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Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Farbe im Film: Der Durchbruch

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Das Fernsehen für die Massen verhalf auch der Farbe im Film zum Durchbruch. Die Entwicklung reicht dabei vom Eastman-Kodak-Verfahren bis zur Digitalisierung in High Definition.

Transkript

In den 50er Jahren kam für Farbe der finale Durchbruch. Wurden 1947 gerade mal 12 % der Filme in Farbe produziert, waren es sieben Jahre später, 1954, bereits über 50 %. In den folgenden Jahren wurden die Verfahren immer weiter verbessert und neue Verfahren, wie zum Beispiel das Eastmancolor-Verfahren von Kodak, wurden erfunden. Es wurde so erfolgreich, dass es den Platzhirsch Technicolor nahezu komplett ersetzte. Der große Erfolg lag hauptsächlich daran, dass das neue Verfahren nur noch einen 35mm-Streifen verwendete, anstatt der bisher von Technicolor verwendeten drei 35mm-Streifen. Und somit wurde es weitaus billiger mit Eastmancolor statt mit Technicolor zu filmen. 1955 veröffentlichte Technicolor die letzte Filmproduktion, die auf der Dreistreifentechnik basierte. Aber erst nachdem einige berühmte Blockbuster der 50er Jahre noch von dem übersättigten bunten Filmlook der Technicolor-Technik Gebrauch machten. So wurden schöne, einzelne 35mm-Filmstreifen zum Standard der Branche, die in vielen Varianten auf der ganzen Welt verwendet wurden. Sie unterscheiden sich im Bildverhältnis, im Belichtungsumfang, bei der Farbe und der Abspielgeschwindigkeit, sodass Licht und Farbe je nach Filmmaterial mit unterschiedlichen Ergebnissen aufgenommen wurde. Auf diese Art wurde Bewegtbild über viele Jahrzehnte aufgenommen, bis, seit dem Anfang des 21. Jahrhunderts, die Digitalisierung mit High-Definition regelrecht explodierte. Aber gehen wir noch einmal ein bisschen zurück in die 50er Jahre, denn in dieser Zeit verbreitete sich auch das Fernsehen weltweit, mit wachsender Beliebtheit. In den 20er Jahren wurde mit einigen seltsamen Versionen der Fernsehtechnologie herumexperimentiert, aber als sich die Technik immer weiter verbesserte, wurde es nach dem 2. Weltkrieg auf der ganzen Welt sehr beliebt. Das Fernsehen wurde in Zeilen unterteilt. In den 40er Jahren verabschiedeten die USA die erste Fernsehnorm mit 525 Zeilen, die als NTSC bekannt wurde. Von den 525 Zeilen waren 480 sichtbar, sodass sich eine Auflösung von 720 x 480 ergibt. Zur selben Zeit setzen sich in der Sowjetunion und in Europa 576 sichtbare, von 625 Zeilen, anstatt 480 von 525 Zeilen durch. Diese Norm wurde mit einer Auflösung von 720 x 526 als PAL bekannt. Weil die Technologie damals noch nicht im Stande war, das ganze Fernsehbild auf einmal darzustellen, wurden die Linien in zwei halbe Bilder getrennt, und der Elektrodenstrahl baute zuerst die ungeraden Zeilen eins, zwei, fünf, sieben und so weiter und anschließend die geraden Zeilen, zwei, vier, sechs, acht und so weiter, auf. Durch den schnellen zeitlichen Wechsel erschienen die beiden Halbbilder im menschlichen Auge als ein zusammengefügtes Vollbild. Dadurch wurde nebenbei auch eine höhere Bewegungsauflösung möglich, wie sie unter anderem für die Übertragung von Sportveranstaltungen nötig ist. Das Interlaced-Fernsehen war somit geboren. Mit 30 Bildern pro Sekunde lief es schneller als die 24 Bilder pro Sekunde von Film. 1953 wurde ein Farbsignal in das NTSC-Signal eingefügt, aber es dauerte noch ungefähr weitere zehn Jahre, bis die Fernsehsender und die breite Öffentlichkeit das Farbfernsehen und die Farbfernseher annahmen. In der Mitte der 60er Jahre war es dann endlich soweit. Das Farbfernsehen explodierte in den Vereinigten Staaten, und gegen Ende der 60er Jahre folgten auch Europa und andere Industrienationen auf der ganzen Welt. Alle freuten sich über die vielen neuen Farben in ihren Wohnzimmern. 1966 wurden zuerst alle Abendprogramme in Farbe ausgestrahlt, und 1972 schließlich auch das gesamte Tagesprogramm. Daraufhin explodierte der Fortschritt in der Medientechnik. Die Qualität der Farbe, der Helligkeit und der Auflösung wurden weiter verbessert und es gäbe noch sehr viel mehr mit dem wir uns tiefer befassen könnten, aber ich möchte nun noch ein paar Meilensteine der digitalen Revolution erwähnen. In den 70ern und speziell in den 80er Jahren begann die Videotechnik zu boomen und es wurde neben Film- und Fernsehprofis, auch für Heimanwender und Filmemacher möglich und vor allem endlich erschwinglich, mit Video farbige Bilder aller Art aufzunehmen. Über die Jahrzehnte machte die Entwicklung bei Video derart große Fortschritte, dass die Qualität, die Größe, die Form und Farbe der Bilder stark variierte. Während der 90er und speziell seit den 2000er Jahren entwickelte sich High-Definition, oder HD-Video, zu unserem heutigen Fernsehstandard. HD-Video hat eine höhere Auflösung und Qualität, als das bisherige SD-Standarddefinition. Nachdem wir bereits über die Standards NTSC und PAL gesprochen haben, und HD-Video viele Varianten haben kann, können wir generell alle Videos die mindestens 720 Zeilen Auflösung oder mehr haben, als High-Definition oder HD-Video bezeichnen. Die beiden häufigsten Varianten von HD sind 1080 Zeilen und 720 Zeilen, was inzwischen gerne als kleines HD bezeichnet wird. Beide Varianten haben ein Seitenverhältnis von 16 zu 9, anstelle von 4 zu 3, wie bei SD. Zuerst bestand HD 1080 wie SD, nur aus Halbbildern, also Interlaced, und das kleine HD 720 ausschließlich aus Vollbildern, aber inzwischen treten mit der Entwicklung von Ultra-HD, einem Format das mit einer Auflösung von 2016 Zeilen ganze vier Mal größer als HD 1080 ist, auch andere Varianten in Interlaced und Progressiv auf. Inzwischen wächst bereits 8 K heran, eine Auflösung von acht Mal HD 1080. Die Hoffnung, dass mit HD endlich alles einfacher und ein gemeinsamer Standard wurde, wurde stark enttäuscht. Inzwischen gibt es unzählige Formate, Auflösungen, Kompressionen, Frameraten, Seitenverhältnisse, Farbräume und vieles mehr, sodass es nahezu unmöglich ist, alle Varianten zu kennen, und nahezu jeden Monat kommt eine weitere hinzu. Im Rückblick auf die Anfänge von Bewegtbild kam HD-Video quasi über Nacht, aus dem Nichts. 2009 stellten alle amerikanischen Fernsehstationen auf Digital um und andere Länder folgten innerhalb weniger Monate. Seit 2010 ist HD nahezu überall präsent und 1080p und höher wurden zum Industriestandard. Kurz gesagt, durch die Fortschritte der Technologien enthält Bewegtbild heute immer mehr Informationen, die die Möglichkeiten der Bildmanipulation, von Licht und Farbe, nahezu unendlich machen.

Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Sehen Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Farbe im Film korrigieren oder stimmungsvolle Looks gestalten.

2 Std. 21 min (18 Videos)
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