Exchange Server 2013 Grundkurs

Exchange virtualisieren

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Microsoft hat Exchange Server 2013 für die komplette Virtualisierung freigegeben. Dadurch können sämtliche Postfach- und Zugriffsrollen sowie Server virtualisiert werden. Dabei muss jedoch auf einige Einstellungen geachtet werden.
05:32

Transkript

In diesem Video gebe ich Ihnen einen Überblick darüber, was Sie bei der Virtualisierung von Exchange Server 2013 beachten müssen. Microsoft hat Exchange Server 2013 für die komplette Virtualisierung freigegeben, das heißt, Sie dürfen jede Postfachrolle, jede kleine Zugriffrolle, und jeden Server in einer Exchange 2013 Infrastruktur virtualisieren. Sie müssen aber in den Einstellungen von virtuellen Servern einiges beachten. Das Erstellen von virtuellen Servern für Exchange Server 2013, läuft genauso ab, wie bei jedem anderen virtuellen Server auch, dazu verwenden Sie, wenn Sie Hyper-V verwenden, entweder den Hyper-V-Manager, oder System Center Virtuell Machine Manager. Wenn Sie einen Exchange Server erstellt haben, sollten Sie aber danach über das Kontextmenü die Einstellungen aufrufen, und hier verschiedene Einstellungen ändern. Wichtig ist hier vor allem, im Bereich Integrationsdienste, die Option Zeitsynchronisierung herauszunehmen. Dass Sie den Exchange Server in die Active Directory-Gesamtstruktur aufnehmen, erhält dieser Server seine Zeit vom PDC-Emulator der Domäne, das ist eine sehr komplizierte Konstruktion, bei der Domänenmitglieder, also Server und Arbeitsstationen, ihre Zeit mit den Domänencontrollern austauschen. Wichtig ist das für die Konfiguration der Berechtigung über Kerberos, das heißt, wenn Sie auf einem Server die Integrationsdienste-Zeit synchronisieren lassen, besteht die Möglichkeit, dass es Inkonsistenzen gibt, und Exchange nicht mehr ordentlich funktioniert. Das heißt, es ist sehr empfehlenswert, wenn Sie hier den entsprechenden Haken entfernen, da der Server seine Zeit ohnehin vom PDC-Emulator erhält. Ebenfalls wichtig, in den Einstellungen von virtuellen Servern, sind die Bereiche Automatische Startaktion und Automatische Stoppaktion, das heißt, wenn Sie den Hyper-V-Host, also hier in diesem Fall den Server BAMBI herunterfahren, sind die virtuellen Server, hier in diesem Fall xvirt01 und x2k13-01, betroffen. Über den Bereich Automatische Stoppaktion, in den Einstellungen der virtuellen Server, legen Sie fest, wie diese Server sich verhalten sollen. Der beste Weg ist, wenn Sie die Option aktivieren: Gastbetriebssystem herunterfahren, wenn Sie den Host herunterfahren, heißt das im Grunde genommen, dass der virtuelle Exchange Server ebenfalls heruntergefahren wird, und beim Starten des Servers können Sie hier über Automatische Startaktion festlegen, dass die Server entweder automatisch gestartet werden, falls er beendet war, wenn Sie den Server heruntergefahren haben, das ist aber nicht empfohlen, denn wenn Sie bei Automatischer Stoppaktion festlegen, dass der Computer ausgeschaltet wird, besteht die Gefahr, dass die Exchange Datenbank zerstört wird. Idealerweise sollten Sie hier also entweder Gastbetriebssystem herunterfahren wählen, oder in Ausnahmen Status des virtuellen Computers speichern. Besser ist sicherlich, wenn sie den Hyper-V-Host herunterfahren, dass Sie auch die virtuellen Server herunterfahren. Bei Startaktion können Sie dann festlegen, dass die virtuellen Computer automatisch neu gestartet werden. Hier können Sie auch eine Startverzögerung konfigurieren, das ist in diesem Fall sinnvoll, wenn Sie auch Domänencontroller virtualisieren, dass Sie dann sicherstellen müssen, dass die Domänenkontrollen natürlich vor den Exchange Servern gestartet sind, da ansonsten die Exchange Dienste nicht starten. Wenn die Domänencontroller auf anderen Servern gespeichert sind, können Sie hier auch ohne Startverzögerung arbeiten, aber Sie können hier festlegen, dass, wenn der Hyper-V-Host startet, die Server gestartet werden, und wenn der Hyper-V-Host herunterfährt, dass auch die virtuellen Server heruntergefahren werden. Ebenfalls ein wichtiger Bereich über das Kontextmenü, sind die Snapshots. Hier legen Sie einen Prüfpunkt für einen virtuellen Server fest, mit dem Sie den Server wiederherstellen können, wenn bei einer Konfiguration etwas schief gegangen ist. Sie sollten bei virtuellen Exchange Servern hier sehr vorsichtig vorgehen, dass Sie bei einem solchen Snapshot auch die Exchange Datenbank sichern, und wenn Sie den Snapshot wiederherstellen, die Exchange Datenbank zu einem älteren Zeitpunkt wiederherstellen. Das heißt, grundsätzlich ist die Erstellung von Prüfpunkten, in Windows Server 2012 auch Snapshots genannt, für virtuelle Exchange Server nicht unbedingt empfohlen, sichern Sie lieber die Server auf herkömmlichem Weg. Auch wenn Windows Server 2012 und Exchange Server 2013, für die Virtualisierung von Microsoft freigegeben sind, unterstützt Exchange Server 2013 offiziell keine Snapshots, das heißt, Sie gehen hier auf eigene Gefahr vor, wenn Sie in einem virtuellen Exchange Server einen Snapshot erstellen, wenn Sie zum Beispiel vorher irgendwelche Patches installieren wollen. Alle anderen Einstellungen sind generell für virtuelle Exchange Server genauso wichtig wie für physische Exchange Server, beziehungsweise für andere virtuelle Server, Sie können hier bei Arbeitsspeicher in Windows Server 2012 und Windows Server 2008 R2 auf Service Pack 1, den Dynamischen Arbeitsspeicher aktivieren, das heißt, der virtuelle Exchange Server erhält so viel Arbeitsspeicher, wie er anfragt. Generell ist es empfehlenswert, wenn Sie Exchange Server 2013 soviel Arbeitsspeicher zuweisen, wie der Server für die Arbeit benötigt, das ist in produktiven Umgebungen mit Sicherheit mehr als zwei Gigabyte RAM, für Testumgebungen können Sie auch zwischen zwei und vier Gigabyte RAM arbeiten, je nachdem wie viel Sie mit dem Server durchführen wollen. Ich habe Ihnen in diesem Video einige Tipps gegeben, was Sie bei der Virtualisierung von Exchange Server 2013 beachten, wie Sie die Integrationsdienste einstellen, und wie Sie die automatische Start- und Stoppaktion für virtuelle Exchange Server konfigurieren.

Exchange Server 2013 Grundkurs

Lernen Sie, worauf es ankommt, um Exchange Server 2013 in Ihrem Unternehmen einzurichten, zu verwalten, zu betreiben und alle wesentlichen Administrationsaufgaben zu erledigen.

7 Std. 12 min (80 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!