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Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Panotour Pro

Ergänzung: Bodenretusche mit PTGui und Photoshop

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Wenn Sie kein Bodenbild aufgenommen haben, um das Stativ und den Panoramakopf aus dem Bild verschwinden zu lassen, müssen Sie den Boden retuschieren. In manchen Bildern ist der Boden allerdings nicht wirklich retuschierbar – dann machen Sie mit PTGui daraus ein "flaches" Bild, das Sie in Photoshop bearbeiten und danach wieder ins Panorama einfügen. So geht‘s!

Transkript

Nun möchte ich noch ergänzend einen Hinweis zur Retusche des Bodens geben. Die Bodenretusche und die Retusche von zum Beispiel sich bewegenden Personen und ähnlichen Dingen mehr. Das sind die Dinge, die hauptsächlich Handarbeit ausmachen bei virtuellen Touren und wo sich die Arbeitszeit sehr, sehr schnell verlängern kann. Wir haben ja bisher gesehen, dass man gerade mit "PTGui" und einem standardisierten Aufnahmeverfahren, immer dem gleichen Equipment, sehr, sehr viel Zeit sparen kann, weil man sehr viele Gemeinsamkeiten dazu nutzen kann mit Vorlagen zu arbeiten, mit Stapelverarbeitung und ähnlichem mehr. Ex bleibt aber, wie gesagt Handarbeit übrig. Und am meisten ist das, vorausgesetzt man möchte das machen, ist das dann wirklich die Retusche von Stativ, des Lochs im Boden und ähnlichen Dingen mehr. Da gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Verfahren. Hängt jetzt ein bisschen davon ab, was man noch an Werkzeugen hat. Wir gehen jetzt mal davon aus, dass wir Photoshop zur Verfügung haben und PTGui und sonst gar nichts. Und ich zeige jetzt mal einen einfachen Workflow mit dem man den Boden retuschieren kann. Wir sehen ja hier an dem Bild, der Boden selber ist ja extrem verzerrt bei einem equirectangularem Bild und lässt sich im Prinzip nicht wirklich retuschieren. Also dieser Streifen unten, um einen perfekten Fliesenboden zu kriegen, ist in dieser Perspektive, in dieser Projektion vollkommen unmöglich. Und das müssen wir jetzt ändern und da brauchen wir ein sogenanntes "Remapping" für. Das heißt, wir verändern die Perspektive für den Boden und machen eigentlich nichts anderes, als diese Kugelabwicklung, die wir hier haben, was ja ein equirectangulares Bild ist, umzubauen in einen Würfel und dann einfach die untere Würfelseite zu bearbeiten, die dann ein ganz normales rectilineares Bild ist mit rechtwinkligen Ecken und geraden Linien, die sich dann in Photoshop ohne weiteres retuschieren lassen. Ich öffne mal einfach dieses Bild und wir benutzen jetzt PTGui nicht als Titcher, sondern sozusagen als "Remapper". So nennt man das im Fachbegriff. Das heißt, wir machen und zu Nutze, dass PTGui eine ganze Reihe von Projektionen beherrscht und auch von einer in die andere konvertieren kann. Und ich öffne das Bild jetzt einfach mal mit PTGui und wir sehen jetzt hier, dass PTGui jetzt hier erkannt hat schon "Automatic". Es gibt auch keine EXIF-Daten, die wirklich darauf hinweisen, aber anhand des Seitenverhältnisses, dass exakt zwei zu eins ist, hat PTGui erkannt, dass es sich möglicherweise um ein equirectangulares Panorama handelt. Das ist auch richtig so und das wird dann auch hier angezeigt, wenn man hier den entsprechenden Button auswählt. Und das geht ganz einfach. Man kann das entweder, wenn man auf "Advances" geht unter "Panorama Settings" eintragen, indem man hier den Typ auswählt und hier die Größe auswählt. Aber hier geht es einfacher. Hier oben sage ich einfach "Kugel" und ziehe einfach diese Regler auf "360x180 Grad" auf und fertig ist es. Das heißt, wir haben jetzt das Eingangsbild genau so wieder hier in einem equirectangularem Panorama, nur diesmal besteht es eben nicht aus gestichten Einzelbildern, sondern aus einem einzigen Bild. Und was wir jetzt machen, wir ändern genau das wieder, was wir gerade gemacht haben und sagen, wir machen doch eine rectilineare Abbildung und drehen das Panorama nach unten. Und das können wir jetzt zum Beispiel machen, indem wir sagen, hier wir machen einfach eine numerische Transformation. Sagen einfach "Pitch -90", da gucken wir nämlich nach unten. So schaut das dann aus. Schaut noch ein bisschen nicht wirklich brauchbar aus was wir da haben, weil der Bildwinkel ist noch zu groß, denn wir sind ausgegangen von "360x180" und PTGui stellt bis zu 160 Grad in rectilinearer Perspektive auch dar. Das ist natürlich jetzt hier völlig krank verzerrt am Rand, deswegen geben wir jetzt hier das ein, was wir wirklich haben wollen. Und die untere Würfelseite, die muss exakt "90x90 Grad" sein. Und jetzt schaut die Geschichte so aus. Wir haben jetzt hier rechte Winkel, gerade Linien und das kann man ohne Probleme retuschieren. Und das ist jetzt unsere Ausgabe, die wir haben davon. Jetzt gibt es noch einen Schritt zu tun. "Create Panorama" und jetzt sagen wir mal "Set optimum size". Und das interessante dabei ist jetzt, wenn wir hier noch ein paar Einstellungen machen, ich gehe immer üblicherweise mit "TIFF" und "16 bits", das ist natürlich das, was wir vorher schon hatten, raus und so dass wir das auch in allen möglichen anderen Applikationen lesen können. Ganz wichtig. Und das Schöne ist jetzt, ich kann das jetzt hier mal direkt rechnen lassen. Ich speichere das mal in diesem Fall ab und sage mal einfach nur, ich nenne das dann meistens "Floor" und sage mal "Save", dann wird auch hier die entsprechende Ausgabe angegeben. "Set optimum size" setzt diese Würfelgröße in die exakt richtige Relation zu dem Panorama, was wir reingegeben haben. Wir können das jetzt hier rausrechnen und schauen uns das dann direkt im "Bridge" an. Und das ist jetzt hier das Bild und man sieht jetzt hier, das ist einfach ein sauberes Bild. Das können wir in Photoshop retuschieren. Bevor wir den nächsten Schritt tun und das wirklich in Photoshop dann uns vornehmen, sei hier noch ein sehr nettes, kleines Tool erwähnt mit dem man das Ganze nämlich dann auch später wieder relativ beschleunigen kann. Wir können nämlich diesen Prozess, das heißt, die Umwandlung von einem equirectangularem Bild in eine Würfelseite nach unten, was anderes ist das nicht, was wir jetzt gemacht haben. Hier eben "Rectilinear ('flat')" und hier sehen wir bei den "Image Parameters" "Pitch 90". Das ist nach unten. Und wir haben jetzt die Möglichkeit das einfach als Vorlage abzuspeichern, weil das ist wie so ein kleines Werkzeug. Das heißt, wir benutzen PTGui jetzt einfach nur so, als Remapping-Utility, um einfach nur schnell mal das Ganze unten rauszuziehen, einfach in eine retuschierbare Perspektive. So, und ich sage mal das heißt "equi_to_cubeface", ich mache es meistens auf englisch, "floor" und das speichern wir mal ab. Und das Schöne ist, dass man das jetzt einfach direkt auch benutzen kann. Wir können zum Beispiel jetzt nochmal nur probehalber einfach von dem anderen Panorama, wir nehmen mal das hier, da ist natürlich der Boden jetzt schon retuschiert, aber ich mache das mal auf. Öffne mit PTGui und sage jetzt hier nur "Apply Template", "equi_to_cubeface", "Panorama Settings", "Set optimum size" und dann kriege ich genau diesen Boden wieder hier raus. Kann ich jetzt auch wieder rausrechnen. Brauche ich natürlich hier nicht, weil das schon fertig ist. Aber das ist eine Möglichkeit mit der wir hier arbeiten können. Und "Don't save" und jetzt schauen wir hier, ich retuschiere das jetzt mal einfach nur, dass wir sehen, wie das funktioniert. So, ich öffne das mal in Photoshop. Hier in der Bridge ist ja ein Doppelklick, weil [inaudiable] immer mit Photoshop assoziiert. Und ich mache das jetzt mal ein bisschen quick and dirty, also Sie werden dann sicher da sehr viel mehr Energie reinstecken können. Und so ein Fliesenmuster kann man natürlich jetzt ganz gut reparieren. Das heißt, ich gehe meistens davon aus, dass ich hier einen Kopierstempel nehme. Mache das mal ein bisschen größer, meistens eine etwas härtere Kante, damit es nicht so komische weichgezeichnete Artefakte gibt. Also ich bin meistens um die 50 bis 60 Prozent unterwegs. Und das mache ich mal hier. Man kann das jetzt einmal ansetzen und zum Beispiel von hier einfach mal da reinmalen. So, hier in diese Richtung. Und irgendwann kommt dann, dann kommen so paar Wiederholungen. Gehe dann mal hier von der Seite aus da rein. Das ist natürlich jetzt nicht so ganz astrein und eben natürlich Bodenbild lohnt sich dann manchmal schon, weil natürlich gerade solche Aufhellungen dann eben nicht so ganz optimal sind. Mir geht es jetzt mal hier nur um das Prinzip zu zeigen, wie das funktioniert und wie man die Sachen dann später auch wieder reintegrieren kann. Ja, soll mal gut sein. Dann noch dieses Stückchen hier. Das ist natürlich jetzt schon ziemlich ärger Ähnlichkeitsunterschied. Sie sehen, wie es gemeint ist. Ist jetzt hier far from perfect. Und diese Sachen kann man jetzt mit "Dodge" und "Burn" und verschiedenen anderen Photoshop-Tools, also das hängt einfach davon ab mit was man es macht, muss ja auch gar nicht Photoshop sein, kann auch "Infinity" sein, oder was auch immer. Eigentlich egal, ich schließe das Ding, speichere das mal ab und werde jetzt dieses Quadrat, was ich habe, wieder rekonvertieren. Da kann ich auch wieder PTGui für nehmen. Weil das, was in die eine Richtung geht, warum soll das nicht in die andere Richtung gehen? Wir merken uns mal nur die Breite "16604". Öffne das mal in PTGui und er hat jetzt mehrere Bilder vom gleichen Typ gefunden und ungefähr um die gleiche [inaudiable]. Da sagt man natürlich immer "Nein", weil ich will nur dieses eine Ding haben. Und hier hat er jetzt ein rectilineares Bild mit 15 Millimetern Brennweite angenommen. Da müssen wir jetzt noch gucken, ob das dann alles passt. Ich gehe zunächst einmal auf "Advanced" und schaue mir mal diese Vorschau an. Was ich haben möchte? Ich möchte jetzt wieder ein equirectangulares Panorama haben. Hier drehe ich wieder die Regler ganz auf die Kante und sage jetzt bei den "Lens Settings" die 90 Grad, das hat er sich nämlich gemerkt, das ist hier in diesem Fall sehr vorteilhaft. Hier an diesen ganze Sachen wird überhaupt nichts geändert. Es wird auch nichts optimiert. Und das Einzige, was ich jetzt machen muss, bei den "Image Parameters" sage ich jetzt, okay "Pitch-90". So, und jetzt liegt das Ding hier unten am Rand. Und in der Vorschau sehe ich das auch so. Hier man sieht jetzt, hier ist meine Retusche, da kann man noch ein paar Spuren sehen. Aber die Retusche liegt am unteren Rand. Und jetzt sage ich "Create Panorama" und wenn ich nicht sage "Optimum size", dann stimmt das meistens nicht so ganz, deswegen muss man sich den Wert kurz nochmal holen. Es muss nämlich exakt gleich groß sein. Das heißt, hier das Originalpanorama hat 16604. Das heißt, hier fehlt noch viel. Manchmal liegt das um ein paar Pixel daneben. Da muss man ein bisschen aufpassen. Das Ganze geht wieder als "TIFF" raus. "16 bits" natürlich, immer beste Qualität. Und das speichere ich mal ab, als "Floor_remapped", nehme ganz gerne einen beschreibenden Namen und das rechne ich jetzt mal raus. Ja, und jetzt kann man diese Bilder miteinander kombinieren. Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine Möglichkeit, ich markiere beide und sage "Werkzeuge, Photoshop in Dateien laden", ist eine Möglichkeit. So, er arbeitet noch und wir sehen das andere Bild oben drüber und das sieht schon ziemlich perfekt aus. Hier sieht man hier die obere Ebene. Die ist natürlich deckungsgleich, weil wir immer nur ganz exakte Winkelmaße gemacht haben. Das heißt, ich kann jetzt hier den Rand noch ein bisschen verschleifen, wenn ich möchte und das ein bisschen nachbearbeiten. Und wenn ich das jetzt hier einfach mit "Command" oder "Steuerung E" hinuntergebe, sage "Ebene auf Hintergrundebene reduzieren", kann das Ganze dann "Speichern unter". Das wäre jetzt "05_halle_gang", ich mache meistens ein "fin" hintendran, wenn es ei Finale ist, oder "edited" oder was auch immer. So, und das war hier. Das wird gespeichert und wir haben es fertig retuschiert. Das heißt, das geht jetzt alleine nur mit Photoshop und PTGui das Ganze zu retuschieren. Und was ich eben jetzt noch vergessen habe, ist dieses "remapped". Das kann man natürlich auch mit "Save as Template", weil das ist auch wieder einfach ein standardisiertes Ding. Hier kann man einfach sagen, ich mache mal "Cube_floor" und drehe das genau "Cubeface_floor_to_equi", genau "Retour". So, und das kann ich jetzt praktisch auf eine Würfelseite, die ich mit der ersten Vorlage rausgerechnet habe, kann ich das jetzt hier genau wieder zurückwandeln. Das einzig wichtige ist, man muss immer gucken, dass es exakt die gleiche Größe hat, dann lässt sich das in Photoshop montieren. Wir könnten auch theoretisch das fertige Panorama, diese beiden, auch in PTGui öffnen. Machen wir das noch schnell, um das zu komplettieren. Und wir können jetzt hier dann einfach mit den Masken dann dafür sorgen, dass das hier ausmaskiert wird hier unten. So, dann den Eimer dazu, das hier unten füllen. Und das zweite, das hat eh eine Transparenz drin, einen Alpha-Kanal, wo ich das jetzt hier zusammenbaue und sage das ist equirectangulares Bild, dann passt das hier genauso. Also die Möglichkeit geht auch, da brauchen Sie nicht einmal Photoshop zum Zusammenbauen, sondern können das hier auch machen und dann am Schluss wird das live auch noch mal wieder rausgerechnet. "Render", "Set optimum size" und dann kann man das Ding hier wieder als "TIFF" rausrendern. Kann man so machen, oder so machen. Es ist im Prinzip egal. Geht mit Photoshop und mit PTGui gleichermaßen. Die können beide zusammen einfach Ebenen kombinieren. Das ist in dem Fall egal. Also das war jetzt mal ein Hinweis, wenn Sie den Boden nicht extra aufgenommen haben, sich nicht die Montage des Bodenbildes antun können oder wollen. Oder auch wenn das Projekt zu groß ist, dass es einfach ausufert von der Arbeit her, ist das also eine Möglichkeit die Handarbeit für ein solches Projekt ein bisschen zu vereinfachen und das geht eigentlich relativ flott, vor allen Dingen, wenn man bei diesem Mapping und Remapping, also bei dem Remapping in die eine Richtung und dann das Re-Remapping um genau zu sein und dann beides mit Vorlagen in PTGui regelt und dann immer nur noch die entgültigen Werte einträgt, dann hat man das in der Reihe.

Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Panotour Pro

Lernen Sie, wie Sie aus einzelnen Panoramen eine interaktive, klickbare Besichtigungs-Tour für die Präsentation im Web erstellen.

8 Std. 49 min (75 Videos)
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