Excel 2016: Pivot-Tabellen

Erstellen eines Measure (DAX)

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Ab Excel 2016 ist es möglich, DAX-Measures ohne PowerPivot zu integrieren. Somit stehen normalen Pivot-Tabellen ganz neue Dimensionen im Bereich der Berechnungen zur Verfügung.
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Transkript

Ab Excel 2016 ist es nun auch möglich "DAX Measures", ohne PowerPivot zu integrieren. Somit stehen normalen Pivot-Tabellen ganz neue Dimensionen, im Bereich der Berechnungen zur Verfügung. Ich habe hier eine kleine Datenbasis. Ich habe extra eine ganz kleine Datei genommen, dass wir nachher, das was passiert sehr gut nachvollziehen können. Ich möchte ein ganz kleine Auswertung. Ich möchte nämlich pro Produkte-Gruppe oder pro Produkt hier, das Total des Umsatzes berechnen. Ich erstelle also über "Einfügen" "PivotTable" eine ganz normale Pivot-Tabelle, wo ich sage: Mich interessiert das "Produkt", und jetzt möchte ich noch den Umsatz summieren. Und jetzt, wenn wir hier schauen, haben wir ein "Verkaufsdatum", wir haben "Anzahl" und "Einzelpreis". Wir haben aber kein "Umsatz"-Feld. Aber der "Umsatz" generiert sich ja mit "Anzahl" mal "Einzelpreis". Also kann ich ja jetzt hingehen und ein "Berechnetes Feld" machen und das berechnen. Ich gehe also hier über die Registerkarte "Analysieren", über "Felder, Elemente und Gruppen", und mache ein "Berechnetes Feld". Das soll heißen "Umsatz". Rechnen will ich ="Anzahl" * "Einzelpreis", "OK". Und er macht das schön. Ich gucke nun diese Zahl an und denke mir: Das kann doch nicht sein, dass wir bei "DoTPro", 3900. Das ist ja extrem viel. Und ich traue dieser Zahl nicht. Was mache ich, wenn ich einer Zahl nicht traue? Ich mache auf dieser Zahl, in der Pivot-Tabelle, einen Doppelklick. Und schon wird ein neues Tabellenblatt generiert, mit allen Datensätzen, die er jetzt für diese Berechnung gebraucht hat. Das heißt, wir haben also vier verschiedene Bestellungen, wo wir das Produkt "DoTPro" verkauft haben, und ich sehe auch die "Stückzahlen" und den "Einzelpreis". Und ich gehe jetzt mal hin und mache die Kontrolle hier. Das sind ja nicht meine Basisdaten, sondern das ist wirklich eine Kopie von den entsprechenden Daten. Das ich nachher auch wieder löschen. Was mache ich hier? Ich mache natürlich jetzt die Kontrolle. =[@Anzahl]*[@Einzelpreis] Und mache jetzt hier noch über die Tabellentools eine "Ergebniszeile" rein, um das hier zu summieren. Und Sie sehen, es müsste 975 geben. Wir haben aber in der Pivot-Tabelle 3900 bekommen. Wieso das? Ich wechsle noch mal zurück, und zeige Ihnen jetzt, was Excel macht, wenn Sie ein "Berechnetes Feld" machen. Excel geht nämlich bei den berechneten Feldern hin, er macht zuerst die "Summe" über die Stückzahlen, dann die "Summe" über die Einzelpreise, und dann geht er hin und rechnet diese zwei summierten Werte, mal. Und das gibt dann diese 3900, die wir jetzt in der Pivot-Tabelle gesehen haben. Aber das ist natürlich nicht das, was wir gerne hätten. Das heißt, es wird nicht pro Zeile hier mal gerechnet, sondern zuerst summiert, und dann mal gerechnet. Das heißt jetzt also, es ist nicht möglich über ein "Berechnetes Feld" diesen Weg zu berechnen. Wie muss ich es machen, wenn ich 2016 habe? In älteren Versionen wären Sie jetzt vielleicht hingegangen, und hätten hier bei den Verkaufsdaten schon in den Grunddaten eine Hilfsspalte gemacht, und hier den Umsatz berechnet. Nur, wenn Sie dann tausende von Zeilen haben, und hier ganz viele Hilfsspalten machen müssen, schon in den Grunddaten, dann ist das nicht wirklich performant. Das macht der Excel sehr, sehr langsam. Bei so kleinen Daten wäre es unproblematisch. Darum möchte ich Ihnen jetzt zeigen, wie Sie das mit einem "Measure" lösen können. Ich schließe mal diese Datei, ohne zu speichern, und öffne sie nochmals, so dass wir sie wieder unverändert haben. Das heißt, ich beginne jetzt nochmals von vorne, wie ich richtig vorgehen müsste. Ich gehe also auf "Einfügen". Sage: Ich möchte eine Pivot-Tabelle erstellen. Und dass ich "Measures" überhaupt erstellen kann, muss ich jetzt dieses Häkchen setzen, "Dem Datenmodell diese Daten hinzufügen". Dann werden diese Daten in den PowerPivot-Bereich geladen, wo ich dann auch mit PowerPivot, auf diese Daten zugreifen könnte. Muss ich nicht zwingend, aber dass ich "Measures" berechnen kann, muss ich die Daten in das Datenmodell laden, auch wenn ich dieses dann nachher vielleicht nicht benutze. Ich bestätige mit "OK". Mache jetzt das gleiche, wie vorher. Ich sage "Produkt", das möchte ich. Und jetzt mache ich eben nicht ein "Berechnetes Feld", sondern hier, wo ich den Tabellennamen jetzt sehe, mache ich einen Rechtsklick, und hier ist der Befehl "Measure hinzufügen" versteckt. Ich wähle diesen nun an, und da kommt ein bisschen ein anderer Dialog, als bei den "Berechneten Feldern". Sie sehen, wir sind jetzt im Dialog "Measure" drin. Dieses "Measure" möchte ich natürlich auch wieder in der Tabelle "tbl_Bestellungen" hinzufügen. Der "Measurename" ist der "Umsatz". Ich kann auch eine Beschreibung, zum Beispiel, dass das "Umsatz Measure" ist. Und jetzt muss ich zur "DAX"-Sprache greifen. Die "DAX"-Sprache ist sehr mächtig. Das ist also die Formelsprache in PowerPivot. Und die, ich würde mal sagen, da könnte man locker jetzt drei Tage darüber referieren, was man da alles tun kann. Ich zeige Ihnen jetzt einfach mal ein Beispiel, das ist nämlich die "SUMX"-Funktion, die wir hier brauchen, um dieses Problem zu lösen. Das ist so wie "SUMMEWENN", die kennen Sie vielleicht von Excel her. Sehr, sehr ähnlich. Ich nehme jetzt diese Funktion, und wenn man die Syntax anschauen, dann sehen Sie, hier steht ja "Table". Also er will jetzt zuerst die Tabelle wissen. Unsere Tabelle heißt "tbl_Bestellungen". Das ist also der erst Parameter, in dieser Funktion. Und dann möchte er ein ";Expression". Und die "Expression" ist jetzt in diesem Fall meine Berechnung. Das heißt, ich müsste auch wieder über die Tabelle "Bestellungen", kann ich jetzt auf Felder zugreifen. Das wäre nämlich die "Anzahl", die ich ja brauche, und diese möchte ich mal rechnen. Wieder "tbl_Bestellungen[Einzelpreis]". Das kann ich immer mit der Tabulatortaste übernehmen, dass ich das nicht alles schreiben muss. Und dann kommt die Klammer zu. Also ich gebe ihm die Tabelle an und dann meine Berechnungen, auch wieder mit Bezugsname der Tabelle. Ich kann das auch gleich hier unten noch formatieren. Ich sage "Zahlenformat". Das ist das Schöne bei "Measure", dass man hier das Format gleich dem Feld mitgeben kann. Das geht bei den normalen "Berechneten Feldern" ja in Pivot nicht. Bei einem "Measure" ist das möglich. Ich sage also hier zwei Kommastellen, zum Beispiel. Was ich Ihnen empfehlen würde ist, immer diese "DAX"-Formel zu überprüfen. Also hier mal diese Schaltfläche zu drücken. Und der meint, wir haben noch einen Fehler drin. Ich habe es jetzt aber extra gemacht. Weil hier ein Schönheitsfehler nämlich drin ist. Sie haben vorher ja gesehen, da stand, ich soll ein Semikolon machen. Also es heißt hier, in der Vorschau sagte er, nach dem Tabellennamen soll ein Semikolon sein. Aber unten sagt er jetzt, das sei falsch. Man muss wissen, dass "Measures" mit Komma arbeiten, obwohl er das da oben so anzeigt. Also Achtung, wenn man ein "Measure" schreibt, immer das Komma zu nutzen. Sie sehen jetzt, wenn ich nochmal sage "DAX"-Formel überprüfen, dann ist es jetzt korrekt. Also die Anzeige hier oben, die ist leider falsch. Ich bestätige nun mit "OK", und wenn ich hier, bei den Felder jetzt hingehe, nach unten scrolle, dann sehen Sie hier jetzt, wie ein "Measure" mit diesem "fx" dargestellt wird. Und jetzt muss ich nur noch das Häkchen setzen, und jetzt haben wir die korrekte Berechnung für den "Umsatz". Sie wissen nun, wie mächtig "Measures" sind, und wie Sie zu Formeln in Pivot-Tabellen kommen, die weit über die Möglichkeiten von normalen Pivot-Berechnungen hinausgehen. "DAX" heißt also das Schlüsselwort.

Excel 2016: Pivot-Tabellen

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Erscheinungsdatum:13.04.2016

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