Photoshop: Verflüssigen

Elemente des Modells separieren

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Um Körper und Kopf getrennt voneinander bearbeiten zu können, stellen Sie beide Teile einzeln frei.
11:25

Transkript

In diesem Projekt möchte ich mit Ihnen einen Comic-Charakter erzeugen und zwar so einen kleinen bockigen Comic-Charakter, so ein kleines Mädchen, was ein bisschen bockig dreinschaut. So, wie sie jetzt schon bereits, aber natürlich etwas übertriebener. Und falls Sie die Verfilmung von "Alice im Wunderland" gesehen haben, dann kennen Sie sicherlich auch die Königin mit ihrem großen Kopf und so etwas in der Richtung schwebt mir vor und ja, dazu müssen Sie zunächst einige Vorbereitungen treffen, damit Sie es ein bisschen einfacher haben, denn wenn Sie einfach jetzt hier mit dem Verflüssigen anfangen, dann wird das Ganze sehr aufwändig und zum Schluss haben Sie dann viele auffällig verschmierte Pixelspuren und das wollen wir doch vermeiden. Also werden wir zunächst einmal den Kopf und den Körper voneinander trennen, so wie auch bei "Alice im Wunderland" die Königin es ständig fordert. Also ab mit dem Kopf. Und dann werden wir diese auf eigene Ebenen bringen und einen neuen Hintergrund einfügen. Ja, das machen wir jetzt alles in diesem Film. Also viel Spaß beim Mitmachen und Nachbauen. Zunächst einmal werden wir den Kopf auswählen. Und das machen wir hier ganz einfach mit dem Schnellauswahlwerkzeug, weil wir haben ja hier den Vorteil, dass sich der Kopf vor dem neutralgrauen Hintergrund vor dem ich fotografiert habe, sehr gut abhebt. Müssen mal schauen, hier oben ist das Grau recht ähnlich, aber das lässt sich dann schnell beheben mit dem Lasso, oder auch mit dem Pinsel im Maskierungsmodus. So, hier die Linie ist ein bisschen problematisch. Da sollten wir etwas genauer arbeiten, also nehme ich mir hier das Lasso-Werkzeug und lasse hier los. Hier mache ich genau das Gleiche. Also Alt-Taste halten, um hier einen Bereich abzuziehen und dann hier nochmal ebenso. So am Ohr, da haben wir genau das gleiche Problem. Bevor ich mich hier lange mit dem Schnellauswahlwerkzeug herumärgere, mache ich das lieber schnell mit dem Lasso. Und mit gehaltener Shift-Taste fügen Sie dabei Bereiche hinzu. Mit gehaltener Alt-Taste ziehen Sie Bereiche ab und das geht dann wirklich recht fix, gerade wenn Sie wie ich hier auch ein Stifttablett haben, ist das Ganze gar kein Problem. So, und das sollte ganz gut aussehen. Ich kontrolliere mal. Ja, also letztendlich kann man zum Schluss der Comicumwandlung auch noch einen Malfilter über das Bild legen, so dass solche Kanten hier dann keine Rolle mehr spielen. Aber wir gehen mal davon aus, dass wir das Ganze etwas fotografischer belassen möchten. Und diese helle Kante hier unten, die könnte später vielleicht stören. Also hier wiederum mit gehaltener Alt-Taste reingehen und diese ruhig einfach mal abschneiden. So. Dann müssen wir natürlich noch einmal "Kante verbessern" hinterherschicken, beziehungsweise "Auswählen und maskieren". Hier fügen wir eine weiche Kante hinzu. Das machen wir aber später. Zunächst einmal erhöhen wir hier den Radius und malen einmal mit dem "Kante verbessern"-Pinsel hier oben über die Haarkontur, damit diese etwas Struktur bekommt und nicht so angeknabbert aussieht. So, und das soll für diesen Zweck einfach mal genügen. Ich würde sagen, hier klicke ich mal auf "OK". Und diese Kontur hier, die hätte ich gerne etwas glatter und vielleicht mit einer etwas weichen Kante versehen, also gehe ich nochmal in "Auswählen und maskieren" rein und füge hier eine weiche Kante von ungefähr 0,5 Pixeln hinzu und glätte das Ganze, indem ich hier "Abrunden" wähle. Dann müss ich mal schauen, wann das passt. Und ich achte jetzt nicht hier auf die Ohren und nicht auf die Haare, sondern eigentlich nur hier auf die Gesichtskontur und da gefällt mir das im Prinzip ganz gut. Ich habe nur ein Problem, wenn ich jetzt auch "OK" klicken würde, dann habe ich die Auswahl und diese Auswahl kann ich dann nicht mehr verbessern, also da kann ich auch nicht mit dem Protokoll-Pinsel arbeiten. Das heißt, hier klicke ich mal auf "Abbrechen" und werde zunächst mal diese Ebene duplizieren und dort diese Auswahl als Maske dranhängen. So, und jetzt kann man sich die Maske hier mal anschauen. Ja, und hier hier diese Kontur, die gefällt mir noch nicht so. Und hier sieht man auch gleich einen weiteren Fehler. Da ist noch so eine Auswahlkante vorhanden. Die fülle ich mit Schwarz. So, und jetzt wende ich hier einfach nochmal "Auswählen und maskieren" an. Dann jetzt kann ich einfach genau das Gleiche machen. 0,5 Pixel, das Ganze abrunden, bis hier diese Kante schön aussieht. So, und das gefällt mir ganz gut. Hier an den Ohren passt das nicht und bei den Haaren passt das natürlich auch nicht. Jetzt kann ich aber auf "OK" klicken, dann in die Protokollpalette gehen, diesen Schritt rückgängig machen und hier diesen Schritt, den wir gerade durchgeführt haben, aktivieren. Und mit "Y" aktiviere ich mir jetzt hier den Protokollpinsel und male jetzt einfach an dieser Kontur und zwar in der Maske diesen Effekt zurück. Sehen Sie das, wie wunderschön glatt das wird auch hier am Ohr? Auch hier, das ist toll. Das ist genau das, was ich wollte. Und mit so einer Kontur können Sie nachher wunderbar weiterarbeiten und auch die Haare sehen jetzt gut aus. Das ist also der Kopf. Schauen wir uns das mal an. Top soweit. Also diese Maske können wir anwenden: "Rechtsklick" und "Ebenenmaske anwenden". Genau das Gleiche machen wir jetzt für den Körper, denn Sie werden später diesen Kopf vergrößern, aber das Problem ist, wenn Sie den so groß vergrößern, dass der Körper dagegen klein wirkt, dann erhalten Sie bereits Pixelartefakte und deshalb müssen Sie immer einen Kompromiss eingehen. Dieses Bild ist nun schon sehr groß, Sie sehen wenn ich reinzomme, das hat insgesamt 36 Megapixel. Da ist Substanz vorhanden, aber ich würde Ihnen immer empfehlen den Kopf etwas zu vergrößern und den Körper etwas zu verkleinern, statt nur den Körper zu verkleinern, oder nur den Kopf zu vergrößern. Dadurch haben Sie den besten Kompromiss von Proportionsänderungen und Qualität, also Pixelqualität. So, also wie gesagt, jetzt machen wir das Gleiche hier mal für den Körper, das Schnellauswahlwerkzeug aktivieren und dann einfach mal den Körper schnell auswählen. So, und da wir hier eigentlich einen sehr gleichmäßigen Außenbereich haben, würde ich Ihnen empfehlen nicht hier den Körper auszuwählen, denn hier haben wir noch diese einzelnen kleinen Pünktchen, sondern den Hintergrund. Und das geht dann viel schneller. Das sehen Sie hier, sind wir ruck, zuck dabei. Ich kontrolliere mal mit der Taste "Q" und dann sehen wir auch sofort die Fehlstellen. Hier die Glanzkontur wurde mitausgewählt und hier ein Teil unter den Achsel. Das können wir schnell korrigieren. Mit gehaltener Alt-Taste einfach abziehen und hier ebenfalls mit gehaltener Alt-Taste einmal mit geringem Stiftdruck darüberfahren, so dass auch diese Zeile nicht ausgewählt sind. So, diese Auswahl, die kann ich jetzt umkehren mit "Shift", "Command" und "I", oder Sie gehen hier halt über das Menü und ich kann den Kopf von dieser Auswahl einfach abziehen. Und dazu halte ich die Command-Taste und die Alt-Taste gedrückt, also auf Windows wäre das die Steuerungs- und die Alt-Taste, und klicke hier einmal auf den freigestellten Kopf und habe damit im Prinzip meinen Körper ausgewählt, beziehungsweise den Körper des Models natürlich. So, und auch hier werden wir gleich mal "Auswählen und maskieren" hinterherschicken und uns das mal im Detail anschauen. Ja , und auch hier haben wir, das sehen Sie schön bei voller Deckkraft, noch so einige Kanten, die noch nicht optimal sind und deshalb wiederum meine Empfehlung 0,5 Pixel Weichheit, dann das Ganze etwas abrunden, um diese Kanten etwas zu glätten. Und dann können wir zum Schluss noch diese Kante etwas nach innen verschieben. So, und jetzt hat er hier uns die Deckkraft verändert. Irgendwas ist jetzt hier gerade schiefgelaufen. Ja okay, das war nur die Anzeige. Das passiert, aber vielleicht können wir das Ganze noch etwas mehr abrunden, damit wie hier eine glatte Kante haben und dann muss ich wieder etwas runterscrollen. Und dann warten wir kurz, bis sich die Anzeige hier wieder normalisiert hat, damit wir auch sehen, was passiert und dann können wir die Kante ein bisschen nach innen verschieben, um diese Säume loszuwerden. Da wir aber später, hier diese Figur vor dem ungefähr gleich hellen Hintergrund präsentieren werden, ist es kein Problem, wenn da kleine Fehlstellen sind, weil die fallen dann nicht auf, weil es ja die gleiche Helligkeit, wie im Original hat. Gut, also jetzt klicke ich hier auf "OK", schaue mir nochmal die Auswahl im Maskierungsmodus an an den verschieden Stellen, ob das denn passt und wo es nicht passt, da nehme ich mir jetzt einfach den Wischfinger und zum Beispiel hier vergleiche ich mal. Ja, da muss das Ganze noch ein bisschen nach innen gezogen werden. Könnte ich mir auch direkt mal jetzt vorstellen nicht mit dem Wischfinger zu arbeiten, sondern mit dem Lasso nochmal, aber das hätte dann eine andere Härte. Und das können Sie hier mit dem Wischfinger sehr gut abstimmen. Auch hier, sehen Sie das? Da ziehe ich jetzt einfach einmal hier so rein und habe das dann freigestellt und gehe jetzt im Prinzip einmal hier die Kanten lang und kontrolliere nur, ob da noch so kleine Stellen sind. Das muss nicht zu genau sein, aber so ein bisschen aufpassen sollte da man schon. Also nicht zu viel schludern. Hier unten zum Beispiel, da ist noch eine Kante, die könnte man noch mitreinnehmen. Hier ist noch eine. Und Sie sehen, wie schnell das geht hier mit dem Wischfinger. Hier haben wir noch ein kleines Guckloch. Nicht, dass das wichtig wäre, aber da nehme ich mir jetzt mal den Pinsel mit einer kleinen Pinselspitze, mit einer mittleren Härte und male das schnell hier raus mit schwarzer Farbe. So, und dann ist das auch maskiert. Dann gehe ich wieder zum Wischfinger und kann das hier nochmal ein bisschen in Form wischen, damit es auch ein bisschen weicher wird und hier zu den Kanten passt. So, dann haben wir das auch angepasst und kontrollieren nochmal den Rest. Ja, hier das gefällt mir noch nicht. Das ist noch zu wellig. Und auch sowas können Sie ganz einfach hier mit dem Wischfinger korrigieren, indem Sie hier diese Kanten nach innen wischen und so ein bisschen hin- und herwischen. Also es ist jetzt wirklich quick and dirty. Gehen Sie so ein bisschen nach innen, können Sie diese Kontur hier begradigen. So, der Rest, der sah eigentlich soweit ich das gesehen habe, ganz gut aus. Jawohl, hier das können wir noch ein bisschen nach innen schieben. Den hellen Saum brauchen wir nicht, aber der Hals, der wird sowieso verdeckt. Ich drücke die Taste "Q", um den Maskierungsmodus wieder zu verlassen und drücke "Command" und "J", um den Körper auf eine eigene Ebene zu bringen. So, und jetzt werden wir hier natürlich noch den Hintergrund als Farbe aufnehmen und zwar lege ich eine neue ebene Farbfläche an, dahinter gleich und zwar mit der Pipette zunächst einmal einen Grauton, sagen wir mal den hier und dann wähle ich hier "Farbfläche" und der wird dann mit dem gleichen Grauton angelegt. Haben Sie es gesehen? Also der Unterschied ist gering. Wir haben zwar keine Helligkeitsvariation mehr, aber das kann man dann zu Schluss wiederum hinzufügen. Das jetzt nur mal so als Montagehilfe und damit haben wir im Prinzip auch schon das Wichtigste vorbereitet, um in den Folgeschritten hier unser Model zu stilisieren.

Photoshop: Verflüssigen

Erfahren Sie, wie der Verflüssigen-Filter in Photoshop funktioniert – von der leichten Beautyretusche über extreme Comic-Charaktere bis hin zum eckigen Apfel ist alles möglich.

2 Std. 34 min (29 Videos)
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Erscheinungsdatum:16.03.2017
Laufzeit:2 Std. 34 min (29 Videos)

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