Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Entwickeln der Bildserien

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Bei der Entwicklung, der vorbereitenden Bildbearbeitung in Lightroom, muss die gesamte Bildserie, aus der das Panorama entstehen soll, die exakt gleichen Einstellungen aufweisen. Sehen Sie hier, wie das sichergestellt werden kann.

Transkript

Machen wir uns nun an die Entwicklung, das heißt, die eigentliche Bildbearbeitung dieser Panoramaserie. Man fängt üblicherweise mit dem Weißabgleich an, das ist hier in unserem Fall etwas schwierig, weil wir hier schon ein bisschen Mischlicht haben, wir haben hier oben Neonröhren an der Decke, wir haben ein Oberlicht mit Tageslicht und wenn wir hier rausschauen, das ist zwar nicht so sehr dominant, aber wir haben hier eine Tageslichtsituation draußen in der Landschaft mit sehr viel Blattgrün, das heißt also, eine ordentliche Mischung an Farben. Zudem haben wir dann noch, was die Sache noch ein bisschen verschärft, aber das ist nicht ganz untypisch für solche Panoramasituationen wo wir ja den ganzen Raum erfassen wollen - wir haben am Fußboden natürlich noch ein Parkett was vor allen Dingen in der Mitte, man sieht das hier an den Reflexen, ziemlich beleuchtet wird, und dann auch einfach vom Boden her noch mal so ein warmes Reflexlicht in den Raum reinwirft. Und dieses warme Reflexlicht, das kommt vor allen Dingen hier in den Schattenpartien zum Tragen, die eben nicht von oben beleuchtet werden, sondern eher von unten vom Fußboden. Und da haben wir also eine ganz hübsche Mischlichtsituation, das heißt, alles was wir hier in Richtung Weißabgleich veranstalten, ist mehr oder weniger ein Kompromiss, also hier sieht man, zum Beispiel bei diesem Bild sieht man eigentlich sehr schön wo war es, hier in der Ecke, hier sieht man es sehr schön, dass eigentlich diese Schattenbereiche hier sehr stark vom Parkettboden beleuchtet werden, also richtig so ein warmer Braunton hier. Das heißt, das wird in erster Linie mal ein Kompromiss sein, und wir werden da ein bisschen herumschrauben müssen, da gibt es keine wirklich gültige Regel, das muss man am Ende wahrscheinlich auch erst mal beim fertigen Panorama dann wirklich noch mal vom Ton her ein bisschen überprüfen, und gucken wie dann der Look von der Geschichte insgesamt ausschaut. Das ist jetzt hier bei den Einzelbildern zwar schon mal so grob summarisch ganz zu beurteilen, was da auf uns zukommt, aber es ist auf jeden Fall immer noch eine Geschichte, die man letztlich erst wird beurteilen können, wenn das Panorama als komplettes Bild vor uns liegt. Gut, ich gehe mal auf das erste Bild. Wichtig ist nach wie vor, alle Bilder markiert und Automatisch synchronisieren ist aktiviert, das heißt, alles was wir jetzt machen, wird auch wirklich für alle Bilder passieren. Ich gehe jetzt mal hier rein und suche mir mal meinen Colorchecker, man sieht jetzt hier den Ausschnitt, Colorchecker mal mit einem von diesen beiden dunkleren Grautönen, die nehme ich normalerweise dafür, und sage mal hier, oder ich nehme mal den, man sieht jetzt hier schon, dass die Werte für R,G und B nicht wirklich gleich sind, und wenn man jetzt hier mal draufklickt, dann kann man jetzt hier gucken, wie verändert sich der Weißabgleich. Eine Geschichte, die bei Lightroom prinzipiell ein bisschen nervig ist, im Gegensatz zu Photoshop ist, der Weißabgleich der funktioniert wirklich mit 1 Bildpixel, und man sieht jetzt hier zum Beispiel, wenn ich hier nur in diesem grauen Quadrat herumfahre, dann sieht man hier die Vorschau im Navigator, wie das Bild mit einem Klick auf diesen Punkt ausschauen würde, wenn ich den als Weißabgleich nehme, das driftet manchmal in die Rote, das liegt einfach am Bildrauschen, und das Farbrauschen das geht halt immer mal in die eine, mal in die andere Richtung, man kann das gar nicht so weit eliminieren, dass das nicht funktioniert, Photoshop hat zum Beispiel für diesen Zweck, dass er einfach einen Durchschnitt von 5 x 5 Pixeln nimmt, das heißt also hier in unserem Fall, nicht das mittlere Pixel mit dem Fadenkreuz nimmt, sondern im Prinzip einen Durchschnitt aus allen 25 Feldern die wir hier sehen nimmt, das heißt, man muss hier irgendwie gucken, hier schon eine Entscheidung treffen, dann schaut das eigentlich mal halbwegs gut aus, und ich würde mal sagen wir machen das mal so, da ist nicht so viel ein Rotstich drin, aber wir werden dann später die ganze Feinabstimmung von den Farben, das werden wir später dann eigentlich erst am kompletten Panorama vornehmen, wenn wir das als Ganzes beurteilen können. Das ist mal so eine erste Richtung in die wir hier gehen, wo wir uns mal noch nicht so viel Sachen verhauen für die Zukunft, aber wo das schon mal so ein bisschen, in eine bestimmte farbliche Richtung geht, dafür ist das jetzt gut. Bei manchen Räumen, die einheitlich beleuchtet sind, da ist das meistens eine relativ einfache Geschichte, das funktioniert ziemlich zuverlässig. So, ich gehe da mal mit der Spacetaste wieder raus, Jetzt können wir gucken, wie sich die anderen Bilder verhalten in diesem Raum, man sieht, dass es noch sehr warm ist, aber das liegt einfach wirklich an dem Parkettboden, und das gucken wir uns dann einfach später noch an, aber im Prinzip schaut das mal ungefähr so aus, wie ich es in Erinnerung habe dort, also der Raum hat ein relativ warmes Ambiente innendrin. Und jetzt kommt der nächste Teil der eigentlich relativ spannend ist, jetzt müssen wir einfach bei diesen Bildern, die eben ganz bewusst auch in RAW aufgenommen sind, das heißt, dass wir zwischen den hellen Lichtern, die wir hier zum Beispiel in dem Oberlicht haben, und den finsteren Ecken, die wir hier zum Beispiel haben, zwischen diesen schwarzen Schaltpaneelen, da ist halt relativ viel Platz dazwischen, und jetzt ist es mal ganz sinnvoll, wieder mit der Taste J oder mit einem Klick auf diese beiden Dreiecke hier oben, einfach die Clipping-Warnung, so heißt das auf Englisch, einfach die Bereiche, wo das ins Weiße ausfrisst, beziehungsweise ins Schwarze absäuft, diese Bereiche mal zu identifizieren, und auch mal so weit zu regeln, dass wir da einigermaßen den Tonwertumfang, den wir hier haben, und der auch hier vom Histogramm angezeigt wird, bewältigen können. Also hier wäre jetzt einmal die erste Maßnahme, das ist sicher eine der hellsten Partien im Bild, muss dann später noch ein bisschen checken, aber im Prinzip sollten wir das mal als Ausgangspunkt nehmen, und ich drehe mal hier den Weißpunkt ein bisschen nach unten, und dann sieht man, dass das weniger wird, aber der Effekt ist nicht überwältigend, das heißt, da sollte man also nicht so viel machen, dann lasse ich den meistens sogar so stehen. Sehr viel effektiver ist bei diesen Sachen, dass man einfach mal den Lichterregler nach links zieht, und dann verschwinden mal diese ausgefressenen Bereiche schon ziemlich gut. Man sieht, dass die Lichter immer noch relativ wenig Zeichnung haben, ist aber jetzt in diesem Fall mal okay, und wir sehen auch hier die Lichter haben einen relativ schmalen Spike, und so was ist immer ein Zeichen im Histogramm, dass etwas wenig Zeichnung hat. Wir können das uns jetzt mal hier noch ein bisschen im Detail angucken, indem wir hier reinzoomen, und das Glas ist so ganz leicht geriffelt, aber jetzt sieht man hier zum Beispiel, dass das eigentlich, man sieht das hier bei der Überbelichtung, sieht man diese Struktur so ein bisschen. Aber diese Struktur holen wir eigentlich nicht wirklich rein, jetzt kann man dann hergehen, wenn man das wirklich noch haben möchte, ein bisschen die Belichtung runterdrehen und jetzt kommt diese Struktur so ganz leicht raus. Man muss da ein bisschen vorsichtig sein, ich mache jetzt mal vorläufig mal eine Blende runter, und jetzt haben wir hier so ganz leicht eine Struktur in dem Weißen drin, das heißt, das wäre jetzt einmal das obere Ende von unserer Skala, und was man jetzt noch machen kann, man kann das noch ein bisschen wieder hochfahren mit dem Weißen - Tick dagegen - aber so, dass man hier den Raum zwischen dem wirklich, dem Übersteuern und der Zeichnung noch ganz gut ausnutzen können, also gerade so einmal. Das wäre jetzt schon sehr scharf an der Kante hier das Ganze, aber für die Lichter würde das im Moment mal funktionieren, wir sind im Moment aber mit einer Blende Unterbelichtung. Und jetzt geht es einmal an die Tiefen, und da suchen wir uns jetzt natürlich mal eine Situation aus, wo das was bringt. Man sieht jetzt hier schon blaue Geschichten, das ist ein Schatten unter diesen fünf Apparaturen hier, das ist eigentlich so ziemlich die dunkelste Stelle im Bild, wir kontrollieren das vielleicht noch mal bei ein paar anderen Bildern, aber das ist ziemlich ähnlich, diese dunklen Bilder werde ich hinterher noch ein bisschen in die andere Richtung puschen. Und hier haben wir auch ähnliche Situationen, das heißt, wir suchen jetzt mal dieses Ding aus, oder dieses und gucken mal, dass wir mit Schwarzregler mal so weit hochfahren, dass diese blauen Sachen verschwinden, und dann gucken wir mal, was wir hier so an Zeichnung rausholen können. Und da ist natürlich nicht klar, da müssen wir mal den Tiefenregler ein bisschen aufreißen und da sieht man jetzt, wenn der auf 100 steht, dass da nicht so wahnsinnig viel kommt, und insgesamt am Histogramm erkennt man jetzt bei diesen Situationen auch, dass wir hier noch ziemlich linkslastig sind, das Ganze ist alles noch ein bisschen dunkel, und das heißt, hier würde ich jetzt zum Beispiel, das wieder so machen, hier sieht man auch zum Beispiel durch das Hochziehen des Tiefenreglers, gibt es hier bereits oben Effekte, das heißt, wir sollten einmal einfach schauen, dass wir hier das Weiß wieder ein bisschen zurückdrängen, und eventuell jetzt mal ein bisschen mit der Belichtung hochfahren, und hier oben noch etwas mit den Lichtern wieder dagegen steuern, dass man irgendwie einen Kompromiss findet, jetzt sieht das hier unten schon ganz gut aus. Und jetzt schauen wir uns das aus, jetzt kann man ein bisschen was erkennen, wir gucken mal ein bisschen auf den Fußboden, und zwar diese Situationen hier. Und jetzt fängt das an, eigentlich gut durchgezeichnet zu sein das Ganze, und wenn das alles passiert ist, wenn man also das grundsätzliche Tonwertgefüge, zwischen Schwarz und Weiß im Griff hat, dann sollte man bei diesen Sachen, einfach noch ein bisschen den Kontrast hochziehen, so dass man hier - aber nicht sehr stark - so dass man einfach da ein bisschen - dass das Bild einfach ein bisschen mehr "poppt" und dann hier noch ein bisschen so Detailstrukturen, das kann man gerade an solchen Sachen eigentlich ganz gut erkennen, die Klarheit sollten wir aber nicht zu viel machen, man sieht auch hier schon so ein bisschen die Effekte von der Schärfung, wobei das hier jetzt am Bildrand ist, also dieses, das 10 mm Objektiv hier, das 10-22er das neigt dazu gerade am Bildrand von der Bildqualität her ziemlich abzubauen, auf der anderen Seite wird aber dieser Bereich der hier jetzt so ein bisschen unscharf ausschaut, der wird ja später im Panorama sozusagen nach innen in die Kugel gebogen, das heißt, hier wird das Bild eigentlich später verkleinert in diesen Bereichen, und wir gehen aber mehr in den mittleren Bereich, das schaut eigentlich sehr gut aus, also man kann hier wirklich Details erkennen, und das ist schon ziemlich okay so. Das heißt einmal, das wäre so die Bildbearbeitung in groben Zügen, man sollte das noch ein bisschen durchchecken, hier für die einzelnen Bilder und jetzt kommt am Schluss noch ein Manöver, wo man eben mal wirklich jetzt die einzelnen Bilder, die etwas zu dunkel sind durch die ziehenden Wolken, noch ein bisschen separat bearbeitet, und jetzt muss man ein bisschen aufpassen, ich drücke jetzt mal cmd+D, um die Auswahl aufzuheben, jetzt ist die Autosynchronisation abgeschaltet, weil gar kein Bild markiert ist und jetzt nehme ich mir einzelne Bilder vor, man sieht auch hier dieses synchr. steht hier nicht mehr, und ich gebe jetzt mal hier so gefühlsmäßig ein bisschen Gas, ich mache die Vorschau ein bisschen größer, so dass man es besser erkennen kann, ich möchte mal das ungefähr so hell haben wie die Nachbarbildchen, und das schauen wir jetzt mal ein bisschen an, und ich schätze mal, dass es etwa eine Blende ist, so, dann waren hier noch ein paar, diese vier, die waren etwas zu dunkel, das ist aber nicht viel, da kann man noch ein bisschen Stoff geben und dann hat es irgendwo bei den nach unten, noch irgendwo einen gegeben, ich würde mal sagen der, der kann noch ein bisschen Belichtung vertragen. Wir können das dann im Finetuning später noch im Panoramaprogramm machen, dort lässt sich für jedes einzelne Bild auch noch mal die Belichtung anpassen. Und man kann es auch noch mal im Gesamten anschauen, indem wir einfach ins Bibliotheksmodul zurückwechseln, dort die Ansicht ein bisschen verkleinern, dann in dieser kleinen Ansicht fällt dann oft auch einfach so ein Ausreißer in der Belichtung mal ein bisschen mehr auf, ich mach mir ein bisschen mehr Platz, aber ich würde sagen, das kann man jetzt im Prinzip mal so lassen, und die Bildbearbeitung damit eigentlich für beendet erklären. Hier wäre noch zum Beispiel die Möglichkeit, die Beiden ein bisschen heller zu machen. Und das können wir aber auch zum Beispiel hier einfach machen, mit der Ad-hoc-Entwicklung, das ist auch eine Möglichkeit, einfach hier Belichtung mal eine Blende rauf, gucken wir uns mal kurz an, wie das wirkt, ich schätze mal ist ein Blende, ja kann man lassen. Das heißt, kann man auch hier - also ganz grobe Belichtungsgeschichten kann man direkt im Bibliotheksmodul über die Ad-hoc-Entwicklung machen, da muss man nicht jedes mal zum Entwicklermodul rüber. So, das wäre mal die Bildbearbeitung, die wie gesagt immer so eine "Kompromissschaukelei" ist zwischen den hellsten und den dunkelsten Stellen, wo man immer die ganze Serie betrachten muss, ziemlich viel hin und her schalten, um dann rauszukriegen wie man am besten einfach die gesamte Bildserie zwischen der hellsten Stelle im hellsten Bild und der dunkelsten Stelle im dunkelsten Bild, über einen Kamm bekommt, um eine einigermaßen homogene Bildserie für die Panoramamontage zu bekommen. Wenn die Belichtungssituation konstant ist, dann ist das sehr viel einfacher als hier, wo wir diese Schwankungen mit den ziehenden Wolken drin haben. Also so weit mal zur grundsätzlichen vorbereitenden Bildentwicklung, bevor die Bilder jetzt dann für das Stitching vorbereitet werden.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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