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Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Erstes malerisches Umsetzen in der Detailausarbeitung

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Sind genug Grobdetails eingezeichnet, geht es daran, die Zeichnung malerisch umzusetzen. Mit dem borstigen, runden Spitzpinsel machen Sie sich am Pagodendach zu schaffen. Im Inneren folgen Lichtkonturen und der Altar.
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Transkript

Ich habe die Ausarbeitung mit dem gröbsten Pinsel noch außerhalb der Aufnahme etwas weitergeführt, bin durch's ganze Bild gegangen, und habe in gleicher Weise, wie wir es gesehen haben, überall noch ein paar Details hinzugefügt. Am wichtigsten ist die Veränderung hier im oberen Bildbereich, da habe ich ein paar Teile des Blätterdaches hinzugefügt, auf die noch etwas von dem ambienten Licht fällt, das auch hier den Rasen aufhellt, deshalb ist es auch ziemlich genau die gleiche Farbe. Auch da habe ich versucht einfach die Farben zu nehmen, die im Bild schon sind. Und jetzt ist es Zeit, jetzt sind genug Details mit grobem Pinsel hier im Bild untergebracht, dass man jetzt mal mit dem nächst feineren Pinsel arbeiten könnte, und das ist hier mein borstiger, runder, spitzer Pinsel; und mit dem werde ich mich erst mal hier an unser Pagodendach heranwagen. Da blende ich auch mal die Zeichnung ein, denn jetzt geht es letztendlich darum, die Details, die wir in der Zeichnung alle schön drin haben, auch wirklich mal umzusetzen, im Malerischen, denn die Zeichnung soll tatsächlich später kein Bestandteil unserer Illustration mehr sein. Das soll ein komplett gemaltes Bild sein. Und hier nehme ich mir jetzt das Schwarz aus dem Bild, und trage es mit geringerer Deckkraft, knapp 60 Prozent, hier auf, um die Rundungen der Dachpfannen zu schattieren. Im Grunde arbeite ich einfach die Zeichnung jetzt noch mal nach, nur eben mit mehr malerischen Mitteln. Das ist die erste Maßnahme. Ich stelle meine Deckkraft wieder auf 100. Also, hier die dunklen Linien der Zeichnung noch einmal nachzuempfinden, das ist die erste Maßnahme, als nächstes will ich sicherstellen, dass hier die Konturen dieser Dachpfannen, von der Seite gesehen, auch klar zu erkennen sind. Das sind tatsächlich immer die effektivsten Details. Diejenigen nämlich, die klar hervorstechen, weil sie vor einem kontrastreichen Hintergrund zu sehen sind. An diesen Details sollte man nie sparen, die Konturen von Objekten auszuarbeiten, die Zeit sollte man sich immer nehmen, dafür kann man tatsächlich sich oft eine Menge Detail innerhalb der Objekte sparen. Also, wie, so genau muss die einzelnen Dachpfannen jetzt im Inneren des Daches gar nicht ausarbeiten, wenn ich dafür im Gegenzug dafür sorge, dass hier meine Außenkontur gut zur Geltung kommt. Und da arbeite ich immer so ein bisschen vorwärts und rückwärts, das heißt mal male ich mit der dunklen Farbe Dachpfannen, mal hol ich mir schnell mit dem Pipettenwerkzeug die Farbe vom Hintergrund, und verfeinere dann die Kontur, wiederum von meinen Dachpfannen. Und wenn ich da jetzt nochmal rauszoome dann sieht man, dass diese Kontur dieser Dachpfanne wirklich sehr effektives Detail ist, da entsteht Schärfe, da entsteht für das Auge ein Anhaltspunkt, wie diese Form genau verläuft. Und dann kann ich tatsächlich solche Details wie hier, die Grenzen zwischen den einzelnen Dachpfannen, auch ein bisschen sorgloser angehen. Die sind am Ende gar nicht so entscheidend, da sind lockere Pinselstriche völlig ausreichend, um diese Information an das betrachtende Auge zu übermitteln. Hier können wir uns noch einmal Mühe geben -- so in etwa. Und um jetzt die Dachpfannen noch weiter herauszuholen, und das ist eigentlich das Schöne - weil es mir jetzt nämlich gerade auffällt, durch das Aufweichen in der früheren Phase, sind hier schon so ein paar Töne entstanden. Hier zum Beispiel ist so ein Ton, der ein bisschen so aussieht, als würde er sich hier ein wenig von dem Umgebungslicht, in den Dachpfannen, wieder finden. Leichte Aufhellung in dem Blau. Das kam wahrscheinlich hier aus dem Hintergrund, und genau diesen Ton verwende ich jetzt einfach auf allen Dachpfannen, um hier dem Ganzen so einen Glanz zu geben; das Gefühl, dass ich hier, auf der glatten Oberfläche der Dachpfannen, so ein bisschen das Blau aus dem ambienten Himmelslicht wiederfindet. Und das mache ich auch hier. Wenn ich jetzt mal die Zeichnung ausstelle, dass sie uns wirklich nicht mehr stört, dann sehe ich, wie effektiv das letztendlich ist. Und hier in dem stark verkürztem Bereich, wo es jetzt wirklich schwer würde, die einzelnen Dachpfannen darzustellen, reichen einfach ein paar angedeutete Striche, hell und dunkel -- so in etwa, um den Eindruck zu erzeugen, dass das Dach da auch genau so ausgestaltet ist, wie hier auf der Fläche, die wir deutlich sehen. Und hier, wo wir jetzt näher dran sind, können wir tatsächlich auch hier ein bisschen mehr ins Detail gehen, vor allen Dingen an den Konturen, das ist immer am effektivsten. Und im Innenbereich können wir wirklich auch ein bisschen freier sein. Die Beleuchtung hier, dieses Querbalkens von unten, die ist relativ auffällig, weil hier ein hoher Kontrast entsteht. Das ist also ein gutes Beispiel auch mal für einen Kontrast, der innerhalb eines Objektes entsteht, den man dann ruhig etwas besser ausarbeiten sollte. Und die Aufhellung hier an dieser Kante, die fällt so schmal aus, dass ich sie vorher gar nicht mit unseren feineren Pinsel hätte malen können. Und hier im Inneren, wo wir diese Reliquie, diese göttliche Darstellung haben, da reicht mir jetzt hier ein paar angedeutete Striche, nehme mir die Farben direkt aus der Umgebung, um hier so eine kleine Altarsituation zu gestalten. Da kann ich jetzt vielleicht noch ein paar gesättigte Variationen, der umgebenden Töne, reinpacken. Das sieht dann immer so ein bisschen nach Gold aus, können aber z. B. ein paar Blumen stehen, weiße Blüten, die auch das Ambiente-Licht aus der Szene aufnehmen. Ein paar dunklere, die mehr im Schatten liegen. Und die Logik, die jetzt dahintersteckt, hinter diesen einzelnen Schritten, ist eigentlich immer die gleiche. Es ist die Entscheidung, was für eine Farbe will ich einbringen, mal jetzt ganz konkret beschrieben an der Geschichte mit den Blüten hier. Ich hab' mich dazu entschieden, ich möchte weiße Blüten hier reinbringen, einfach um noch ein bisschen Kontrast hier in diesem Bereich zu haben. Welche Farbe könnten diese weißen Blüten haben? Nun, sie sind auf jeden Fall nicht weiß, weil das würde ja bedeuten, dass hier so helles Licht herrscht, dass wir die weißen Blüten, in ihrer eigenen Farbe, in ihrer lokalen Farbe, dann sehen würden. Wir haben ja eher ein dämmriges Licht, deshalb muss es dunkler als weiß sein, und weil wir hier so ein bläuliches Ambiente haben, muss ich auch dies irgendwie wiederspiegeln. Was jetzt natürlich hier noch hinzugefügt werden kann, ist, dass man sagt, okay, einige der weißen Blüten werden aber sicher auch beleuchtet, von dieser Situation hier in der Mitte, wo halt irgendeine Lichtquelle ist, aber einige davon liegen halt auch im Schatten, und das sind dann halt die drei Töne, die wir wählen. Die, vielleicht neutrale Beleuchtung, wie sieht die Blüte aus im neutralen, - also grundsätzlich im ambienten Licht der Szene, wie sieht die Blüte aus, wenn sie beleuchtet ist, von dieser warmen Lichtquelle, die z. B. auch hier die Balken und den Boden beleuchtet, und wie sieht die Blüte aus, wenn sie im Schatten liegt? Und so haben wir dann drei Farben bestimmt, die wir dann an dieser Stelle vermalen wollen. Und dann geht es letztendlich die ganze Zeit darum, lokal die Helligkeit noch ein bisschen zu differenzieren. Also, hier zu sagen, okay, ich bräuchte jetzt doch noch einen dunkleren Ton, um hier noch einen Schattenwurf einzutragen. Hier benutze ich wieder Farben aus dem Hintergrund, um den Umriss dieses Altars noch klarer darzustellen. Hier hinten ist es richtig dunkel, weil da auch kein Licht mehr, von dem Altar, hinfällt. Hier ist es wieder ein bisschen heller, so wie es auch eigentlich an dieser Stelle schon ist, weil hier mehr ambientes Licht aus der Umgebung hinfällt. Und das sind die Gedankengänge, in denen man letztendlich dieses Detail, hier bei dieser Pagode, hinzufügt.

Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Lernen Sie, worauf es bei der Gestaltung eines Hintergrunds ankommt, um Ihre Figur ins richtige Licht zu rücken!

2 Std. 29 min (19 Videos)
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