InDesign CC Grundkurs

Erweiterte Absatzformate

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Diesmal lernen Sie, was sich hinter den erweiterten Absatzformaten verbirgt und was Sie über die einfachen Einstellungen hinaus noch alles bei einem Absatz einstellen können.

Transkript

Neben den eher allgemein gehaltenen Absatzeinstellungen, wie linksbündig, rechtsbündig und so weiter und so fort, gibt es auch noch ein paar eher spezielle Absatz-Einstellmöglichkeiten, die im Alltag aber durchaus sehr, sehr wichtig sein können. Und genau um die soll es hier in diesem Video gehen. Wie kommt man nun heran an diese etwas erweiterten Absatzeinstellungen? Naja, hier oben findet man sie nicht. Um daran zu kommen, ist meiner Meinung nach der einfachste Weg, indem man das dazugehörige Bedienfeld verwendet. Und zwar hier unter "Schrift und Tabellen". Dort haben wir dann den Punkt "Absatz". Wenn wir bei diesem Bedienfeld "Absatz" hier in dieses Menü hineingehen, dann haben wir hier diese erweiterten Absatzeinstellungen. Alternativ, wenn Sie dieses Bedienfeld nicht benutzen wollen, dann können Sie auch hier oben ein Menü aufrufen. Dort kommen Sie auch an die erweiterten Absatzeinstellungen. Da finden Sie nun aber nicht nur die erweiterten Absatzeinstellungen, da finden Sie auch die erweiterten Zeicheneinstellungen. Das macht das Ganze meiner Meinung nach dann doch eher etwas unübersichtlich. Bleiben wir hier mal bei diesem Bedienfeld und schauen uns das Ganze hier innerhalb dieses Bedienfeldes einmal an. Was wir dort für Einstellmöglichkeiten haben. Dort haben wir zum Beispiel die Möglichkeit zu sagen: "Nur erste Zeile am Raster ausrichten". Hier oben über dieses Symbol. Dort ist es möglich, den kompletten Absatz am Grundlinienraster auszurichten. Und über diese Möglichkeit hier können wir nur die erste Zeile am Raster ausrichten lassen. Die Funktion "Nur erste Zeile am Raster ausrichten" kann zum Beispiel dann spannend sein, wenn sie mit einer Marginalie innerhalb Ihres Buch- oder Magazinsatzes arbeiten, so dass die Marginalie sich immer auf dem Grundlinienraster ausrichtet, aber der Rest der Marginalie - und Marginalien werden häufig in einer kleineren Schriftart gesetzt als der Fließtext -, dass der sich dann eben nicht an der Marginalie ausrichtet. Okay, das soweit erstmal hier zu diesem kleinen Exkurs "Nur erste Zeile an Raster ausrichten". Was haben wir denn ansonsten noch für Einstellmöglichkeiten? Wir haben hier zum Beispiel die Möglichkeit, den Adobe-Absatzsetzer gegen den Ein-Zeilen-Setzer einzutauschen. Was bedeutet das jetzt? Jetzt habe ich hier mal diesen Absatz hier, und da werde ich das Ganze einmal ändern in den Ein-Zeilen-Setzer, und Sie sehen, der Zeilenumbruch hat sich hier an einer Stelle verändert. Tendenziell, ohne dass ich dafür meinen Hut verwenden möchte, ist es so, dass der Absatzsetzer von Adobe schönere Ergebnisse liefert. Diese schöneren Ergebnisse erkauft man sich aber mit einem Preis. Denn bei dem Adobe-Absatzsetzer versucht InDesign, den kompletten Absatz bezüglich der Zeilenumbrüche einigermaßen stimmig zu bekommen. Das hat aber eben zur Folge, dass es mir passieren kann, dass ich in der vorletzten Zeile etwas Text eingebe, und sich dann auf einmal die Umbrüche der darüber liegenden Zeilen mit verändern. Wenn ich also oben schon mit den Zeilenumbrüchen ein bisschen herumgefuhrwerkt habe und sage: Ha, jetzt sieht es gut aus, und ich dann unten nochmal Text eingebe, dann bin ich möglicherweise verwundert, um nicht zu sagen erbost, dass oberhalb von meinem eingegebenen Text sich ebenfalls die Zeilenumbrüche ändern. Und das ist eben beim Ein-Zeilen-Setzer nicht der Fall. Dann wird nur innerhalb der Zeile geschaut, dass alles schön ausschaut, dass alles reinpasst, und wenn ich jetzt in die vorletzte Zeile etwas eintippe, dann wird sich maximal in der Zeile selber oder in den darunter liegenden Zeilen der Umbruch ändern, aber niemals in den darüber liegenden Zeilen. Okay, probieren Sie es einfach mal ein bisschen aus. Die Standardeinstellung ist der Adobe-Absatzsetzer. Meiner Meinung nach die gute Wahl. Aber nichtsdestotrotz ist vielleicht mancher dazu geneigt zu sagen: Nee, nee, das ist mir nicht geheuer, ich verwende den Ein-Zeilen-Setzer. Was haben wir denn jetzt hier noch? Wir haben jetzt hier noch den sogenannten Flattersatzausgleich. Der Flattersatzausgleich funktioniert - wie der Name schon sagt -, nur wenn wir Flattersatz verwenden, also linksbündig, rechtsbündig oder zentriert. Funktioniert nicht beim Blocksatz. Dann versucht InDesign, hier hinten das Ganze so ein bisschen schöner laufen zu lassen, und insbesondere hier so eine leere Zeile, die ist dem Flattersatzausgleich eher ein Dorn im Auge. Das Ganze schalte ich hier mal ein, und dann sehen Sie, nun habe ich hier ganz zum Schluss keine leere Zeile mehr. Nun sind mehr oder weniger alle Zeilen gleichmäßig verteilt. Hier in diesem Fall ist das eher unschön, wenn Sie mich fragen. Deswegen würde ich persönlich das nicht für den normalen Fließtext verwenden. Aber wie schaut das Ganze nun bei einer Überschrift aus? Ich setze hier mal eine Überschrift hin. Damit es auch wirklich eine Überschrift ist, setzen wir das mal in einer größeren Schriftart, jetzt hier in 24. Hier...steht...nun...eine...Überschrift. Sie sehen, was passiert: Das hier ist jetzt nicht mehr ganz so schön. dass hier jetzt nur noch dieses eine Wort steht. Wollen wir mal gucken, was passiert, wenn wir nun den Flattersatzausgleich einschalten. Sie sehen: Jetzt ist dieses eine Wort noch in die nächste Zeile gewandert. Und nun ist die Überschrift deutlich harmonischer verteilt. Das hätte man jetzt natürlich auch händisch machen können, aber, man ahnt es schon, händisch bedeutet eben, dass Sie es von Hand machen müssen, dass es eben entsprechend Arbeit ist. Und wenn Sie diesen Automatismus verwenden, dann macht das Ganze eben InDesign für Sie. Was gibt es hier noch so für sinnvolle Einstellungen? Und zwar die Abstände. Die Abstände sind entscheidend, wenn man mit Blocksatz arbeitet. Wenn man mit dem Blocksatz arbeitet, dann muss irgendwie dafür gesorgt werden, dass es linksbündig und rechtsbündig ist. Und wo kommt jetzt der Leerraum her, um das Ganze hinzubekommen? Das geht hier über die Wortabstände. Also, der Wortabstand ist ja normal, und der darf dann maximal auf 80 % reduziert werden. Oder er darf maximal auf 133 % gestreckt werden. Der Wortabstand, also der Abstand, der hier zwischen den Wörtern ist. Der Zeichenabstand, der ist hier immer auf 0, 0, 0 % gesetzt. Das heißt, das Wort selber, der Leerraum hier innerhalb des Wortes, der bleibt immer unangetastet. Wenn man will, dass auch die Wörter größer werden, dann muss man das hier einstellen. Es gibt außerdem noch die Möglichkeit, die Glyphenskalierung einzustellen. Dann werden die Buchstaben breiter oder schmaler. Auch das ist eher mit Vorsicht zu genießen. Aber wenn man diese Werte sinnvoll wählt, kann man den Blocksatz damit an manchen Stellen noch optimieren. Die Einstellungen, die man wählt, die sind immer auch davon abhängig, wie breit denn Ihr Block ist, in dem Ihr Blocksatz stattfindet, wie breit also ihre Spalte ist. Dann haben wir hier den automatischen Zeilenabstand, Dieser automatische Zeilenabstand ist dafür verantwortlich, wenn wir jetzt hier eine 24-Punkt-Schriftgröße haben, dass dieser Wert mal 1,2 genommen wird, 120 %, und das ergibt jetzt in diesem Fall die 28,8. Wenn ich das hier also auf 130 setze, dann wird hier entsprechend ein anderer Wert gesetzt. Das sind mal so die wesentlichen Dinge, die man zu diesen Abständen wissen muss. Was gibt es denn sonst noch für sinnvolle Einstellungen hier? Naja, wir haben jetzt hier noch die Umbruchoptionen. Auch das ist im Alltag eine sehr sinnvolle Sache. Auch das möchte ich Ihnen hier an diesem Beispiel etwas näher bringen. Dazu werde ich zuerst einmal diesen Absatz ein wenig bearbeiten. So dass das Ganze dann auch Sinn ergibt. Und zwar haben wir ja hier einen Übersatztext. Diesen Übersatztext werde ich mal auf diese zweite Seite hinbringen. Alles, was hier in diesem zweiten Absatz, auf dieser zweiten Seite passiert, das ist eigentlich nicht so entscheidend. Sondern entscheidend ist, was hier auf dieser Seite passiert. Sie sehen, wir haben jetzt hier eine Zeile, und nun geht der Text hier drüben weiter. Hier kann ich dann zum Beispiel sagen: Nein, die Umbruchoption soll aber sein: "Zeilen nicht trennen". Am Anfang und am Ende sollen wenigstens immer zwei Zeilen da sein. Und wenn ich hier die Vorschau einschalte, sehen Sie, was passiert: Nun hat er mir dafür gesorgt, dass hier nicht eine einzelne, einsame Zeile steht. Der Nachteil: Sie sehen es, wir haben jetzt eine unschöne Lücke. Da muss man sich jetzt entscheiden, was ist einem letztendlich lieber. Ich kann auch hier sagen: "Alle Zeilen im Absatz" dürfen nicht getrennt werden. Das ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn man auch einigermaßen davon ausgehen kann, dass es passt. Ja, also, das sollte man nicht auf Gedeih und Verderb aktivieren. Denn wie gesagt, wenn es nicht passt, dann passt es nicht. Dann gibt es noch die Möglichkeit "Nicht von vorherigen trennen" und die Variante "Nicht trennen von nächsten" eins, zwei, drei Zeilen. Das hier ist insbesondere für Überschriften spannend, da kann ich hier diesem Absatz, dieser Überschrift beispielsweise sagen, die darf nicht von den nächsten drei Zeilen getrennt werden. Damit es eben keine unschönen Situationen gibt, dass auf der linken Seite beispielsweise die Überschrift steht, aber der komplette Text steht auf der rechten Seite. Oder noch viel schlimmer, auf der folgenden Seite, so dass man sogar umblättern muss, um den zur Überschrift gehörenden Text lesen zu können. Das sind alles Automatismen, die Ihnen im Alltag das Leben enorm erleichtern. Natürlich nicht, wenn man eine Visitenkarte baut. Aber für ein viele Seiten starkes Dokument oder ein Buchprojekt sind genau diese Einstellungen hier wirklich wichtig. Diese Einstellungen sorgen dafür, dass man abends früher nach Hause gehen kann. weil alles von allein funktioniert. In diesem Video habe ich Ihnen wichtige erweiterte Funktionen rund um die Absätze gezeigt, wie die Umbruchoptionen, die Abstände, und was für ein Unterschied darin besteht, ob man den Absatzsetzer oder den Ein-Zeilen-Setzer verwendet.

InDesign CC Grundkurs

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12 Std. 58 min (102 Videos)
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