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Grafikdesign für Nicht-Grafiker: Farbe

Einen Farbindex entwerfen

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Welche Schriftfarben oder Farbflächen harmonieren zu Bildern? Als Pipettentrick bekannt, entnimmt man einzelne Farben einem Bild, dann können diese zum Farbindex der Gestaltungsfläche werden.

Transkript

In diesem Film möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie sehr einfach einen Farbindex entwerfen können, ohne lange darüber nachdenken zu müssen, welche Farben zu einem Bild passen können und welche nicht. Jedes Bild, egal ob Illustration oder Foto hat eine eigene Farbstimmung, vorausgesetzt natürlich, dass es kein Schwarzweißmotiv ist. Die Farbstimmung besteht aus mehr oder weniger leuchtenden Farben und Sie fragen sich vielleicht, welche Farben in Ihrer Gesamtgestaltung dazu passen könnten. Wenn Sie zum Beispiel Schriften einfärben, Grafiken oder Diagramme ergänzen, farbige Hintergründe, Schmucklinien oder Farbflächen anlegen wollen. Da gibt es eine sehr einfache Methode, die immer funktioniert. An diesem Beispiel, ein sehr buntes Bild, möchte ich Ihnen zeigen, wie das geht. Die Teller hier habe ich übrigens während einer Urlaubsreise fotografiert. Wir sehen im Bild ein kräftiges Kobaltblau, ein schönes leuchtendes Orange, ein warmes Rot, Gelb und gedeckte Farben, wie das unterschiedlich hell reflektierende Braun der Tischplatte, das ganz dunkelrotes Tischtuchs oben links und unten rechts. Der Teller oben in der Mitte hat noch einen grünen Rand. Insgesamt steht und also eine reichhaltige Farbpalette mit meist kräftigen Farben zur Verfügung. Wir isolieren die Farben, indem wir die einzelnen Töne herauspicken und erstellen so eine individuelle Farbpalette. Viele Gestaltungsprogramme bieten hierzu eine elektronische Pipette an, mit der man den Farbwert aufnehmen und messen kann. Aus den ausgewählten Farben können wir uns nun bedienen und farbige Gestaltungselemente anlegen um, wie schon erwähnt, Schriften einzufärben, Hintergründe, Grafiken, Diagramme und so weiter oder auch Farbüberlagerungen anlegen. Das Geniale daran ist, dass unsere ausgewählten Farben immer zur Motiv passen werden, ohne dass wir viel ausprobieren müssen, weil sie aus dem Motiv selbst erzeugt wurden. Die Farbpalette lässt sich dann durch unterschiedliche Helligkeitsabstufungen erweitern. Hier habe ich nur jeweils drei Helligkeitsstufen hinzugefügt. Würden wir die sechs ausgewählten Farben in 1 %e Stufen aufteilen, würden uns theoretisch also 600 Farbtöne zur Verfügung stehen. So viele Farbtöne brauchen wir natürlich niemals, aber alle diese 600 Farbtöne würden immer zum Motiv passen. Einige Gestaltungsprogramme bieten sogar eine automatisierte Erzeugung von Farbpaletten an. Sie kombinieren noch zusätzliche Farben, die zu dem ermittelten Farben passen. Mir persönlich reicht in meiner Gestaltungsarbeit die einfache Pipette-Methode kombiniert mit nur wenigen Helligkeitstufen aus. Dieses Bildbeispiel weist etwas gedeckt darauf haben auf und ich wende die Pipette-Methode an um zu schauen, welche Farbwelt sich hier erzeugen lässt. Dieses Foto habe ich übrigens auf derselben Reise aufgenommen und jetzt dürfen Sie raten, wo ich war. Auch hier picke ich einige Farben heraus, zum Beispiel wieder das leuchtende Kobaltblau der Plastikbox unten rechts, vielleicht das Braun des T-Shirts, das Grün des Kaftans links, das Rot der Flagge, das Pink des Tuchs auf dem Sofa und noch das Ocker der Hauswand. Natürlich können Sie auch jede andere weniger oder mehr Farben auswählen oder nur die Farben, die Ihnen gefallen. Jede hier rauserzeugte Farbwelt wird passen zum Motiv sein. Auf dem ersten Eindruck wirken die hier separierten Farben schon etwas gedeckter aber immer noch recht klar. Aber in der Helligkeitsabstufung entsteht eine insgesamt schon viel zartere Palette. Hätten wir nur zarte Farben aus dem Bild gewählt, wäre unsere Farbbild insgesamt natürlich noch viel gedeckter ausgefallen, aber nochmals alle Farben würden passen. Was ein letztes Beispiel zeigen soll. Dieses Motiv lebt durch seine stimmungsvolle Tonnigkeit. Die einzigen kräftigeren Töne sind das Rose und die Rottöne die warm Ocker- und Orangetöne in dem Beutel rechts oben. Dort findet sich auch noch ein kleines Mittelblaues Farbfeld. Ich picke wieder die Farben heraus. Das kleine blaue Farbfeld aus dem Beutel, Rot aus der Blüte, aus dem Beutel wieder Orange und Ocker, das warme Grau der Wand und das Pink im Kissen. Die Farben sind noch zarter und werden von nur wenigen kräftigeren Töne durchwirkt, die aber nicht mehr leuchten. Mehr gibt das Bild nicht her und das ist gut so, denn eine Gestaltungskombination mit leuchtenden Farben würde nicht mehr zum Bild passen. Sie würden das Bild erdrücken und ihm die sinnliche Wirkung nehmen. Sie sehen also, dass es ganz einfach ist Bildern die passende Farbpalette zuzuordnen ohne Unsicherheiten, Suchen oder Kopfzerbrechen. Picken Sie die Farben aus dem Bild, die Ihnen gefallen, separieren Sie sie mit Hilfe der Pipette-Methode stufen Sie sie in der Helligkeit ab und Sie finden immer das richtige Farbbild.

Grafikdesign für Nicht-Grafiker: Farbe

Holen Sie sich das Farbverständnis, das Sie als Gestaltungsanfänger brauchen, um grafische Entscheidungen gezielt treffen zu können!

1 Std. 11 min (15 Videos)
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