Interkulturelles Verhandeln

Epilog

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Manfred Niedermeyer verabschiedet sich mit einer kurzen Zusammenfassung des Fallbeispiels und einer Erklärung häufig zu beobachtender intellektueller Verrenkungen.

Transkript

Erlauben Sie mir bitte am Ende dieses Video-Trainings noch eine kurze Zusammenfassung. Begonnen habe ich das Training mit der Geschichte von Herrn Müller, der in China an seine Grenzen stößt. Im Anschluss daran habe ich den chinesischen und deutschen Verhandlungsstil verglichen. Sie haben zwei Konzepte des Verhandelns kennengelernt das zyklische und das lineare. Dann habe ich diese Information wieder relativiert. Ja weil es halt auch Chinesen oder Deutsche gibt, die sich anders verhalten, als wir es von typischen Vertretern der jeweiligen Kultur erwarten könnte. Dieses Zurückrudern ist die typische intellektuelle Verrenkung, die Sie in interkulturellen Trainings immer wieder erleben. Im ersten Schritt gibt es kare Aussagen, wie beispielsweise zyklischer Stil. Dieses direkt übertragen von Kollektiv Eigenschaften auf einzelne Menschen verursacht allerdings dann beim Trainer ein Unbehagen das er dann wieder mit entsprechenden Relativierungen versucht zu beruhigen. Und diese Relativierungen können beim Teilnehmer zu Verunsicherung führen. Vielleicht haben Sie sich gefragt ja und was jetzt wie soll ich denn nun verhandeln linear oder zyklisch oder wie, rein in die Kartoffeln raus aus die Kartoffeln ja. Und deswegen habe ich einen zweiten Teil des Video-Trainings genau dargelegt, wie interkulturelles Verhandeln funktioniert. Hier haben Sie erfahren, wie Sie grundsätzlich mit unterschiedlichen Perspektiven umgehen. Denn die unterschiedlichen Perspektiven der Verhandlungspartner sind der kleinste gemeinsame Nenner im interkulturellen Verhandeln. It's a difference my friend. Und ich habe ferner erläutert, wie sie Plausibilität herstellen, Vertrauen aufbauen und dafür sorgen als Promoter eine Normalität zwischen den Verhandlungspartnern zu schaffen. Kurzum der zweite Teil des Video-Trainings baut auf dem aktuellen Stand von interkultureller Forschung und Erfahrung auf Zitat: Die traditionelle Vorstellung, dass ein Mensch in seine Kultur eingebettet ist, taugt nichts mehr. Das sind nicht meine Worte das ist von Stefanie Rathje aus ihrem Aufsatz: Titel - Multikollektivität. Aus dem Jahr 2014. Und sie sagt in diesem Aufsatz weiter Zitat: Dass jedes Individuum gleichzeitig Teil zahlreicher Kollektiv und damit auch Kultur Zusammenhänge ist. Wir sind in diesem Sinne also Bäume. Die paradoxerweise gleichzeitig in verschiedenen Wäldern stehen. Zitat Ende. Also Menschen sind Mitglieder unterschiedlicher Gruppen. Sie sind Bäume in unterschiedlichen Wäldern. Sie verfügen gleichzeitig über unterschiedliche Handlungslogiken. Logiken, die durch die Konventionen und Riten der jeweiligen kollektive mitbestimmt sind. Menschen können das und machen das in Widersprüchen leben. Beispielsweise gibt es den Manager dem Fußballstadion in der Fankurve die Sau raus lässt. Und der dann am Abend im feinen Zwirn seine Frau in die Oper führt. Und der sich dort über den Nebenmann ärgert, der mit dem Bonbon Papier raschelt. So ist das Leben. Widersprüche gehören dazu. Im interkulturellen Slang reden wir von der multiplen Persönlichkeit. Das ist keine Krankheit, jeder von uns ist multipel mal mehr mal weniger und je mehr Globalisierung, je mehr Internet und Medien, umso multipler werden wir. Und das ist die aktuelle Herausforderung auf der einen Seite wollen wir eine einfache klare Welt. Wir wollen Widerspruchsfreiheit und Konsens, wir sind so konditioniert und deswegen wollen wir auch Trainings und Fortbildungen, die frei von Widersprüchen und von intelektuellen Verrenkungen sind. Die meisten interkulturellen Trainings bedienen auch dieses Verlangen nach Normalität und klaren Zuordnungen. Der Chinese ist und bleibt Chinese. Übrigens, danke dass Sie mir immer noch zuhören. Das bedeutet ja, dass Sie einen neuen Erklärungen und Gebrauchsanweisungen interessiert sind. Sie wissen jetzt mehr, Sie können jetzt besser interkulturell Verhandeln. Jede Verhandlung ist in der Grauzone des sowohl als auch. Ihr Verhandelungspartner ist ein Vertreter seiner Kultur aber eben auch ein Individuum, das seine ganzen eigenen Erfahrungen mit in die Verhandlungen hinein nimmt. Jede Verhandlung ist eine neue Herausforderung und eine neue Chance. Sie können jetzt Promoter, Sie wissen jetzt, wie Sie mit Unterschieden umgehen, Sie haben viele Tricks kennengelernt und ein umfassendes Rüstzeug im Rückenteil des Video-Trainings bekommen. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und für die Zeit, die Sie sich für das Training genommen haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer nächsten interkulturellen Verhandlung. Danke und Tschüß.

Interkulturelles Verhandeln

Lernen Sie an einem Beispiel die Fallstricke des interkulturellen Verhandelns kennen. Anschließend erfahren Sie, warum es an welchen Stellen schiefgeht und wie Sie das vermeiden.

1 Std. 47 min (20 Videos)
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Erscheinungsdatum:26.01.2016

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