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Grundlagen des Layouts

Farbe

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Hier lernen Sie anhand von Beispielen den Einsatz von Farbe im Layout kennen: Informativ oder emotional kann dabei die Auswahl im Layout erfolgen.
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Transkript

Das Thema Farbe gliedert sich in drei Richtungen. Der Farbton an sich, die Helligkeit und die Sättigung. Das Modell wird auch HSB genannt. Nach den englischen Begriffen Hue, Saturation und Brightness. Hue bezeichnet den Farbwinkel auf dem Farbkreis. Saturation, die Sättigung, also wie stark die Farbe leuchtet. Und Brightness steht für die Helligkeit. Danach lassen sie sich alle Farben einordnen, die wir sehen und mit dem Computer reproduzieren können. Im Layout wird je nach Medium ein anderes Farbsystem eingesetzt. Findet die Ausgabe auf Monitoren oder Displays statt, so werden RGB-Farben benötigt, benannt nach den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Diese Farben sind nur eine andere Beschreibung des HSB-Modells. Also lassen sich Farben sowohl in HSB- als auch n RGB-Werten beschreiben. RGB-Farben stehen also für Webseiten, mobile Geräte, Tablets und Samartphones. Dagegen benötigt die Druckwelt die Grundfarben CMYK für Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. K steht im diesen Fall den letzten Buchstaben des englischen Wortes black und wird auch als Tiefe bezeichnet. Wie kommen nun die Farben in das Layout? In einem Layout-Programm wie zum Beispiel InDesign können alle Farben so angelegt werden, wie es benötigt wird. Gestalten wir also ein Flyer, so legen wir uns CMYK-Farben an. Je hoher die CMYK-Werte, desto dunkler der Farbton. Für RGB ist dies genau umgekehrt. Je hoher die RGB-Werte, desto heller die Farbe. So weit zur Technik. In den folgenden Beispielen will ich Ihnen verdeutlichen, wie Farbe das Layout betonen kann. Auf der Typografie, im Hintergrund oder gar auf platzierten Bildern. Ich habe ein neutrales Layout gewählt, das zunächst mit einem Farbbild und schwarzer Typografie erscheint. Nun wollen wir einzelne Bereiche betonen. Die Signalfarbe Orangerot oder ein leuchtendes Blau sollen besonders deutlich die Typografie hervorheben. Dabei fehlt auf, dass die magere Typografie in der Überschrift wenig von der Farbigkeit profitiert. Sie wird eher unleserlich. Farbe wirkt weniger auf Linien als auf Flächen. Daher sollten wir mit farbiger Typografie sparsam umgehen und eher fettere Schnitte der Displayschrift wählen. Wir können also Überschriften und Unterüberschriften einfärben. Für die Lesbarkeit muss ein hoher Kontrast zum Untergrund geben sein. Daher bieten sich zum Beispiel rötliche oder dunkle gesättigte Farben an. Auch der Hintergrund lässt sich einfärben. Wenn ich den Hintergrund unter dem schwarzen Text komplett in Orangerot einfärbe, so ist der Text im Vordergrund kaum noch zu lesen. Zudem konkurriert die Farbigkeit der rechten Seite stark mit dem platzierten bunten Bild. Also ist das ratsam als Hintergrund eher dezente pastellige Farben zu wählen. Dieser Grundton kann sowohl warm als auch kalt ausfallen. Ein leichtes sonniges Gelb oder ein kühles Türkis lassen den Inhalt sehr unterschiedlich wirken. Neben dem Einsatz auf dem vollständigen Hintergrund können auch Teilbereiche im Layout mit Farben hervorgehoben werden, so zum Beispiel Hintergründe, auf den Infografiken platziert werden. Diese Infografiken benötigen dann helle Grautöne, die entweder neutral, bläulich oder gelblich gewählt werden. Handelt es sich zum Beispiel im Layout um ein Wissenschaft- oder Wirtschaftsmagazin, so müssen mehrere Infografiken oder eingeschobene Textboxen vom durchgängigem Fließtext unterschieden werden. Hierzu wird nicht nur eine Hintergrundfarbe gewählt, sondern eine ganze Reihe von Farben, die sich in der Deckkraft unterschieden. So gibt es dann Abstufungen von warmen oder kalten Grautönen, die sich in 10 % Schritten voneinander unterscheiden. Anders verhält es sich, wenn ein Register oder ein so genannte Spiegelstrich im Kopfbereich der Seite eingefärbt wird. Hier wird offenbar eine Rubrik betitelt und somit kann diese Fläche natürlich auch in einer kräftigen Farbe leuchten. Die Beschriftung sollte dann für eine optimale Lesbarkeit eher in weißer Schrift erfolgen. Absatzlinien, Unterstreichungen oder Spaltenlinien sind weniger geeignet in einer konkreten Farbe ausgezeichnet zu werden, da die Farbe nur dann wirkt, wenn die Linienstärke mindesten 1 Punkt oder mehr ausmacht. Am ehesten sind nicht die Absatzlinien über- und unterhalb eines Absatzes geeignet, hier mit einer Stärke zwischen 2 und 4 Punkt. Wie sieht es mit der Bildgestaltung und der Farbe aus? Auch die Bildgestaltung kann im Layout interessante Effekte hervorrufen. Entweder wird das Bild mit Farbeffekten so gestaltet, das das Motiv kontrastreicher, härter und hipper erscheint, wir kreieren einen Look. Oder das Bild wird mittels Farbflächen im Layout eingefärbt. Hierbei kann entweder in der Bildbearbeitung diese Farbigkeit erzeugt werden oder im Layout wird über das platzierte Bild eine Farbfläche platziert und mittels Transparenzeffekten mit dem Bild im Hintergrund verrechnet. Allein die Deckkraft der Farbe reicht nicht aus, um ein ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Die Farben wirken verwaschen. Das Bildmotiv wird durch die Farbe nicht aufgewertet. Es bietet sich eher Transparenzeffekte, wie Multiplizieren oder Ineinanderkopieren an. Beim Multiplizieren wird also die Farbfläche im Vordergrund mit dem Bild so verbunden, dass aus den Farben des Bildes und der Farbfläche ein dunkler Farbton entsteht. Das Bild im Hintergrund\ wirkt nicht mehr farbig, sondern eher wie ein Schwarz-weiß-Motiv, das nun mit einer kräftigen Farbe eingefärbt wird. Dagegen erzielt das Ineinanderkopieren ein ganz anderen Effekt. Das Bildmotiv behält helle und dunkle Farbpartien, wird hier doch durch die Transparenz eingefärbt. Das Bild wirkt so mit je nach Farbe deutlich wärmer oder kälter. Für ein Poster lassen sie sich solche Effekte natürlich auch nutzen. Hier wird das Bildmotiv mit einer weißen Überschrift und einer graphischen Form überlagert. Sobald die Form eingefärbt und mittels Multiplizieren auf dem Hintergrund angewendet wird, ergeben sich spannende Kontraste. Sie sehen also, dass ein Layout durch den Einsatz von Farbe dezent akzentuiert wird. Texte ausgezeichnet werden, ohne das sich eine andere Schrift oder ein Schriftschnitt verwenden muss. Dagegen können kräftige Farben mit den verbundenen Transparenzeffekten spannenden Verfremdungen erzielen und die Aufmerksamkeit des Betrachters binden.

Grundlagen des Layouts

Erfahren Sie am praktischen Beispiel, wie Sie das Layout von Magazinen, Zeitungen, Websites und weiteren Medien optimal gestalten und so zu professionellen Ergebnissen gelangen.

3 Std. 56 min (50 Videos)
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