmisch wirken. Aus diesem Grund kann der Farbstich richtig intensiv sein. Dann greife ich auf die Selektive Farbkorrektur zurück. Haben wir jetzt ein relativ natürliches Bild, das vielleicht nur von einer leichten Farbigkeit unterstützt werden soll, dann greife ich eher auf die Füllebene Farbfläche zurück. Mit der beginnen wir jetzt einfach mal. Dazu gehe ich hier übers Menü über In älteren Versionen von Photoshop heißt die auch mal Volltonfarbe. Die wählen wir jetzt mal. Und wichtig ist, dass wir jetzt den Modus hier auf Weiches Licht stellen, damit sich diese Farbe quasi so ins Bild integrieren kann. Die Mitteltöne werden stärker eingefärbt, die Lichter und die Schatten weniger stark. Und jetzt können wir auf diesem Farbfeld einen Farbstich hinzufügen. Das Tolle ist bei diesem Farbfeld, dass man von links nach rechts die Sättigung ändern kann und von unten nach oben die Helligkeit. Das heißt, ich kann jetzt hier gern mal ein bisschen ins Dunklere gehen, und dann mal mit diesem Farbstich beginnen. Und jetzt sollte ich mich fragen: Was drückt denn diese Farbe überhaupt aus? Passt sie denn zu diesem Bild? Wir probieren mal vielleicht etwas Bläuliches. Und dann stelle ich jetzt fest, dass es hier bei diesem Bild eigentlich weniger funktioniert. Wir haben hier im Hintergrund dennoch zu viel Gelb. Also wir gehen mal wirklich so; Grün können wir auch mal probieren. Aber wir gehen in diesen Braunton, diesen Goldton. Und da unten, da bewegt sich das meistens. Ich dunkle auch meistens die Bilder noch ein klein wenig ab. Also, wir gehen nochmal zurück auf 50 Prozent Brightness. Was ihr jetzt hier seht, da wäre die Helligkeit unverändert. Wenn man immer auf dieser Linie bleibt. Wenn man jetzt aber dunkler geht, würde das Bild noch etwas dunkler werden. Und so gefällt mir das zum Beispiel schonmal ganz gut. So kann man sich jetzt diese Farbigkeit erarbeiten. Bei diesem Bild würde ich jetzt fast auf die Selektive Farbkorrektur zurückgreifen, die ist etwas intensiver, etwas leuchtender. Wie gesagt, diese Farbfläche nehme ich eher dann bei Bildern, wo man diesen Farb-Look ein bisschen dezenter einbringt. Aber wir können ihn auch gern später kombinieren. Ich kann ja diese Ebene einfach mal belassen und ausblenden. Und nehme jetzt mal eine Selektive Farbkorrektur. In der Selektiven Farbkorrektur braucht ihr jetzt nicht suchen, aus welchen Farbtönen besteht das Bild überwiegend, um dann diesen Farbton zu ändern, sondern geht immer in die Grautöne. Auch wenn dieses Bild schon leicht bräunlich entsättigt wirkt, geht immer in die Grautöne. Und dort könnt ihr dann mittels der Regler einen Farb-Look erstellen. Wenn man diesen Cyan-Regler nach links bringt, wird die Komplementärfarbe verstärkt, das ist in dem Fall Rot. Dann bringen wir mal diesen Gelb-Regler noch ein bisschen nach rechts. Dann sieht man jetzt schon, dass es alles viel, viel kräftiger wird und etwas leuchtender. Das Tolle ist, dass man auch die Tiefen einfärben kann. Wenn man jetzt in den Schwarzbereich geht, kann ich jetzt zum Beispiel hier diese Tiefen noch ein klein wenig einfärben, kann diesen Gelb-Regler noch zur Seite bringen, und kann dann am Ende auch noch die Tiefen richtig kräftig abdunkeln. Schaut euch das mal an. Das ist jetzt ein richtig geiler Farb-Look. Vorher, nachher. Vorher, nachher. Der ist richtig kontrastreich intensiv. Der obere war etwas dezenter, wie man sieht, ein klein wenig anders. Da hätten wir vielleicht noch ein bisschen mehr Gelb reinbringen können. Aber wenn ihr wollt, könnt ihr diese beiden Techniken natürlich auch problemlos kombinieren, indem ihr hier vielleicht die Deckkraft ein bisschen rausnehmt, und dann den hier noch dazufügt und da noch etwas die Deckkraft raus. Ja, und es ist total einfach. Was man ein bisschen verstehen muss, ist erstmal die Farbfläche an für sich, dieses Farbfeld, das ist noch relativ einfach. Und bei der Selektiven Farbkorrektur dürft ihr eigentlich nur nicht vergessen, was diese Regler bewirken. Cyan nach rechts, kommt immer Cyan in diesen Farbton, den ihr hier oben eingebt. Cyan nach links ist Rot. Magenta nach rechts ist Magenta. Magenta nach links ist Grün. Gelb nach rechts ist Gelb. Gelb nach links ist Blau. Merkt euch einfach; oder stellt euch vor, diese Begriffe Cyan, Magenta und Gelb würden auf der rechten Seite stehen, und links würde stehen RGB, Rot, Grün und Blau. Wenn man sich das so vorstellt, dann sind diese Regler gar nicht so schwer zu verstehen. Man weiß dann, dass man mit diesen Reglern diesen Farbton, den ihr hier oben angebt, verändert. Probiert es mal aus. Nun kennt ihr meinen Weg, wie ich einen Farblook erstelle. Und ich wünsche euch zukünftig viel Spaß mit dieser Technik.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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