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Einstieg in Absatzformate

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Absatzformate sind innerhalb von InDesign das A und O und Sie lernen in diesem Video, warum dieses Thema so essenziell ist und worin genau die Vorteile liegen.

Transkript

In diesem theoretischen Video möchte ich Ihnen das Grundprinzip der Absatzformate erklären. Absatzformate sind innerhalb von InDesign ganz ganz wichtig. Und auch wenn ich Ihnen gewisse Dinge am Beispiel der Absatzformate erkläre, das Grundprinzip gilt nicht nur für die Absatzformate, sondern gilt auch für andere Arten von Formaten. Das werde ich Ihnen gleich aber dann auch erläutern. Fangen wir erstmal an und schauen uns erstmal an, was Absatzformate sind, wie sie funktionieren und warum sie so essentiell sind. Hier haben wir mal so eine Art Dummytext. Zugegebenermaßen, das ist jetzt hier nicht besonders hübsch, aber es geht nur ums Prinzip. Wie haben jetzt hier einen Dummytext. Der könnte möglicherweise 60, 70, 100 Seiten lang sein oder noch mehr. Und wie das halt in so einem, wie in diesem Fall, vielleicht einem wissenschaftlichen Text üblich ist, hat man Überschriften erster Ordnung, Überschriften zweiter Ordnung und man hat Fließtext. Was muss man nun machen? Naja, man muss das Ganze formatieren, so dass das eingermaßen attraktiv aussieht. Zum Beispiel mit der Minion Pro 14 Punkt für die Überschrift erster Ordunung. Mit der Minion Pro 12 Punkt für alles, was Überschrift zweiter Ordnung ist. Und mit der Myriad Pro 10 Regular für alles, was mit Fließtext zusammenhängt. Während man nun anfängt, das alles einzutippen, zu tippen, zu tippen, zu tippen, wenn man dann direkt formatiert, ist das meistens gar nicht so viel Arbeit. Man markiert es, weist das Format zu, und gut ist. Natürlich gibt es einen anderen Weg, nämlich der Weg der Absatzformate. Das würde Einem ein paar Klicks sparen. Aber während der Texterstellung ist es meistens gar nicht so viel mehr Arbeit, wenn man das so händig macht. Wenn ich das jetzt mir anschaue, dann sind das sehr sehr viele Zuweisungen. Aber nun gut, das sind halt eben jeweils mal ein paar Klicks mehr. Was soll es? Aber jetzt kommt das große Problem. Irgendwann kommt man vielleicht auf die Idee: "Oh, die Überschriften in der Minion Pro 14 Punkt!.. Das sieht blöd aus! Ich hätte da gerne eine andere Schriftart." Und die Myriad Pro, hat sich herausgestellt, ist gar nicht so lesefreundlich, wie das immer alle behaupten. Und dann muss man jetzt anfangen, wirklich alles im Text wieder umzuformatieren. Also wieder jedes einzelne Textschnipselchen markieren und wieder neu zuweisen wieder das nächste Textschnipselchen markieren, wieder zuweisen. Und so weiter, und so weiter und so fort. Eine elende Arbeit, die nicht nur sehr sehr nervig ist, sondern die dann auch noch fehleranfällig ist. Wenn man das bei einem Text hat, der vielleicht 100 Seiten lang ist, ich garantiere Ihnen, irgendwo werden Sie es übersehen haben. Wenn Sie Glück haben, merken Sie es, noch bevor es aus der Drukerei kommt. Was ist nun die Lösung? Naja – Absatzformate. Das ist ja auch der Titel dieses Videos. Wie funktionieren nun Absatzformate? Absatzformate – die Idee dahinter ist, dass man so etwas wie eine Metaebene einfügt. Also eine Zwischenebene. Ich weise nun meinem Text nicht mehr direkt das Aussehen zu, sondern ich weise meinem Text eine Metaebene zu, eben das Absatzformat. Und das ist hier nun zum Beispiel für meine Headline 1 das Absatzformat "Über 1". Zugegebenermaßen, der Begriff "Über 1" ist jetzt nur mäßig schlau gewählt oder mäßig selbstspechend. Aber hier geht es ja auch erstmal ums Prinzip. Dann habe ich vielleicht noch ein Absatzformat, welches "Über 2" heißt, und ich habe noch ein Absatzformat, welches "Fließtext" heißt. Hier in unserem Fall kommen wir mit drei Absatzformaten aus. Im Alltag brauchen wir natürlich deutlich mehr Absatzformate. Aber um das Prinzip zu erläutern, reichen sicherlich drei Absatzformate erst einmal aus. Und nun habe ich ja diese Zwischenebene jeweils zugewiesen. Jetzt muss ich natürlich noch definieren, wie die einzelnen Absatzformate aussehen sollen. Also, dem Absatzformat "Über 1" weise ich die Information zu, "Bitte sieh aus wie eine Minion Pro, 14 Punkt, fett!" "Über 2" – da kommt die Information "Minion Pro, 12 Punkt, kursiv." Und mein Fließtext – da kommt wieder meine Myriad Pro 10 Punkt, Regular zum Einsatz. Wenn ich nun feststelle, dass mein Text mit den von mir festgelegten Schriftarten vielleicht nicht so gut ausschaut, wie ich das gerne hätte, dann muss ich das in meinem Fall jetzt hier an drei Stellen ändern, und selbst wenn mein Dokument 200 Seiten lang ist – wuff! Komplett sind überall die Schriftarten geändert mit nur ganz wenigen Mausklicken. Und dass macht dieses Konzept der Absatzformate so mächtig. Absatzformate zu verwenden. Zugegebenermaßen, bei einer Visitenkarte ist es mäßig sinnvoll, mit Absatzformaten zu arbeiten, zumindestens, wenn Sie nur eine einzige Visitenkarte erstellen müssen. Wenn Sie die Visitenkarte für 500 Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen erstellen müssen, dann ist es auch wieder sinnvoll, mit Absatzformaten zu arbeiten. Aber bleiben wir mal bei dem Beispiel, dass wir ein umfangreicheres Dokument haben, ein umfangreicheres Buch haben, ein Magazin haben. Und Sie sehen, da ist diese Funktion der Absatzformate wirklich sehr sehr sinnvoll. Absatzformate sind nicht nur da sinnvoll, wo es darum geht, nachträglich nochmal etwas zu ändern, sondern Absatzformate sind auch da sinnvoll, wenn man möchte, dass etwas immer gleichmäßig ausschaut. Wenn Sie wollen, dass die Überschrift auf der 17. Seite Ihres Magazins genauso ausschaut wie auf der ersten Seite Ihres Magazins. Während Sie auf der 17. Seite sind und schreiben, haben Sie vielleicht wieder vergessen, war das der 12er Punkt oder 14er Punkt? Dass passiert alles im Alltag und auch da sind Absatzformate ganz ganz wichtig. Das Grundkonzept der Absatzformate, nämlich dass wir eine Metaebene einfügen, und die Zuweisungen nicht dem Objekt direkt zuweisen, das zieht sich im Übrigen durch das komplette InDesign. Da neben den Absatzformaten gibt es, zum Beispiel auch Zeichenformat. Zeichenformat könnte, zum Beispiel da zum Einsatz kommen, immer wenn Sie innerhalb Ihres Textes eine e-Mail haben. Dann können Sie dieser e-Mail das Zeichenformat "e-Mail" zuweisen. Und dann definieren Sie, aha, das Zeichenformat "e-Mail" bekommt immer rote Schrift, unterstrichen. Sollten Sie dann irgendwann feststellen: "Rote Schrift war blöd", so Sie hätten lieber blaue Schrift, müssen Sie es wieder nur an einer Stellen ändern, und das ändert sich durch Ihr komplettes Dokument. An einer Stelle kennen Sie das Grundprinzip dieser Absatzformate vielleicht schon, nämlich bei den Farbfeldern. Auch die Farbfelder arbeiten nach diesem Prinzip, dass wir eine Metaebene einfügen, und wenn wir vielleicht ein Farbfeld haben, welches den Namen "Hausfarbe" hat, dann weise ich einem Objekt diese Metaebene "Hausfarbe" zu. Und dem Farbfeld wiederrum weise ich das Aussehen zu. Gut. Noch eine letzte Erklärung hier zu dieser Metaebene, zu diesen Absatzformaten. Sie sollten sich immer Mühe geben, die Absatzformate oder auch alle anderen Formate sinnvoll zu benennen. Und sinnvoll benennen heißt, man benennt Sie nach ihrer Funktion, nicht nach Ihrem Aussehen. Einsteiger neigen manchmal dazu, das Absatzformat, zum Beispiel zu nennen: "Minion Pro, 14 Punkt, fett". Damit wird aber wieder das Aussehen beschrieben. Das ist aus vielen Gründen nachteilig. Stellen Sie sich vor: Sie haben zwei Wochen nicht an dem Dokument gearbeitet. Sie gehen wieder in dieses Dokument, Sie schreiben eine neue Überschrift. Ob Sie in dem Moment nocht wissen, dass das Absatzformat den Namen "Minion Pro 14 Punkt, fett" hatte, bin ich mir nicht sicher. Wenn Sie allerdings in Ihren Absatzformaten nachschauen, und dort steht der Name "Überschrift zweiter Ordnung", das können Sie sich dann sicherlich dran erinnern, dass Sie das Ihrer Überschrift nun zuweisen sollten. Also, nochmal zu guter Letzt: Bitte, benennen Sie Ihre Absatzformate sinnvoll. Und sinnvoll heißt nach der Funktion, nicht nach dem Aussehen.

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12 Std. 58 min (102 Videos)
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