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Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Einsatzzwecke – wofür ist Zeichnen nützlich?

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Mindmap, Diagramm, Whiteboard, Flipchart oder Tafel – überall können Sie zeichnen. Dabei geht es nicht um Schönheit, sondern um Klarheit und Schnelligkeit. Auch bei Personas, Scribbles, Moodboards oder Sketchnotes wird gezeichnet.
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Transkript

Viele Leute kennen Zeichnen aus der eigenen Erfahrung, vielleicht noch von Mindmaps, also den Diagrammen, bei denen man Gedanken sammelt zu einem Thema, so wie sie einem gerade einfallen. Bei einer Mindmap, da stehen Wörter im Mittelpunkt und die meisten Leute machen Mindmaps ohne Illustration, aber alleine schon die lockere Anordnung der Wörter und die Verbindung mit Linien, Wolken und Ähnlichem hilft visueller zu werden. Das ist eine gute Einstiegsdroge ins visuelle Denken. Auch bei Diagrammen kann Zeichnen nützlich sein. Es geht zum Beispiel viel schneller, die geplante Darstellung der Quartalszahlen mit dem Stift zu skizzieren, bevor man mit Excel loslegt. Der Vorteil: Sie überlegen sich, wie es aussehen soll, nicht welche Vorlagen Excel hat. Damit bekommen Sie die Kontrolle zurück. Und die meisten Leute im Beruf zeichnen es auf dem Whiteboard, dem Flipchart oder an der Tafel. Wir haben da folgende Elemente zur Verfügung: Wir haben natürlich einmal Text, das ist das meiste, was ich anschreibe. Wir haben aber genauso die Möglichkeit, Rahmen zu machen. Damit bekommt das Ganze eine gewisse Struktur. Und wir können natürlich mit Symbolen arbeiten, wie zum Beispiel hier die beliebte Glühbirne. Wir können mit Pfeilen Verbindungen schaffen und Zusammenhänge aufzeigen. Und wir haben immer die Möglichkeit, mit Farbe etwas mehr Abwechslung reinzubringen und wichtige Dinge natürlich hervorzuheben. Und schließlich, als weitere Möglichkeit, stehen uns Schatten zur Verfügung. Mit Schatten können wir einfach dem Ganzen noch ein bisschen Tiefe geben und das geht schon fast so ein bisschen Richtung künstlerisch. Das ist einfach eine Methode, hier noch ein bisschen mehr Leben reinzubringen und manche Dinge etwas stärker hervorzuheben. Wenn wir mit Ablaufschemata arbeiten, müssen die nicht am PC entstehen. Die kann ich auch zeichnen. Das geht schneller und sieht oft besser aus. Es ist auf jeden Fall individueller. Ich selbst zeichne vor allen Dingen sogenannte Scribbles. Das sind schnelle Skizzen von Webseiten oder Screens einer App. Damit visualisiere ich schnell, welche Elemente ich mir auf dem Screen vorstelle. Ich zeichne den Rahmen für die Website zum Beispiel, ich zeichne hier einen Platzhalter für das Logo ein, sage hier oben, da soll ein schönes großes Bild rein und hier soll in drei Spalten ein bisschen Text stehen. Ganz schnell, ganz einfach, jeder weiß, worum es hier gehen soll. Auch bei den sogenannten Personas, da kann man zeichnen. Das sind fiktive Portraits von einem typischen Vertreter meiner Zielgruppe. Das ist nützlich beim Konzipieren von Websites und auch Apps. Aber auch im Marketing oder bei der Produktentwicklung werden Personas eingesetzt. Am besten entwickelt man solche Personas mit dem ganzen Team. Dann steht einer vorn und zeichnet und alle machen mit. Hier muss man aber gar nicht zeichnen, man kann auch mit Collagen arbeiten. Als Collage entstehen dann auch sogenannte Moodboards, eine weitere Technik. Das sind sozusagen Mindmaps mit vielen verschiedenen Materialien. Man klebt alles auf eine große Pappe, was zum Thema gehört. Moodboards gibt es in vielen Bereichen: bei Film und Theater, um die Stimmung einer Szene, Kostüme oder auch Bauten zu visualisieren; im Produktdesign, um Materialien, Farben und Formen zu erkunden; in der Werbung, im Marketing und in der User Experience, um sich der Zielgruppe zu nähern. Man klebt Ausschnitte aus Zeitschriften auf oder Fotos. Man macht Zeichnungen, schreibt kurze Texte, Eintrittskarten, Stoffmuster, Glücksbringer, kleine Stofftiere, alles Mögliche kann man hier verwenden. Sogenannte Storyboards dagegen sind wieder richtig streng und formal. Sie sind nur gezeichnet. Sie zeigen den Ablauf einer Szene im Film. Auch in der User Experience verwendet man Storyboards. Da visualisieren Sie zum Beispiel, wie eine Person mit einem Gerät umgeht. So führt man im Wortsinn vor Augen, wie die Nutzer später mit der Anwendung oder eben dem Gerät umgehen sollen. Das ist viel schneller und einprägsamer als die Beschreibung in Textform. Sogenannte Customer Journey Maps schließlich arbeiten wieder viel mit Text. Sie ähneln mehr einem Diagramm oder einem Ablaufschema. Sie sind wichtig für die nutzerzentrierte Entwicklung. Customer Journey Maps sind ein Werkzeug, um den Nutzer und seine Probleme, seine Erfahrungen besser zu verstehen. Sie stellen dar, wie eine Person vom ersten Bedarf hin bis zur Nutzung eines Produkts mit diesem umgeht. Schließlich gibt es noch sogenannte Sketchnotes. Sketchnotes sind visuelle Notizen von Veranstaltungen oder Besprechungen. Inzwischen sieht man auf Kongressen mehr und mehr Leute, die so mitschreiben. Das macht mehr Spaß und schult das Zeichnen wie auch das visuelle Denken. Und wer das richtig gut kann, der kann zum Beispiel ein Graphic Recording machen. Das ist eine Live-Mitschrift in gezeichneter Form. Es steht also jemand neben der Bühne und visualisiert, was der Vortragende gerade präsentiert. Manchmal hört man auch den Begriff Visual Facilitating. Das bedeutet so viel wie visuelle Unterstützung. Ein Visual Facilitator ist jemand, der anderen mithilfe von Zeichnungen beim Denken hilft; jemand, der Zusammenhänge aufzeichnet; der zum Beispiel als Moderator in einem Workshop Ideen sammelt, festhält, sortiert und weiterentwickelt. Jetzt habe ich also den ganzen Werkzeugkoffer an Methoden vor Ihnen ausgebreitet. Sie wissen jetzt, was es alles gibt. Aber keine Sorge, Sie müssen die Methoden nicht alle können. Suchen Sie sich aus, was Ihnen nützlich erscheint. Diese kleine Grafik hilft Ihnen, Aufwand und Nützlichkeit dieser Methoden einzuschätzen. Je weiter links die Methode steht, desto schneller geht es, bis Sie sie beherrschen. Je weiter unten sie steht, desto weniger visuell ist sie und umso weniger müssen Sie somit zeichnen, um sie einzusetzen.

Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Lernen Sie, mit visuellem Denken an neue Lösungsansätze zu kommen. Jens Jacobsen zeigt Ihnen dafür die notwendigen Fertigkeiten am Whitboard.

2 Std. 40 min (33 Videos)
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