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Excel: Statistische Funktionen

Fallstricke für Trendberechnungen

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Manchmal kann man nicht von einem Trend ausgehen. Oder es ist sinnlos, eine Trendberechnung durchzuführen.
04:42

Transkript

Trends zu berechnen, kann einige Gefahren bergen. Ich zeige Ihnen mal ein paar Fallstrecke, die ich gefunden habe, wo es schwierig wird, von einem Trend auszugehen. Prinzipiell müssen Sie sicher sein, wenn Sie ein Trend berechnen, dass es sich um einen Trend handelt beziehungsweise auch um welchen Trend es sich handelt. Ich habe jetzt zwei Datenreihen, erste Reihe, zweite Reihe und Sie sehen, das habe ich heruntergezogen, "1,8, 1,6" und so weiter, ein y-Wert. Ich markiere einmal die beiden Bereiche, die beiden Spalten, und erstelle daraus ein Liniendiagramm, weil ich ganz gerne den Trend sehen möchte. Da können wir über diese Linie, rechte Maustaste, eine Trendlinie hinzufügen und können uns von dieser Trendlinie die Formel anzeigen lassen. Hier ist die Formel "y=-0,2x+2". Ich glaube es ihm mal. Nicht ganz. Wenn Sie sich nämlich von diesem Bereich kein Liniendiagramm, sondern unter "Einfügen" ein x/y-Diagramm anzeigen und die Punkte verbinden lassen, dann sieht es auf den ersten Blick recht ähnlich aus. Wenn Sie nun durch diese Gerade auch eine Trendlinie legen und von dieser Linie sich auch die Formel anzeigen lassen, dann sind Sie vielleicht erstaunt, weil es seltsam ist. Die Steigung ist zwar die gleiche, aber der y-Achsenabschnitt nicht. Hier habe ich "0,4". hier habe ich "2", wie kommt denn das? Sehen Sie das? Nun, wenn Sie sich das Diagramm anschauen, stellen Sie fest, "2" hat er beim kleinsten Punkt, bei "-7". Das bedeutet also, obwohl die x-Achse richtig beschriftet ist, er nimmt ja die erste Spalte für die Werte der x-Achse, verwendet er intern eine Nummerierung "1, 2, 3, 4". Das heißt, nicht das, was Sie sehen, wird verwendet, sondern eben das, was Excel intern nutzt. Und deshalb dieser Unterschied. Das Zweite ist natürlich richtig, der y-Achsenabschnitt beträgt "0,4" und eben nicht "2". Also gut, aufpassen mit Diagrammen. Gerade bei solchen Trendberechnungen eignen sich eher diese x/y-Diagramme beziehungsweise Punktdiagramme, als Liniendiagramme. Denn Liniendiagramme stellen jeden einzelnen Datenpunkt nebeneinander mit dem gleichen Abstand dar. Zweite Fallstrecke. Normalerweise erkennt man sofort, ob es sich um einen Trend handelt. Hier haben wir innerhalb eines Jahres ein mittleres Temperaturmaximum beziehungsweise ein Minimum einer gedachten Stadt. Sie sehen natürlich sofort, da kann ich keinen Trend durchlegen, weil am Ende es wieder am Anfang anfängt. Vielleicht gibt es einen leichten Anstieg, würde ich hier eine Gerade durchlegen, würde natürlich die Gerade eine Steigung beziehungsweise einen y-Achsenabschnitt aufweisen, aber das wäre natürlich völlig falsch und absurd. Das darf ich so nicht machen. Also, ich muss einen Blick auf die Daten werfen, steigen oder fallen sie auch wirklich, kann ich wirklich von einem Trend ausgehen. Nächste Fallstrecke: Störche und Geburten. Das ist ein beliebtes Beispiel, schauen wir doch einmal hier nach. Da stehen ja wieder zwei. Bestimmt haben sie das Kind hier unten, nein, ich sehe keines, vielleicht haben sie es schon verteilt. Okay, ich habe hier einige Länder, und habe dazu die Anzahl der Störche, vielleicht pro Quadratkilometer und die Anzahl der Geburten. Je höher die Storchanzahl ist, also beispielsweise in Indonesien, Indien, Namibia, umso höher ist die Anzahl der Geburten pro Person. Kann ich da einen Trend ablesen? Kann ich sagen, je mehr Störche, desto mehr Geburten, je mehr Geburten, desto mehr Störche? Ja, aber die Fallstrecke liegt hier nicht in der Trendformel, die ist natürlich richtig, sondern in dem Zusammenhang, den es wohl offensichtlich nicht gibt, oder doch? Wer weiß. Das Gleiche haben Sie übrigens auch innerhalb eines Jahres. In Deutschland hatten wir in den 60er Jahren die meisten Störche. In den 60er Jahren hatten wir gleichzeitig die meisten Geburten. Also mit Abnahme der Störche haben auch die Geburten abgenommen. Das heißt, ich habe hier zwei Linien, sie sehen aus, als gäbe es einen Zusammenhang zwischen den beiden. Ich könnte einen linearen Trend durchziehen, ist aber gefährlich. Gut aufpassen, es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen den beiden.

Excel: Statistische Funktionen

Lernen Sie die wichtigsten statistischen Funktionen in Excel kennen und erfahren Sie, was diese eigentlich berechnen und wofür Sie sie verwenden können.

4 Std. 5 min (56 Videos)
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