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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Es sind nur Pixel: Die einfache Lösung ist oft die beste!

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Hallo und herzlich willkommen zum heutigen Tipp am Donnerstag. Heute lernen Sie den vielleicht wichtigsten Tipp kennen, den Sie jemals irgendwo gesehen und gehört haben. Glauben Sie nicht? Na, dann schauen Sie sich das folgende Video an. Wir alle stehen ja immer wieder gern mal vor bestimmten Bildbearbeitungsproblemen und suchen dann nach einer Lösung. Und das soll nicht nur irgendeine Lösung sein, sondern am besten eine Ein-Klick-Lösung. Und so findet man in Foren oder in E-Mails, die an mich gerichtet sind, beispielsweise sehr oft die Frage: Wie geht das? Wie mache ich das? Und wenn man dann eine Antwort gibt, die das Ganze beschreibt, dann hört man ja oft: "Ja, das ist aber viel zu aufwendig." Ja, und tatsächlich ist das manchmal halt so und dann gibt es auch keine Abkürzung. Wir suchen zwar alle nach Tricks, Abkürzungen und Kniffen, aber, wie gesagt, die gibt es nicht immer. Viel wichtiger ist es, das Bild anzuschauen und Probleme zu identifizieren. Denn Sie müssen erstmal ein Gespür dafür entwickeln, was korrigiert werden muss und was nicht oder was Ihnen gefällt oder was Ihnen nicht gefällt und dann ist die Korrektur eigentlich sehr einfach. Denn ein Bild bestehet immer nur aus Pixeln, also wenn ich hier weit reinzoome, dann sehen wir die. Das sind die einzelnen Pixel und so ein Pixel, das kann nicht viel, Sie sehen jedes Pixel besteht aus einer einheitlichen Farbe, so nenne ich das jetzt mal. Wenn wir das mal zerlegen auf die Einzelkomponente, kann jedes dieser Pixel nur drei Dinge, nämlich die Helligkeit, den Farbton und die Sättigung. Also, ich kann bestimmen, wie hell oder dunkel so ein Pixel sein kann, welcher Farbe dieser Pixel haben darf und wie gesättigt diese Farbe sein darf. Und wenn wir das jetzt mal uns durch den Kopf gehen lassen, dass wir eigentlich nur Helligkeit, Farbton und Sättigung pro Pixel haben, dann heißt das eigentlich, dass wir wirklich jede Korrektur und jeden Filter die Sie in Photoshop durchführen oder anwenden können, egal ob manuell, per Einstellungsebene oder Filter prinzipiell manuell nachstellen können. Denn alles, was Sie zu machen brauchen, ist, es etwas aufzuhellen oder abzudunkeln, zum Beispiel wenn mir hier die Bildränder zu hell sind, ja dann muss ich die abdunkeln, wie ich das dann mache, das ist eine andere Frage, und da gibt es natürlich fortgeschrittene Methoden oder weniger fortgeschrittene Methoden. Was eigentlich immer ganz gut geht, ist, mit dem Pinsel und wenn Sie jetzt nur den Pinsel kennen sollten, dann würden Sie hier schwarze Farbe einstellen, eine ganz geringe Deckkraft, sagen wir mal 10%, den Pinsel entsprechend groß machen und hier einmal so drüber malen und dann hätten Sie die Bildränder im Prinzip abgedunkelt. Dafür gibt es natürlich auch Filter und es wäre natürlich auch geschickt, hier auf einzelnen Ebenen zu arbeiten, aber das ist ja eigentlich egal, denn prinzipiell kommen Sie mit dem Pinsel schon zum Ergebnis. Wenn Sie jetzt hier zum Beispiel mit den Farben nicht zufrieden sind, den Farbton also verändern möchten, ja dann brauchen Sie eigentlich nur die Einstellungsebene "Farbton/Sättigung" kennen und dann können Sie hier auch den Farbton ändern, also zum Beispiel die Haut etwas rötlicher gestalten, indem Sie den Regler nach links ziehen, oder die Haut etwas mehr ins Gelbe verschieben, indem Sie den Regler nach rechts ziehen. Und wenn Ihnen diese Korrektur an einer bestimmten Stelle dann nicht gefällt, dann brauchen Sie einfach nur wiederum mit dem Pinsel in dieser Maske malen. Also, wenn mir die Haut jetzt so gefallen sollte, dann könnte ich jetzt mit einer hohen Deckkraft beispielsweise die Haare von dieser Korrektur ausnehmen, indem ich mit schwarzer Farbe in dieser Maske male. Also klar ist, Sie müssen ein Grundverständnis haben für die Funktionsweise von Photoshop. Also einige Sachen muss man einfach wissen, man kann nicht einfach Photoshop öffnen und dann erwarten, gleich alles zu können. Aber prinzipiell, wenn Sie malen können und den Pinsel kennen, wissen, wie Sie Farben wählen, wie Sie mit Ebenen arbeiten, dann können Sie sehr viel erreichen. Und genau das Gleiche gilt für die Sättigung. Wenn mir die Sättigung hier zu hoch ist im Bild, ja dann nehme ich einfach die Sättigung runter und wenn ich die Sättigung aber nur vor einem bestimmten Teil senken oder erhöhen möchte, dann brauche ich eine Maske und male diese Änderung ein. Ja, und das klingt jetzt im Prinzip sehr aufwendig, wenn Sie jetzt bestimmte Effekte damit nachstellen möchten und eigentlich ist es dann eine reine Fleißarbeit. Wenn Sie genügend Zeit haben und genügend Geduld haben, können Sie, wie gesagt, jeden gewünschten Effekt von Hand nachstellen und alles was Sie dann dazu wissen müssen, ist, dass Sie gegebenenfalls eine Maske benötigen. Und ich möchte da mal einen Beispiel zeigen, ich zoome mal weit rein, und nehme mal an, ich kenne jetzt keine Stempelwerkzeuge und so weiter und ich möchte gerne hier diesen kleinen Teil loswerden, also diese kleine Hautstörung. Und wenn wir uns die jetzt mal analysieren, dann sehen wir: auf der einen Seite ist diese zu dunkel und auf der anderen zu hell. Und wie könnte man das jetzt loswerden? Ja, klar ist mir etwas zu dunkel, helle ich das einfach auf, ist mir etwas zu hell, dann mache ich das einfach dunkler. Und genau das können Sie machen mit Einstellungsebenen, zum Beispiel mit Helligkeit/Kontrast, mit der Tonwertkorrektur oder mit der Gradationskurve. Und ich bin ein Freund der Gradationskurve und je fortgeschrittener Sie sind in der Bildbearbeitung umso mehr wird Ihnen die Gradationkurve auch an's Herz wachsen, denn damit geht wirklich sehr viel. Und ich öffne jetzt mal eine Einstellungsebene Gradationskurve und mache folgendes: Ich möchte ja hier diesen Bereich aufhellen, ich ziehe einfach die Kurve ein bisschen nach oben. So jetzt habe ich diesen Bereich aufgehellt, aber auch alles andere aufgehellt. Das möchte ich nicht. Also muss ich diese Maske umkehren. Ich klicke also Cmd + i beziehungsweise, drücke die Tasten Cmd + i, Strg + i übrigens auf Windows. Dann nehme ich mir den Pinsel, suche mir da eine geeignete Pinselspitze, sagen wir mal hier weich mit Stiftdruck aktiv, öffne dann die Pinselpalette über Fenster Pinsel und stelle mir noch einige Einstellungen hier ein, einige Parameter, zum Beispiel könnte ich den Abstand etwas senken, damit der Pinsel weicher funktioniert. Dann möchte ich einen Mindestdurchmesser haben, sodass der Pinsel nicht bis auf ein Minimum klein wird, wenn ich nur schwach aufdrücke und ich möchte gerne, dass der Pinseldruck bestimmt, wie viel Farbe hier aufgetragen werden darf. So, und dann kann ich diese Palette auch schon schließen und jetzt male ich mit weißer Farbe, die ich hier unten einstelle, einfach in der Maske, in der schwarzen Maske, die ja hier jetzt die aufhellende Wirkung dieser Gradationskurve verdeckt, hier über diese Stellen. So und dann schauen wir mal, was ich hier gemalt habe. Noch nichts. Also muss ich wohl stärker aufdrücken. Ich habe hier noch Deckkraft oben eingestellt, das möchte ich nicht, ich möchte das wirklich nur über den Stiftdruck lösen. So, aber ich denke, vorher-nachher, so sieht die Maske aus. Also im Prinzip ganz grob gemalt, aber wir haben den dunklen Teil schon entfernt. Also im vorher-nachher sehen Sie das direkt. Aber so, jetzt wenn wir uns das anschauen, sieht man es eigentlich kaum, oder? Was jetzt noch fehlt, ist, hier diesen Teil abzudunklen. Das machen wir genau so. Ich nehme eine Gradationskurve, dunkle das ganze ab und kehre die Maske um mit Cmd + i. So, dann kann ich die Kurve wieder ausblenden und male jetzt hier mit weißer Farbe über die zu hellen Bereiche. Okay, was haben wir jetzt erreicht? Wir haben eine Hautstörung entfernt. Also das ist vorher und das ist nachher. In diesem Bereich, wenn Sie mal drauf achten, ist das doch ganz gut geworden und vor allem haben wir die originale Hautstruktur bewahrt. Und jetzt werden Sie natürlich denken, wenn Sie das so nicht kennen, das ist doch viel zu aufwendig, so kann kein Mensch hier die gesamte Haut bearbeiten. Aber was soll ich Ihnen sagen? Wissen Sie was, das hier ist die professionellste Hautbearbeitungsmethode überhaupt. Genau so machen es die Profis, wenn es wirklich um das höchstbeste, das allerbeste Ergebnis geht, bei der Hautretusche, denn da reicht es oft nicht aus, einfach mit dem Stempel oder dem Reparaturpinsel Hautstörungen grob zu entfernen, sondern das soll wirklich High-End sein und das braucht natürlich Erfahrung, Zeit und Geduld und im professionellen Umfeld natürlich auch ein entsprechendes Budget, das muss bezahlt werden, diese Arbeit. Aber nur so wird sicher gestellt, dass wirklich das beste Ergebnis erreicht wird. Und dann sehen Sie schon, dass mit den einfachsten, ja quasi banalen Techniken oft die besten Ergebnisse erreicht werden, halt weil sich das Bild angeschaut wird und nicht auf die Technik geschaut wird. Also, denken Sie möglichst einfach. ist es Ihnen etwas zu hell, machen Sie es dunkler, ist es Ihnen etwas dunkel, machen Sie es heller, ist es zu bunt, machen Sie es unbunter, also indem Sie die Sättigung senken, ist es zu wenig bunt, dann erhöhen Sie die Sättigung, möchten Sie einfach den Farbton ändern, dann ändern Sie den Farbton. Dazu brauchen Sie nur noch eine Sache zu wissen, Sie können natürlich auch, wenn jetzt hier die Farbe nicht stimmen sollte, eine neue Ebene anlegen im Modus "Farbton". Dann können Sie mit dem Pinsel, wiederum mal mit dem Pinsel eine Farbe aufnehmen, die Ihnen gefällt und da einfach drüber malen. Ja, also so kann ich zum Beispiel den Mund, wenn jetzt gefordert wäre, dass der in einer gleichen Farbe, wie die Haut wäre, könnte ich hier einfach eine Farbe aufmalen und da drüber malen und dann könnte ich hier das ganz einfach einfärben. Also, einfach denken, in den einzelnen Pixelkomponenten, die da sind: Helligkeit, Farbton und Sättigung, das war es. Also, versuchen Sie so einfach wie möglich zu denken, das erleichtert manchmal die Beschäftigung mit dem Bild und die Bildbearbeitung ganz ganz deutlich. Viel Spaß dabei.