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Mitarbeitern Feedback geben

Exkurs: Feedback einfordern als Führungskraft

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Auch Führungskräfte sollten ein Interesse daran haben, Feedback von ihren Mitarbeitern einzufordern. Mitarbeiter können eine wertvolle Unterstützung für die Führungskraft sein. Feedback von unten nach oben stärkt das Vertrauen, erhöht das Verständnis für die Führungskraft und sorgt für bessere Arbeitsergebnisse.

Transkript

In vielen Unternehmen verlaufen Feedback-Prozesse ausschließlich in eine Richtung, von der Führungskraft hin zum Mitarbeiter. Tatsächlich etablieren aber mehr und mehr Unternehmen Feedback auch in der umgekehrten Richtung. Vielleicht fragen Sie sich jetzt: "Will ich das eigentlich? Genügt es nicht, wenn ich als Führungskraft für einen Mitarbeiter ein Feedback gebe?" Ich würde die Frage gerne umdrehen. Wie können Sie davon profitieren, wenn Sie Feedback von Ihren Mitarbeitern bekommen? Welche positive Wirkung kann es haben, wenn Sie Feedback als Führungskraft einfordern? Zunächst einmal ist Feedback eine Hilfe zur Standortbestimmung und Orientierung. Das gilt für Ihre Mitarbeiter genauso wie für Sie selbst. Je höher aber eine Führungskraft aufsteigt, desto weniger sind die Mitarbeiter bereit, Feedback zu geben. Die Folge dessen ist, dass Führungskräften Rückmeldungen fehlen. Früher oder später gibt es niemanden mehr, der Sie auf Fehler hinweist. Wenn aber Mitarbeiter in einer Organisation von Anfang an lernen, dass auch das Feedback nach oben als notwendiger Bestandteil der Unternehmenskultur geschätzt wird, bilden sich erst gar keine Hemmschwellen. Feedback von unten nach oben steigert gleichzeitig das Verständnis für die Führungskraft. Mitarbeiter wissen natürlich grundsätzlich auch ohne Feedback, dass Führungskräfte Stärken und Schwächen haben. Wenn Sie aber Feedback geben, sind Sie im Vorfeld gezwungen, sich differenzierter mit Ihren Wahrnehmungen und Eindrücken auseinanderzusetzen. Das Feedback von Mitarbeitern an Ihre Führungskraft stärkt die Vertrauensbasis. Logisch. Wenn der Mitarbeiter weiß, dass er seinen Chef kritisieren darf und dass nicht immer nur er derjenige ist, der einstecken muss, hat es eine andere Beziehung zur Folge. Gleichzeitig stärkt es seine Bereitschaft, Feedback vom Chef anzunehmen. Insgesamt gesehen trägt Feedback des Mitarbeiters an seine Führungskraft zu einem besseren Ergebnis bei. Verbesserungsbedarf herrscht ja nicht nur bei den Mitarbeitern. Auch die Führungskräfte haben sicherlich noch genügend Potential, das sich ausschöpfen ließe. Aber wie organisieren Sie das Feedback von unten nach oben. Am besten ist es natürlich, wenn es als Prozess überall im Unternehmen etabliert ist, dann können Sie es entweder als Feedback-Gespräch ansetzen oder einen anonymisierten Fragebogen nutzen, den Sie in der Abteilung verteilen. Zunächst zum Gespräch. Der direkte Dialog in dem der Mitarbeiter der Führungskraft Feedback gibt scheidet sicherlich für viele Mitarbeiter aus, weil die Hemmschwelle zu hoch ist. Er kann nur funktionieren, wenn beide Seiten einander voll vertrauen; nur dann kann sich der Mitarbeiter darauf verlassen, dass auch negatives Feedback nicht irgendwann später gegen ihn verwendet wird. Als Alternative dazu nutzen viele Unternehmen Feedback-Bögen, die anonym ausgefüllt werden. Das ist ebenfalls ein gutes Mittel. Damit es funktionieren kann, muss die Abteilung aber eine gewisse Größe haben, andernfalls können direkte Rückschlüsse auf einzelne Mitarbeiter nicht ausgeschlossen werden. Außerdem sollten die Bögen elektronisch ausgefüllt werden, denn meistens sind die Handschriften der Mitarbeiter bekannt. Feedback von unten nach oben, hat noch mit einem weiteren Hindernis zu kämpfen. Manche Mitarbeiter sind stark hierarchisch geprägt. Für diese Gruppe ist es unmöglich, der Führungskraft Feedback zu geben. Sie vertritt die Auffassung, dass etwas Derartiges ihr einfach nicht zusteht. In diesen Fällen werden Sie es schwer haben, Feedback einzuholen. Sie sollten es aber auf jeden Fall versuchen. Machen Sie dem Mitarbeiter klar, dass Sie seine Rückmeldung schätzen und Wert darauf legen, dass er seine Beobachtung mit Ihnen teilt, und zwar nicht, weil Ihr Mitarbeiter ist, sondern weil er über fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen verfügt, die ihn dafür qualifizieren, nicht als Mitarbeiter, sondern als Mensch. Für die Premium-Abonnenten unter Ihnen habe ich ein Arbeitsblatt mit dem Titel Wie ich stehe ich zu Feedback vorbereitet. Anhand dieses Arbeitsblattes können Sie Ihre Haltung zum Thema Feedback reflektieren.

Mitarbeitern Feedback geben

Lernen Sie, als Führungskraft wirkungsvoll Rückmeldungen an Ihre Mitarbeiter zu geben.

58 min (16 Videos)
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Erscheinungsdatum:29.08.2017

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