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Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Einstellung Querversatz

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Bei der Aufnahme befindet sich die Kamera praktisch immer im Hochformat. In diesem Film erfahren Sie, wie der Querversatz, der Abstand des Kamerabodens von der Drehachse, präzise eingestellt wird.

Transkript

Um die Kamera auf den Panoramakopf zu montieren, und einen sphärischen Panoramakopf korrekt einzustellen, müssen wir zwei Sachen im Auge behalten, das eine ist der Querversatz der Kamera, weil die Kamera befindet sich ja im Hochformat, und das müssen wir erst mal ermitteln, wo dieser Querversatz liegt, das heißt, die Höhe der optischen Achse über dem Kameraboden, das ist der erste Parameter, den wir ermitteln müssen, und der zweite ist der - ist die Lage des No-Parallax-Points, das heißt, die Position der Kamera in Sichtachse, das heißt, wie weit wird die Kamera nach hinten gerückt auf dem Panoramakopf. Ganz wichtig, die Reihenfolge - bevor man den No-Parallax-Point einstellt, muss unbedingt der Querversatz nicht nur eingestellt sein, sondern es muss wirklich genau sein, sonst machen alle nachfolgenden Messungen einfach keinen Sinn mehr, beziehungsweise sind von Natur aus dann ungenau. Und dafür gibt es ein paar Überlegungen, wenn wir jetzt die Kamera im Querformat haben, dann gibt es ein relativ sicheres Merkmal, was uns die Lage der optischen Achse definiert, das ist bei den allermeisten Kameras einfach die Stativschraube. Und im Querformat weiß man wo die Stativschraube ist, da ist die optische Achse, das ist der Mittelpunkt, das heißt, also wenn das Ding auf dem Boden steht, dann geht das genau auch von dieser Stelle aus geradeaus. Bei den allermeisten Spiegelreflex und Systemkameras der Fall. Es gibt ein paar kleinere Kompaktkameras, wo die Stativschraube nicht in der Mitte ist, einfach aus technischen Gegebenheiten, Batteriefach und ähnliche Dinge, oder konstruktive Sachen innendrin, die das nicht zulassen. Aber bei den aller-allermeisten Kameras ist das so. Wenn wir die Kamera aber ins Hochformat haben wollen, dann wird die Sache ein bisschen schwieriger, da gibt es dann jetzt natürlich die Möglichkeit die Kamera so und so zu schieben, und wir brauchen eigentlich den Abstand vom Gehäuseboden zur optischen Achse. Wir kriegen wir beim Hochformat die optische Achse raus? Da gibt es ein relativ - relativ sicheres Merkmal, und zwar wenn man den - wenn man den Deckel runternimmt von einem Spiegelreflexgehäuse, dann haben die allermeisten Kameras, eine Taste zum Entriegeln des Bajonetts, die ist hier auf dieser Seite, und direkt bei dieser Taste gibt es einen kleinen Schließstift. Und dieser Schließstift ist, wenn die Kamera im Hochformat ist, bei ziemlich vielen Kameras genau in der optischen Achse. Das ist auch wichtig, weil wir gehen hier vom Bajonett aus, und das Bajonett ist halt wirklich unsere mechanische Basis für diese Messung, das heißt, die ist sehr viel genauer als alles andere. Und da werden wir jetzt mal uns das anschauen, wie man das machen kann. Ich montiere das mal hier auf dem Panoramakopf, die Kamera und - schauen uns das mal an. An dieser Stelle kurz eine Geschichte, das ist sehr populär, das so zu machen, steht auch immer wieder mal in den Büchern oder im Internet, wird auch erwähnt, ist auch unter Umständen ganz gut, aber bei einem sphärischen Panoramakopf kann man einfach die Kamera nach unten schauen lassen, und wenn wir jetzt hier ein Objektiv dran hätten, ich zeige das jetzt einfach mal ohne her, weil das eh' nicht wirklich wichtig ist, in diesem Fall, wenn wir ein Weitwinkel-Objektiv haben, dann sehen wir streckenweise hier schon einigermaßen scharf unsere Panoramascheibe, die meisten Panoramascheiben haben eine Nebenmarkierung, das ist entweder ein Kreuz oder - irgendein Zeichen oder auch einfach nur eine zentrale Schraube, um die sich das Ding dreht. Und man schaut einfach mit dem Live-View da drauf, und schiebt das Ding einfach so lange hin und her bis es passt. Diese Geschichte hat eine ganze Reihe von Unsicherheitsfaktoren. Erstens, das was wir im Live-View sehen ist das Bild vom Sensor. Der Sensor ist aber bei fast allen Kameras nicht in der Mitte montiert, sondern der weicht ab plus / minus 50 Pixel, das ist ungefähr der Bereich erfahrungsgemäß, weicht die Bildmitte des Sensors von der optischen Achse ab. Das kann man später auch mit Panoramaprogrammen, wirft einem diese Pixelwerte auch beinhart aus, die sind streckenweise wirklich erheblich, und das heißt, das ist von der Lage des Sensors im Bezug zur optischen Achse ist das schon nicht mehr verlässlich, und 40 Pixel sind nicht nichts, das ist optisch schon ziemlich relevant und kann schon bereits spätere Montagefehler produzieren, das ist das eine, dass andere ist, dass man für diese Markierung dann entweder einfach ein Raster im Sucher verwendet im Live-View, manche haben ein Diagonal- oder ein Kreuzraster drin, andere Kameras haben die Autofokusmarken, wo es eine in der Mitte gibt, die kann man auch nehmen dafür. Aber alle diese Dinge sind nicht dafür gemacht, dass sie genau sind, sondern sie zeigen die ungefähre Lage von einem Autofokuspunkt an, mehr nicht, das ist ihr Job. Das heißt, diese Dinge zu nehmen, um den Querversatz, das heißt die - die Lage der optischen Achse in dieser Richtung zu ermitteln, ist eher ziemlich unzuverlässig, das Verfahren ist nicht besonders zu empfehlen. Bei Kameras mit relativ niedriger Auflösung ist das noch halbwegs okay, sobald die Auflösung aber ein bisschen höher wird, haben wir das Problem, dass diese Ungenauigkeiten, die dadurch kommen, bereits in das Montageergebnis eingehen, und streckenweise einfach wirklich Mist produzieren, das heißt, sollte man lassen. Das einzig Verlässliche ist, wie schon gesagt, einfach das Bajonette und wie dort die mechanischen Elemente liegen. Und jetzt mache ich mal den Deckel auf wieder, und die einfachste Methode das rauszukriegen, ist einfach wirklich das Lot zu fällen, von diesem Speerzapfen nach unten auf diese Schiene, und dann die so einzustellen, dass sie hier auf der Markierung von der Panoramaplatte sitzt. Das ist die einzige Methode, die wirklich genau ist, und das kann man auch wirklich nachvollziehen, an den Ergebnissen, die dann rauskommen. Und wenn ich jetzt hier diesen Winkel mal hier draufsetze, so dass der natürlich nicht verkantet ist, so - und ich schiebe mal die Kamera ein Stückchen noch nach hinten, weil die Lage ist jetzt mal ziemlich egal, und jetzt schiebe ich mal den Winkel so her, dass der genau diesen Schließzapfen halb abdeckt - so. Und jetzt sehe ich ja hier, wo diese Marke ist, und jetzt brauche ich eigentlich nur das Ganze ein bisschen hin und her zu schieben, und ich sehe jetzt hier, ich muss da noch ungefähr 2 mm nach rechts, nachdem ich das schon mal so gefühlsmäßig einigermaßen eingestellt habe, kontrolliere das noch mal, und das ist jetzt hier unter - und das Ding, das funktioniert jetzt wirklich, da steht jetzt hier, man muss sich die Zahl dann merken, das sind jetzt hier 11,9 cm, und jetzt ist der Querversatz perfekt eingestellt. Das heißt, jetzt produziert - produziert einmal die Lage der - der optischen Achse in dieser Richtung keinen Fehler mehr.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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