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Typografie: Schriftzüge und Wortmarken

Elemente abdecken

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Tipp-Ex und ein Fineliner stellen banale Werkzeuge dar, um visuelle Ideen durch das Abdecken bestimmter Elemente auf eine einfache Art und Weise sowie zeitsparend zu erzeugen.
04:52

Transkript

Sind Sie auch jemand, der glaubt, dass man digital immer schneller ist? Dass Menschen, die analog zeichnen, viel, viel länger brauchen? Ich hoffe, ich kann Sie jetzt, in diesem Video, vom Gegenteil überzeugen. Alles was Sie dazu brauchen, ist simples Deckweiß und ein schwarzer Stift, und vielleicht einen Entwurf, den Sie bereits ausgedruckt haben. In diesem Fall ist es ein Initial für einen Herrn Michael Fischer, und ich möchte die Schrift, in dem Fall die Gotham, noch etwas eigenständiger gestalten. Weil einfach nur ein "M" und ein "F" zu tippen, ist fast ein bisschen wenig für eine gute Wortmarke. Als erstes könnte ich mir überlegen, ob ich nicht "M" und "F" zusammenbringe. Dazu mache ich mir einen Knick an die "F"-Kante. So. Und noch einen zweiten Knick, dort, wo die "M"-Kante ist. Und so kann ich ganz schnell ausprobieren, wie es ausschauen würde, wenn ich beide Buchstaben zusammenschiebe. Zugegeben, das würde auch digital gehen, beide Buchstaben zusammenzuschieben. Aber analog kommt man dann doch vielleicht auf bessere Gedanken. Man könnte zum Beispiel anfangen hier noch irgendwie was umzuknicken, zu überlegen, ja vielleicht soll hier ein Einschnitt entstehen, ein bisschen mit dem Material zu experimentieren. Das sind Dinge, auf die Sie im digitalen Wege eigentlich nie kommen würden. Ich kann jetzt aber auch sagen, ja, so wie das ausschaut, passt es schon. Oder ich nehm mir jetzt das Deckweiß und überlege mir, ob ich an dieser Form noch etwas ändern kann. Zum Beispiel würde ich hier, ähnlich wie in einer Schablonenschrift, noch eine Linie ziehen, sodass das "F" ein bisschen unterteilter ist. Sie sehen schon, durch diesen Fehler, es ist es mir gerade da draufgetropft, komme ich schlichtweg zu der Idee, diesen Balken doch deutlich breiter zu ziehen. Das ist Inspiration, die Sie im Computer niemals bekommen würden. Es muss auch nicht wirklich perfekt sein, denn das können Sie im Rechner noch nachholen. Es geht erstmal darum, die Idee auszuprobieren. Nächsten Schritt überleg ich mir, wenn ich hier eine Lücke habe, vielleicht kann ich das, wenn es hier einmal auftritt, auch irgendwo in dieser Seite nochmal anwenden. In dem Fall würd ich sagen, ja, das geht, setze hier auch nochmal einen Balken hin. So. Jetzt müssen wir etwas warten, bis das Deckweiß getrocknet ist, und dann kann ich mit dem schwarzen Stift überlegen, ob ich wieder Details hinzuzeichne. Es wäre zum Beispiel denkbar, die Schrift ein bisschen abzurunden. Zeichnen wir hier so eine leichte Kurve dran. Könnte eigentlich ganz gut passen. Auch hier gilt: das Ganze digital nachzuempfinden, kostet deutlich mehr Zeit, als innerhalb von einer Sekunde einen Schwung zu zeichnen, und die Fläche auszuschraffieren. So, das Ganze noch ein bisschen bauchiger, ein bisschen freundlicher. Und jetzt, wo das Deckweiß trocken ist, kann ich beispielsweise überlegen, ob ich hier oben noch eine Spitze hinzufüge. Ja, man merkt, trocken ist es noch nicht wirklich, aber ich denke es wird deutlich, was ich als Design ausprobieren möchte. Nämlich, dass hier oben so eine kleine, markante Spitze aus dem Logo rausragt. Gut, damit wär der Entwurf auch schon fertig. Alles weitere, ja, vielleicht bis auf diese eine Korrektur hier, alles weitere würde ich jetzt tatsächlich im Rechner lösen. Es ist erst mal nur eine Inspiration, die mir zu Formen verhilft, auf die ich so im digitalen Weg nicht kommen würde. Ich hoffe, Sie konnten einigermaßen nachvollziehen, wie schnell es doch geht, auf analogem Wege Formen auszuprobieren. Ich möchte Sie an der Stelle ermutigen, wenn Sie eine Wortmarke entwickeln, greifen Sie zum Stift, greifen Sie zum Deckweiß und probieren Sie einfach mal.

Typografie: Schriftzüge und Wortmarken

Lernen Sie, worauf es bei der Erstellung einer Wortmarke oder eines Schriftzugs ankommt.

1 Std. 28 min (29 Videos)
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