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InDesign lernen

Farben verstehen – Unterschied zwischen RGB und CMYK

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Vereinfacht gesagt, gibt es zwei unterschiedliche Farbsysteme: Das RGB-Farbsystem und das CMYK-Farbsystem. Dieses Video erläutert kurz und knapp den Unterschied.

Transkript

Wenn man mit InDesign und mit Farben arbeitet, und wahrscheinlich werden Sie immer in irgendeiner Form mal in InDesign mit Farben arbeiten, dann sollte man einmal verstanden haben, wie Farben funktionieren wie in einer Druckerei gedruckt wird. und darum soll es in den nächsten Minuten einmal ganz kurz und knapp gehen. Weil ehrlich gesagt, über dieses Thema könnte man auch ein eigenes komplettes, mehrstündiges Videotraining erstellen. Aber halten wir das Ganze mal relativ kurz. Egal, ob Sie zu Hause auf Ihrem 80 Euro-Tintenstrahldrucker etwas ausdrucken oder auf der mehrere Millionen Euro teuren Offset-Druckmaschine in einer riesigen Druckerei, das Druckverfahren ist eigentlich immer dasselbe. Nämlich es werden vier Farben auf das Papier aufgetragen nämlich Cyan, Magenta, Gelb, yellow, und eben hier dieses Schwarz. Und das Ganze wird hier eben jetzt abgekürzt mit C-M-Y-K. Das ist dieses Druckverfahren. Man spricht bei diesem Druckverfahren auch von einem sogenannten "subtraktiven Druckverfahren". Weil, damit das Ganze nämlich funktioniert, wird das Ganze auf weißes Papier aufgetragen und weißes Papier reflektiert im Licht alle Farben. Deswegen ist es nämlich weiß. Und dadurch, dass ich jetzt hier mehr oder weniger viel Farbe auftrage, wird aus diesem weißen Licht entsprechend Farben heraussubtrahiert und dann entstehen hier eben diese Farben. Wir sehen, da wo sich Cyan und Magenta mischt, bekommen wir Blau, hier bekommen wir Rot und da bekommen wir Grün. In einer idealen Welt wäre es jetzt so, dass wir hier in der Mitte Schwarz bekommen würden. Wir leben aber in keiner idealen Welt, deswegen bekommen wir hier in der Mitte so einen verwaschenen Braunton hin. Und damit, wenn wir etwas ausdrucken, wir trotzdem ein sattes Schwarz haben, muss eben Schwarz extra gedruckt werden. Hier eben über dieses zusätzliche Schwarz. Und deswegen wird in der Druckmaschine mit vier Farben gedruckt. Das ist die Art und Weise, wie alle Druckerzeugnisse produziert werden. Ihr Bildschirm, Ihr Scanner, Ihr digitaler Fotoapparat funktioniert aber nach einem anderen Farbverfahren, nämlich nach dem RGB-Farbverfahren. Hierbei handelt es sich nicht um ein subtraktives Verfahren, sondern um ein additives Verfahren. Wenn Sie an Ihren Bildschirm mal ganz nah herangehen, vielleicht sogar noch eine Lupe hinzunehmen, dann werden Sie in Ihrem Bildschirm feststellen, da sind kleine Lämpchen drin, wenn man so will. Und zwar jeder dieser kleinen Pixel hat Sub-Pixel und diese Sub-Pixel sind entweder grüne Leuchten, rote Leuchten oder blaue Leuchten. Und je nachdem, wie stark sie leuchten und je nachdem, wie man sie zusammenschaltet, bekommt man dann eben auch hier diese Mischfarben hin, nämlich Gelb, Cyan und Magenta. Wenn man hier in die Mitte hineinschaut, Dann haben wir hier wirklich Weiß. Wenn man alle drei Farben voll aufdreht, dann bekommen wir hier Weiß und deswegen spricht man eben von einem additiven Farbsystem. Je mehr Farbe man aufaddiert, desto helle r wird es. und wenn man letztendlich alles aufaddiert bekommt man Weiß. Das kann man relativ einfach an seinem Bildschirm überprüfen: Wenn Sie den Bildschirm nämlich ausschalten ist er schwarz. Und das ist eben die Art und Weise, wie der Bildschirm, wie der Scanner, wie Fotoapparate arbeiten. Wie sollte man jetzt, wenn man mit InDesign arbeitet im Alltag verfahren? Wenn Sie etwa ausdrucken und später das PDF erzeugen, dann würde ich Ihnen grundsätzlich empfehlen, diesen PDF-Export so einzustellen, dass im PDF später nur noch CMYK-Farben drin sind. Das ist technisch vielleicht nicht immer die beste Lösung, aber für die meisten Druckereien ist man dann auf der sicheren Seite. Bedeutet aber nichts anderes, als das, wenn ich Fotos in mein InDesign-Dokument hineinplatziere, dass diese Fotos irgendwann einmal von RGB nach CMYK umgewandelt werden müssen. Sollte man das so früh oder so spät wie möglich machen? Mein Tipp ist: Machen Sie es so spät wie möglich. Sie müssen also die Fotos nicht schon im Vorfeld umwandeln, beispielsweise in Photoshop, sondern Sie können diese Aufgabe wirklich problemlos InDesign überlassen. Sie platzieren also Ihr RGB-Foto ganz normal in InDesign, InDesign kann mit diesen RGB-Fotos wunderbar umgehen, und in dem Moment, wo ich das exportiere, wenn ich das dann mit den richtigen Einstellungen exportiere, wird automatisch daraus ein CMYK-Bild gemacht. Wenn man hingegen in InDesign eigene Farbflächen anlegt, also Sie wollen beispielsweise irgendwo einen Kreis haben und dieser Kreis soll eine bestimmte Flächenfarbe haben, dann würde ich Ihnen innerhalb InDesign empfehlen, diese Flächenfarben wirklich von Anfang an in CMYK zu erstellen und eben nicht in RGB zu erstellen. Über all die Einstellungen, die ich Ihnen jetzt gerade gesagt habe, da könnte man auch viele Stunden drüber diskutieren. Möglicherweise werden Sie auch Leute finden, die Ihnen etwas anderes empfehlen. Aber das, was ich Ihnen gerade empfohlen habe, das sind so die Empfehlungen, mit denen man auf der einen Seite auf der recht sicheren Seite ist gleichzeitig aber durchaus in einem Arbeitsablauf ist, mit dem wirklich die meisten Druckereien umgehen können. Erst für den Fall, dass Ihnen die Druckerei etwas anderes sagt, erst dann würde ich Ihnen empfehlen, von diesem Workflow abzuweichen. In den letzten Minuten haben Sie ein bisschen Theorie über die Farbmodelle CMYK und RGB kennengelernt. Ich kann Ihnen nur empfehlen, Wenn Sie sich in der Zukunft vielleicht sehr intensiv mit InDesign beschäftigen, dass Sie sich auch ein bisschen mit diesen Farbmodellen beschäftigen, dass Sie sich ein bisschen mit dem Thema "Color Management" beschäftigen. Es ist nicht übermäßig kompliziert. Für den Einstieg so ein bisschen unhandlich, das gebe ich gerne zu. Aber wenn man ein Druckprodukt erstellt und das kommt nachher aus der Druckerei raus und die Farben sehen nicht schön aus, dann ist das gegebenenfalls eben sehr unbefriedigend. Aber für den Anfang wissen Sie jetzt mal alles Notwendige, um wirklich hier unsere Burger-Speisekarte nachher drucken lassen zu können.

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Lernen Sie die grundlegende Bedienung von InDesign, damit Sie schnell erste Designs zusammenstellen können.

3 Std. 22 min (29 Videos)
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