Google Analytics Grundkurs 1: Planen, Implementieren, Verwalten

Einstiege, Ausstiege und Absprünge

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Einstiege, Ausstiege und Absprünge - alle diese Begriffe beziehen sich auf die Interaktion, die der Nutzer beim ersten Betreten einer Website durchführt, bevor er die Website endgültig verlässt. Die genauen Unterschiede erläutert dieser Film.
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Transkript

Drei weitere Begriffe, die wir unterscheiden können müssen, sind: Einstiege, Ausstiege und Absprünge. Für uns ist es essenziell, zu verstehen, wie sich diese Messwerte voneinander unterscheiden und auch warum. Fangen wir mit dem Einstieg an. Beim Einstieg, oder auch Entrance im Englischen genannt, handelt es sich um die erste Interaktion, welche der Nutzer zu Beginn seiner Sitzung durchgeführt hat. In der Regel wird es sich dabei um den Aufruf einer Seite unserer Internetpräsenz handeln. Ausstieg oder auch Exit im Englischen wiederum bedeutet, dass der Nutzer die Website auf genau dieser Seite verlassen hat, nachdem er aber mindestens eine andere Interaktion auf unserer Website durchgeführt hat, also zum Beispiel eine andere Seite der Website besuchte. Und immer dann, wenn die erste Interaktion eines Nutzers auch die letzte Interaktion darstellt, sprechen wir von einem Absprung oder auch Bounce im Englischen. So zum Beispiel, dass der Nutzer unsere Website auf genau der Seite wieder verlassen hat, bei der seine Sitzung begann, aber ohne vorher noch eine andere Seite aufzurufen oder eine andere Interaktion durchzuführen. Das Verhältnis zwischen Einstiegen und Absprüngen wird Absprungrate genannt und in diversen Berichten zu Seitenaufrufen mit dargestellt. Um das Ganze etwas zu veranschaulichen, betrachten wir uns eimal ein paar Szenarios. Ein recht häufig vorkommendes Verhaltensszenario ist Folgendes: Der Nutzer ruft die erste Seite auf, klickt auf eine Unterseite, danach auf eine weitere Unterseite, findet die gesuchten Informationen und schließt den Browser beziehungsweise verlässt unsere Website. Somit findet auf der ersten Seite der Sitzung der Einstieg statt und auf der letzten Seite der Ausstieg, weil der Browser geschlossen wurde. Im zweiten Standardszenario landet der Nutzer auf einer Seite unserer Website und verlässt diese gleich wieder -- eventuell, weil die Inhalte nicht seinen Vorstellungen entsprechen oder weil er die falsche Seite aufgerufen hat. In jedem Fall befindet sich der Einstieg auf derselben Seite wie auch der Ausstieg. Wir sprechen somit von einem Absprung. Nun gibt es jedoch auch Szenarien, welche die Absprungrate verwässern können. In unserem dritten Szenario ruft der Nutzer die erste Seite auf und führt somit den Einstieg auf der ersten Seite durch. Er will eine weitere Unterseite aufrufen, wird jedoch durch einen anderen Vorgang für mehr als 30 Minuten abgelenkt. Durch die damit bedingte Inaktivität endet bekanntlich die Sitzung und Google Analytics verzeichnet einen Absprung. Nachdem der Nutzer seinen Vorgang abgeschlossen hat, wendet er sich wieder seinem ursprünglichen Vorhaben zu und ruft die Unterseite auf, die er eigentlich schon vor mehr als 30 Minuten betrachten wollte. Nachdem er die gesuchten Informationen gefunden hat, schließt er den Browser. Er führt somit einen weiteren Einstieg auf der Unterseite durch und durch das Schließen des Browsers einen weiteren Absprung, da in dieser neuen Sitzung Einstiegsseite gleich Ausstiegsseite ist. In unserem letzten Szenario ruft der Nutzer die erste Seite auf und klickt dann auf eine Unterseite. Er will eine weitere Unterseite aufrufen, wird jedoch durch ein längeres Telefonat von mehr als 30 Minuten davon abgehalten. Er führt somit den Einstieg auf der ersten Seite durch und bedingt durch die 30-minütige Inaktivität auf der zweiten Seite, wird die Sitzung beendet und es erfolgt dort der Ausstieg. Als nun das Telefongespräch beendet ist, widmet sich der Nutzer wieder der Website, ruft die ursprünglich benötigte Seite auf, findet die gesuchten Informationen und schließt den Browser. Dadurch erfolgt auf dieser Seite der Sitzung ein erneuter Einstieg, und da der Browser auf der gleichen Seite auch wieder geschlossen wird, verzeichnen wir hier auch einen Absprung, da Einstiegsseite auch gleich Ausstiegsseite ist. Die beiden hier beschriebenen Szenarien kommen natürlich nicht so häufig vor wie die Standardszenarien der beiden ersten Beispiele. Dennoch sind sie, auch in abgewandelter Form, präsent und sorgen somit für eine gewisse Unschärfe bei der Absprungrate. Und genau vor diesem Hintergrund müssen wir die Absprungrate richtig bewerten beziehungsweise immer im Kontext betrachten -- und das im Hinblick auf Besuchsdauer, Zeit auf Seite. Wir müssen also die Absprungrate immer in Verbindung mit der durchschnittlichen Sitzungsdauer beziehungsweise der durchschnittlichen Zeit auf der Seite bewerten. Web- und Site-Design, auch das sollte beides bei der Bewertung mit einfließen. Wenn unsere Website beispielsweise keine hohe Nutzerfreundlichkeit aufweist oder sich nicht an Konventionen hält, ist die Absprungrate oftmals höher. Und natürlich auch die Landeseite: Eine hohe Absprungrate auf Landeseiten bedeutet immer monetären Verlust, denn wir bezahlen für gewöhnlich für diesen Traffic, da wir Werbeanzeigen geschaltet haben. Daher ist dann gegebenenfalls eine Optimierung der Seite beziehungsweise des Seiteninhalts, der Kanäle, der Werbemedien und gegebenenfalls der Keywords nötig. Wir kennen nun den Unterschied zwischen Einstieg, Ausstieg und Absprung und wissen, dass wir die Absprungrate immer im Kontext betrachten müssen.

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2 Std. 37 min (42 Videos)
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Erscheinungsdatum:01.06.2018
Aktualisiert am:07.06.2018

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