Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

OS X Server App (Yosemite) Grundkurs

Erweiterte Dienste

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Unter Mac OS X Server werden neben den "normalen" Diensten auch die erweiterten Dienste angeboten. Sehen Sie hier, wofür diese notwendig sind.

Transkript

In diesem Video möchte ich Ihnen die erweiterten Dienste vorstellen. Ziel dieses Video ist es nicht, Ihnen die erweiterten Dienste bis ins letzte Detail zu erklären sondern Ziel dieses Videos ist es, Ihnen einen groben Überblick über diese erweiterten Dienste zu geben, damit Sie dann im Alltag wissen, welcher von diesen Diensten für Sie von Interesse ist. und welcher Dienst für Sie eher weniger von Interesse ist, D amit Sie einfach schonmal grundsätzlich davon gehört haben. Ich werde hier von oben nach unten vorgehen. Die Sachen sind hier alphabetisch sortiert. Zuerst fangen wir mit dem DHCP-Dienst an. Kurz zu diesem DHCP-Dienst ein klitzekleines bißchen ausgeholt, und zwar bei den Computern ist es so, dass jeder Computer eine sogenannte IP-Adresse braucht. Bei dem Standard IPv4 ist es so, dass wir hier immer so Zahlen haben und zwar vier Zahlen, die getrennt sind durch einen Punkt. U nd jede dieser Zahlen kann jetzt Werte annehmen von 0 bis 255. Und jeder Computer muss eben so eine IP-Adresse haben. Jetzt ist es gerade in einem Firmennetzwerk sehr unangenehm, wenn man von Hand jedem Computer immer wieder diese IP-Adresse zuweisen muss. Bekommt man einen neuen Computer, muss man ihn einschalten, muss man diese IP-Adresse händig zuweisen. Das ist ein sehr nerviges Unterfangen. Und genau das muss man auch nicht machen. Nämlich mit dem Prinzip des DHCP-Servers kann man diesen Rechnern dann diese IP-Adressen automatisiert zuweisen. Wenn man also nun einen neuen Computer im Netzwerk anschließt, dann sagt dieser Computer: "Hallo, gibt es hier irgendwo einen DHCP-Server?" Dieser DHCP-Server würde sich melden und unter einem ganz bestimmten Regelwerk tut dieser DHCP-Server nun dem einzelnen Arbeitsplatz eine IP-Adresse zuweisen. In vielen kleineren Netzwerken ist es normalerweise so, dass man diesen DHCP-Server in der Regel auf seinem normalen Router laufen lässt, also auf dem Gerät, welches auch die Verbindung mit dem Internet herstellt, also dem DSL-Router in der Regel. Wenn man aber größere Netzwerke hat, wo man das Interesse hat, das interne Netzwerk vom externen Netzwerk so gut wie möglich zu trennen, beispielsweise auch durch eine Firewall, dann ist hier ein interner DHCP-Server auf einem eigenen Gerät und nicht auf dem Router sehr sinnvoll, und hier über Mac OS X könnten Sie diesen DHCP-Server auf Ihrem Server laufen lassen. Ein nächster Dienst, der auch etwas mit IP-Adressen zu tun hat, das ist der DNS-Server, der Domain Name Service. Wenn Sie in Ihren Webbrowser gehen und dort eine Internetadresse eingeben, beispielsweise www.google.de, dann kann der Computer erstmal mit diesem Namen nichts anfangen, weil im Internet nur diese gerade beschriebenen IP-Adressen funktionieren. nur die gerade genannten IP-Adressen sind es, die das System am Laufen halten. Aber diese IP-Adressen sind natürlich für den Menschen total unangenehm zu merken, weil Sie wollen sich ja nicht diese vier Ziffern merken, um auf den Server von google zu kommen. Und genau da macht dieser DNS-Server die Namensauflösung. Also, wenn Sie in Ihren Webbrowser www.google.de eingeben, dann wird diese Anfrage an den DNS-Server geleitet, der DNS-Server liefert die IP-Adresse zurück, und Ihr Browser sagt dann nicht mehr: "Ich möchte die Information von www.google.de haben", sondern: "Ich möchte dann diese Information von dieser bestimmten IP-Adresse bekommen". Und, wie gesagt, genau diese Namensauflösung macht eben der DNS-Server. Und auch dort ist es so, bei ganz kleinen Netzwerken wie man sie zu Hause beispielsweise hat, dort braucht man keinen eigenen DNS-Server, dort wird dann diese Funktionalität über den Router zur Verfügung gestellt. Hier, unter Mac OS X, wenn Ihr System ein bißchen größer wird oder wenn Sie ein paar andere Dienste benutzen wollen, dann müssen Sie auf jeden Fall hier einen DNS-Server laufen lassen, weil hier dann eine lokale Namensauflösung notwendig ist. Gehen wir hier zum FTP-Dienst, das ist ein Dienst der sehr alt ist bezogen auf das Internet. Das gibt es schon seit den frühesten Jahren des Internets, dass man in der Lage ist, von einem Server Daten auf einen anderen zu übertragen. FTP steht nämlich für File Transfer Protocol. Im Alltag, innerhalb eines Betriebes, innerhalb eines Büros benutzt man normalerweise keinen FTP-Server heutzutage. Dafür hat man die Dateifreigabe, das ist um Vieles komfortabler. Aber, Sie sehen es hier bereits, für Webseiten ist das auch heutzutage noch häufig das Standardprotokoll, um Daten von Ihrem lokalen Rechner z.B. auf einen entfernten Webserver zu übertragen, wird das heutzutage in den meisten Fällen nach wie vor über den FTP-Dienst gemacht. Und wenn Sie hier auf Ihrem Mac OS X Server ebenfalls so einen FTP-Dienst zur Verfügung stellen wollen, dann können Sie das hier über die erweiterten Dienste machen. Kommen wir nun zum Punkt NetInstall. Bei NetInstall geht es darum, dass man Installations-Images im Netz zentralisiert zur Verfügung stellt, damit andere Rechner von diesen NetInstall Images booten können. Beispielsweise haben Sie eine Umgebung mit 20-30 iMacs und einer dieser iMacs ist, warum auch immer, defekt. Die interne Festplatte, da liegt irgendwie ein Defekt vor, der Händler liefert Ihnen einen neuen und jetzt müssen Sie diesen neuen Rechner natürlich installieren. Jetzt könnte man natürlich alles händig installieren, also: Drangehen, Netzwerk, Word, Adobe Creative Cloud installieren, usw. usf. Das ist alles sehr müßig und insbesondere, wenn man das vielleicht häufig machen muss, weil es sich vielleicht um einen Schulungsraum handelt und in der Woche mehrmals alle Rechner dieses Schulungsraums auf einen definierten Ausgangszustand zurückgesetzt werden müssen, dann ist das eben sehr viel Arbeit. Nicht, wenn man den NetInstall-Dienst verwendet. Über den NetInstall-Dienst ist es möglich, den Mac zu booten, während des Bootens eine bestimmte Tastenkombination zu drücken und dann startet der Mac von diesem Server und kann dann hier diese Images direkt installieren und man ist dann direkt wieder auf einem definierten Ausgangszustand. Eine sehr praktische Angelegenheit, wenn man häufiger Rechner neu installieren muss. Kommen wir hier zu dem Punkt "Open Directory". "Open Directory" steht hier unter "Erweitert", und das macht vielleicht den Eindruck als wäre es ein nicht ganz so wichtiger Dienst, in Wirklichkeit ist es aber einer der wirklich sehr zentralen Dienste, unter Mac OS X Server, es ist ein Verzeichnisdienst. Ohne jetzt hier bereits zu weit auszuholen: Wenn man keinen Verzeichnisdienst hat, und hat vielleicht drei Server in einem Netzwerk stehen, dann müsste man auf allen drei Servern jedes Mal die Benutzer eintragen, die auf diese drei Server Zugriff haben sollen. Dann müsste man auch auf jedem dieser Server einzeln festlegen, welcher der Benutzer in welchem Verzeichnis Leserechte, Schreibrechte, usw. usf. hat. Bei einem Server mag das noch nicht viel Arbeit sein, bei zwei Servern mag es gerade noch handlebar sein, bei drei ist es schon eine Irrsinnsarbeit, bei mehr als drei Servern ist es eigentlich nicht mehr handlebar. Und genau dafür gibt es dieses Open Directory, diesen Verzeichnisdienst. Dann muss man die Benutzer nämlich nur auf einem Server eintragen. Alle Benutzer können dann zentralisiert auf dieses Open Directory zugreifen, bekommen von diesem Open Directory ihre Berechtigungen und damit hat dann der Benutzer auf alle Ressourcen im Netzwerk Zugriff, vorausgesetzt der Administrator hat es ihm erlaubt. Das ist eben dieser Open Directory Service. Kommen wir zu dem Punkt "Softwareaktualisierung" . Bei der Softwareaktualisierung geht es darum, dass man Updates, die Apple zur Verfügung stellt, zentralisiert an die Arbeitsplätze weitergeben möchte. Der Softwareaktualisierungsdienst arbeitet dabei eng mit dem Caching-Dienst zusammen. Aber der Caching-Dienst sorgt nur dafür, dass wir die Datenmenge, die über das Internet übertragen werden muss, reduzieren. Die Daten müssen nämlich dann nur einmal heruntergeladen werden. Bei dem Softwareaktualisierungsdienst, den man hier unten findet, hier ist es allerdings so, dass ich als Admin festlegen kann, welche der Updates wann und in welcher Situation denn aktiviert werden. Weil als Admin möchte ich vielleicht gar nicht, dass die Updates alle sofort eingespielt werden oder nur auf dem Rechner, aber auf dem Rechner nicht und auf dem Rechner ist dann das Update später drauf. Als Admin habe ich ein Interesse daran, dass ich als Admin festlege: Jetzt wird das Update installiert und zwar zwingenderweise auf allen Rechnern. Und genau das kann man mit dem Software- aktualisierungsdienst gewährleisten. Last but not least: Hier in dieser Liste haben wir noch das Xsan. Das ist ein Dienst, ob Sie mit dem jemals in Berührung kommen wage ich fast zu bezweifeln, weil es eine doch relativ teure Konstruktion ist. Man kann nämlich sogenannte Fibre Channels haben. Fibre Channels ist eine Netzwerktechnologie, ein bißchen wie eine Ethernetverkabelung, aber diese Fibre Channels haben primär ein Ziel, nämlich wirklich Datenübertragung und zwar nach einem bestimmten Prinzip. Und bei diesen Xsans und bei diesen Fibre Channel-System geht es in der Regel darum, entweder sehr, sehr viele Daten zur Verfügung zu stellen, also vielleicht mehrere 100 TB oder die Daten, die zur Verfügung gestellt werden extrem schnell an das System anzubinden, beispielsweise für die Videobearbeitung, wo wir mit großen Datenmengen zu kämpfen haben und diese aber auch noch sehr schnell an dem Arbeitsplatz benötigen. Und das ist eben über solche Fibre Channel-Systeme möglich. Dafür braucht man aber Adapter, Fibre Channel auf Thunderbolt, und damit kann man dann auf solche Fibre Channel-Systeme zugreifen. Im Alltag, ist meine Erfahrung, benutzen das eher sehr wenige Leute. Nun gut, nichtsdestotrotz, nun haben Sie hier auch erfahren, was es mit diesen erweiterten Diensten auf sich hat. Ich hoffe, Sie haben ein Gefühl dafür bekommen, wofür welcher Dienst notwendig ist, und ich hoffe auch, dass Sie ein Gespür dafür bekommen haben, welcher von diesen Diensten für Ihr Szenario notwendig ist und welcher dieser Dienste für Ihr Szenario überhaupt nicht notwendig ist, so dass Sie sich auch nicht damit befassen müssen.

OS X Server App (Yosemite) Grundkurs

Erweitern Sie Ihren Mac zum Server und nutzen Sie die Dienste, die diese kostengünstige App bereitstellt: Datei- oder Mail-Server, Backup-Zentrale, iPhone/iPad-Verwaltung uvm.

5 Std. 33 min (49 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!