Das erfolgreiche Vorstellungsgespräch

Errechnen Sie Ihre Verhandlungsbasis

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Das hier gezeigte, einfache Rechenbeispiel berücksichtigt Fixkosten und Untergrenze bei der Ermittlung des Wunschgehalts.
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Transkript

Die Grundlage für jede Verhandlung ist Ihr Wissen über das Ziel, das Sie erreichen wollen. So ist es bei der Gehaltsverhandlung der Erhalt Ihres Wunschgehalts. Wie bei jeder Verhandlung gilt auch hier, dass Sie sich selbst einen Spielraum zurechtlegen sollten, in dem sich Ihr Gehalt einpendeln soll. Daher spreche ich im Folgenden von der Obergrenze und Untergrenze Ihres Wunschgehalts. Ich zeige Ihnen nun Schritt für Schritt eine einfache Rechnung, mit deren Hilfe Sie die Basiszahlen für Ihre Gehaltsverhandlung identifizieren können. Diese Berechnung dient ausschließlich Ihnen und Ihrem Wissen über den Verhandlungsspielraum bei der Gehaltsverhandlung. Für den Arbeitgeber ist diese Berechnung irrelevant, für Sie persönlich jedoch ein entscheidender Vorteil. Gehen Sie dazu wie folgt vor: Rechnen Sie zuerst aus, welche Fixkosten Sie pro Monat tragen. Diese erste Rechnung ist wichtig für Sie selbst. Zu den Fixkosten gehören z.B. Miete, Telefon- und Internetkosten, Versicherungen, Schulgeld für Kinder, Haushalts- und Lebensmittelkosten, sonstige Dauerabbuchungsaufträge, Kosten für das Auto etc. Auch unvorhergesehene Reparaturen oder Anschaffungen, wie z.B. eine neue Waschmaschine, sollten hier pauschal mit einberechnet werden. Bedenken Sie auch Kosten, die durch die Ausübung des neuen Jobs entstehen, oder wegfallen könnten. Ein Beispiel hierfür sind Fahrtkosten, Nahrungsmittel, Berufsbekleidung und so weiter. In diese Beispielrechnung trägt die Person Fixkosten von 850 Euro. Der nächste Schritt ist das Einbeziehen der Kosten, die für eine angenehme Freizeitgestaltung aufgewendet werden. Hier sprechen wir vom alltäglichen Luxus, der dazu beiträgt, Ihre Energie in Ihrer Freizeit zu erneuern. Hier können Sie sehen, welche Kosten dafür im Monatsdurchschnitt anfallen könnten. Beispielsweise, Restaurantbesuche, abendliche Aktivitäten, Urlaube, spontanes Shopping, Vereinsmitgliedschaften, Geschenke und Kosten für sonstige Hobbys. Ich nehme in diesem Beispiel 150 Euro als monatliche Pauschale für Freizeitgestaltung an. So komme ich auf eine Zwischensumme der fixen und variablen Kosten von 1000 Euro. Zu diesem Ergebnis addiere ich pauschal 20%. Diese 20% stehen für Inflation, weitere nicht bedachte Kosten, bessere Lebensverhältnisse durch die neue Arbeitsstelle und so weiter. Das könnte nun Ihre Netto-Untergrenze für die Gehaltsverhandlung darstellen. In diesem Beispiel beträgt diese 1200 Euro. Natürlich gilt diese Berechnung als Richtwert. Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse und berechnen Sie Ihre fixen und variablen Kosten individuell. Nun wird es Zeit in die Unternehmenssprache zu wechseln, und die Netto-Summen in Brutto-Summen umzurechnen. Brutto bedeutet, dass Ihr Entgelt im vollen Umfang, also inkl. Abzüge dargestellt wird. Netto-Summen entsprechen dem tatsächlichen Geld, das Ihnen zur Verfügung steht. Die bisher ausgerechneten Beträge sind Netto-Summen. Sie können mit Hilfe sogenannter "Brutto-Netto-Rechner" aus dem Internet ganz einfach die jeweilige Brutto- oder Netto-Summe ermitteln. Da Steuersätze in verschiedenen Ländern unterschiedlich sind, gehe ich in diesem Beispiel bei der Berechnung von einem fiktiven Durchschnittswert aus. Die Brutto-Summe beträgt hier 1600 Euro. Dieser Wert dient ausschließlich Ihrer Vorbereitung auf die Gehaltsverhandlung und kann Ihre persönliche Untergrenze darstellen. Als Obergrenze und Verhandlungsbasis dient eine Kombination aus der vorgesehenen Bezahlung und Ihrem subjektiven Gehaltswunsch. Das Internet bietet viele Möglichkeiten, um einen Gehaltsrichtwert für Ihre künftige Position zu ermitteln. So bieten viele Websites einen unabhängigen Vergleich je Position und Bundesland an, zum Beispiel die deutsche Website www.Gehalt.de Auch bei www.glassdoor.de kann man nach Durchschnittsgehälten je Unternehmen und Berufsbezeichnung suchen. Diese Websites sind auf Informationen von Usern angewiesen, deshalb sind natürlich alle Angaben ohne Gewähr. In Österreich finden Sie zusätzlich auf der Seite der Wirtschaftskammer Österreich Kollektivverträge, die das Mindestgehalt je Qualifikation vorgeben. Hier ist Verwendungsgruppe bezeichnet. In Kollektivvertrag können Sie definieren, welcher Verwendungsgruppe Sie angehören. Auf der Gehaltstafel sehen Sie nun das Minimum, das Ihnen das Unternehmen demnach und unter Berücksichtigung Ihrer Vordienstjahre gesetzlich zahlen muss. Unternehmen sprechen auch gerne von "Gehaltsjahressummen". Achten Sie dabei darauf, wie viele Monatsgehälte Ihnen pro Jahr ausbezahlt werden. Das wird in Deutschland unterschiedlich gehandhabt. In Österreich werden per Gesetz 14 Gehälte bezahlt. Merken Sie sich auch diese Zahl, um darauf vorbereitet zu sein, und nicht direkt in der Gehaltsverhandlung rechnen zu müssen. All diese Daten, Ihre subjektive Einschätzung, und etwaigen Angaben in der Stellenanzeige ergeben nun ein realistisches Bild, was Sie in dieser Position als monetäre Bezahlung erwarten, und mit welchem Gehaltswunsch Sie in die Gehaltsverhandlung gehen könnten. Dieses Beispiel soll nur eine Vorbereitung und Hilfe darstellen. Natürlich ist Ihnen freigestellt, unabhängig von diversen Berechnungen zu verlangen, was Sie wollen. Wichtig ist, dass Sie die Gehaltsverhandlung zufrieden und mit erreichten Zielen verlassen.

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Lernen Sie, wie Sie sich optimal auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten und Ihren potentiellen Arbeitgeber von Ihren Qualitäten überzeugen.

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Erscheinungsdatum:28.07.2016

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