Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Meine Rechte und Pflichten in sozialen Netzwerken

Einsatz von "Social-Plug-ins"

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Dieses Video nennt die Voraussetzungen für den rechtskonformen Einsatz von Social-Plug-ins auf der eigenen Website.

Transkript

Zu den wichtigsten datenschutzrechtlichen Pflichten des Betreibers an einer nicht nur rein privat ausgerichteten Webseite gehört es eine Datenschutzerklärung bereitzustellen. In dieser werden üblicherweise Angaben zum Umgang des Webseite-Betreibers mit den Daten der Besucher geleistet. Es wird also etwa zur eventuellen Weitergabe der Daten an Dritte Stellung genommen, auf das bestehende Auskunftsrecht hingewiesen oder auch der zuständige Ansprechpartner samt Kontaktdaten aufgeführt. Ein zentraler Punkt in den Datenschutzhinweisen ist die Nutzung von "Social-Plug-ins", sofern diese tatsächlich zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um kleine Info- Grafiken mit bestimmten Zusatzfunktionen. Wird beispielsweise der "Like"-Button angeklickt, dann wird dies bei Facebook registriert und falls der Nutzer in seinem Account eingeloggt ist, direkt in seinem Profil gespeichert. Über den "Tweet"-Button kann ganz einfach via Twitter ein interessanter Beitrag geteilt werden, gleiches gilt für den LinkedIn-Share-Button. Das Problem bezüglich der Social-Plug-ins besteht nun darin, dass bei dem Übermittlungsvorgang zum sozialen Netzwerk unter anderem auch die IP-Adresse des Nutzers übertragen wird. Und weil diese ein personenbezogenes Datum ist, darf eine Übertragung nur dann erfolgen, wenn der jeweiligen Nutzer vorab eingewilligt hat oder eine gesetzliche Ausnahmeregelung vorliegt. Eine Ausnahmevorschrift existiert jedoch nicht, so dass die Nutzerzustimmung zwingend erforderlich ist. Zur Lösung dieser Problematik sollte eine sogenannte "2-Klick- Lösung" zum Einsatz kommen. Kern dieser Methode ist, dass zunächst Platzhaltergrafiken anstelle der eigentlichen Social-Plug-ins eingeblendet werden und die Nutzer mittels Mouse-over-Text über die Funktionsweise informiert werden können. Es gibt inzwischen verschiedene technische Ansätze zur Umsetzung dieser 2-Klick-Lösung, unter anderem auch in Form von Erweiterungen für die gängigen Content Management Systeme. Der Heise-Verlag bietet mit dem "c't Shariff" eine eigene Variante an. Folgende Punkte sind für die korrekte Umsetzung der 2-Klick-Lösung zu beachten: Einbindung von Platzhaltergrafiken, ohne sonstige Funktionen. Darstellung von Informationen bezüglich der Social-Plug-ins beziehungsweise der 2-Klick-Lösung im Mouse-over-Text, Aktivierung der Social-Plug-ins nach dem ersten Mausklick des Nutzers. Nutzung der Funktionalitäten erst nach dem zweiten Mausklick, sowie ausdrücklicher Hinweis auf die Social-Plug-ins und die 2-Klick-Lösung im Rahmen der eigenen Datenschutzerklärungen. Jedes einzelne Social-Plug-in, das zum Einsatz kommt, muss in einem separaten Abschnitt der Datenschutzerklärung so exakt wie möglich beschrieben werden, damit der Nutzer über die jeweilige Funktionsweise in ausreichendem Maße informiert wird. Die umfangreiche Aufklärung ist Voraussetzung dafür, dass der Einzelnutzer überhaupt wirksam in die Nutzung seiner persönlichen Daten einwilligen kann.

Meine Rechte und Pflichten in sozialen Netzwerken

Lernen Sie die rechtlichen Problemfelder in der Online-Welt kennen und profitieren Sie von den Empfehlungen eines erfahrenen Rechtsanwalts.

1 Std. 10 min (32 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:31.01.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an ausgewählten Stellen in Österreich und in der Schweiz bis einschließlich August 2016 und soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!