Autodesk Inventor 2014 Grundkurs

Einzelteile in Baugruppe erstellen

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Neue Einzelteile können in Autodesk Inventor direkt in einer Baugruppe erstellt werden. Dabei kann in der Vorgabe-Stücklistenstruktur eine Eigenschaft für das Einzelteil definiert werden.
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Transkript

Im Inventor haben wir die Möglichkeit direkt aus der Baugruppe heraus, neue Einzelteile zu erstellen. Klicken wir hierfür links oben den Befehl Komponente Erstellen. Wir wollen nun an dieser Stelle die Gleitbuchse für unsere Führungssäulen modellieren. Also verwenden wir also neuen Komponenten- Namen Gleitbuchse. Die Vorlage Norm.ipt für ein neues Einzelteil ist richtig. Und auch der Speicherort, das Kapitel VII der Rohdaten ist korrekt. Hier auf der linken Seite können wir noch eine Vorgabe- Stücklisten-Struktur, also eine Eigenschaft für unser neues Bauteil definieren. Wir haben hier fünf verschiedene Optionen zur Auswahl. Normal verwenden wir bei allen selbst modellierten Fertigungsteilen. Die Option Unteilbar verwenden wir beispielsweise bei Schweißbaugruppen. Wenn wir mehrere Einzelteile verschweißen, ist diese Baugruppe später unteilbar. Dieses wirkt sich auch in der Stückliste aus. In der Stückliste einer unteilbaren Baugruppe können wir nicht mehr auf die einzelnen Komponenten zugreifen. Für alle Zukauf-, oder Normteile, können wir die Option Gekauft verwenden. Alle Normteile, die wir aus dem Inhaltscenter platzieren, haben automatisch diese Stücklisten-Struktur Gekauft hinterlegt. Jetzt haben wir noch zwei ganz interessante Optionen. Phantom und Referenz. Wenn wir ein neues Bauteil modellieren und wir geben diesem Bauteil die Option Phantom, dann wird dieses Bauteil nicht in der Stückliste gelistet. Und wir sehen dieses Bauteil auch nicht in der 2D-Ableitung einer Baugruppenzeichnung. Wenn wir also, beispielsweise, für eine Konstruktion Stör-, oder Kollisions-Konturen mit modellieren müssen, ist Phantom genau die richtige Option, da wir diese Stör-Kontur nicht in der Stückliste und auch nicht in der Zeichnung sehen wollen. Referenz ist sehr ähnlich wie Phantom. Ein Bauteil, welchem wir die Option Referenz geben, sehen wir nicht in der Stückliste. In der Zeichnung wird dieses Bauteil aber sehr wohl strichliert durchsichtig dargestellt. Für unser Bauteil, für die Gleitbuchse, bleiben wir auf der Stücklisten-Struktur Normal. Hier hätten wir noch die Möglichkeit, ein Häkchen zu setzen, um eine virtuelle Komponente zu erstellen. Eine virtuelle Komponente ist fast genau das Gegenteil von einem Phantom-Bauteil. Wenn wir eine virtuelle Komponente erstellen, erhalten wir einen Stücklisten-Eintrag, obwohl wir gar kein Teil dort modellieren. Wenn Sie beispielsweise ein Getriebe konstruieren und Sie benötigen 2 L Getriebeöl, dann brauchen Sie auch einen Stücklisten-Eintrag, damit dieses Öl für das Getriebe bestellt wird. Modellieren werden wir jedoch dieses Getriebeöl nicht. Dieses wäre ein klassisches Beispiel für eine virtuelle Komponente. Wir belassen es bei unserem normalen Bauteil für die Gleitbuchse und klicken nun OK. Mit einem weiteren Links-Klick irgendwo in den Raum erstellen wir nun unser neues Bauteil - Die Gleitbuchse. Hier im Browser finden wir das Teil auch sofort. Und wir sehen, dass alle anderen Bauteile transparent dargestellt sind. Das heißt, wir befinden uns direkt in der Gleitbuchse. Also können wir auch hier bereits unsere erste 2D-Skizze erstellen. Und diese 2D-Skizze legen wir auf die XY-Ebene. Die Gleitbuchse werden wir nun als Drehteil modellieren. Zeichnen wir also in X-Richtung zuerst die Mittellinie unserer Gleitbuchse. Durch markieren der normalen Linie und auswählen der Option Mittellinie erhalten wir die Mittellinie auch richtig dargestellt. Und nun können wir die Kontur für unsere Gleitbuchse zeichnen. (klickt mit Maus) Bemaßen wir zuerst die Gesamtlänge der Buchse mit 50 mm. Der Innendurchmesser soll 20 mm werden. Und der Außendurchmesser hier 30 mm. Hier verwenden wir einen Durchmesser von 40 mm. Und mit einer Skizzen-Abhängigkeit Kollinear setzten wir diese beiden Linien in die selbe Flucht. Die Länge dieser linken Linie soll 30 mm lang sein. Und dieser Ansatz soll 5 mm breit werden. Mit weiteren Skizzen-Abhängigkeiten müssen wir die Konturen noch im Koordinatensystem bestimmen. Hier verwenden wir Vertikal vom linken unteren Schnittpunkt auf den Null-Punkt, oder Mittelpunkt der Skizze. Die Länge der Mittellinie setzen wir noch gleich auf die Länge dieser unteren Körperkante. Nun ist die Skizze voll bestimmt und mit einer Drehung können wir unser Bauteil fertig stellen. Sie sehen, für die Drehung wurde die Kontur und die Mittellinie automatisch erkannt. Wir brauchen also nur noch mit OK diese Eingebe bestätigen. Als letzte kleine Bearbeitung werden wir noch zwei Phasen auf diesem Bauteil platzieren. Hier auf der Innenkante. Und auf der gegenüber liegenden Seite auf der Innenkante erstellen wir eine Phase mit zweimal 45°. Rechts oben in der Multi-Funktions-Leiste können wir über den Button zurück vom Bauteil-Modus in den Baugruppen-Modus wechseln. Sie sehen also, dass wir nicht unbedingt jedes Einzelteil im Vorhinein fertig modellieren müssen, sondern, dass wir auch aus der Baugruppe heraus neue Einzelteile erstellen können.

Autodesk Inventor 2014 Grundkurs

Steigen Sie ein in die Welt der 3D-Konstruktion mit Autodesk Inventor und lernen Sie, wie Sie aus den modellierten Einzelteilen und Baugruppen normgerechte 2D-Zeichnungen erzeugen.

5 Std. 8 min (85 Videos)
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