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Microsoft Exchange Server 2016 Grundkurs: Fehlerbehebung, Sicherung und Wiederherstellung

Einen Exchange-Server online sichern

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Sehen Sie in diesem Film, welche Vorbereitungen Sie treffen müssen, um einen Exchange-Server online sichern zu können.
07:05

Transkript

In diesem Video gehe ich auf die Online-Sicherung von Exchange Server 2016 ein. Wenn Sie sich im Exchange Admin Center den Bereich "Server" "Datenbanken" ansehen, erhalten Sie eine Information, welche Datenbanken in Ihrer Umgebung vorhanden sind. Per Doppelklick können Sie die Einstellungen der Datenbank öffnen, Sie sehen hier auch, wann Sicherungen durchgeführt wurden, also wann die letzte vollständige Sicherheit durchgeführt wurde. Das heißt alle Datenbankdateien und die Transaktionsprotokolle und wann die letzte inkrementelle Sicherung durchgeführt wurde, also die aktuellen Transaktionsprotokolle seit der letzten vollständigen Sicherung. Im Exchange-Verzeichnis finden Sie darüber hinaus im Verzeichnis mit den Postfächern, hier unter "Microsoft" "Exchange Server" "v15" "Mailbox", ein Verzeichnis für jede Datenbank, die auf dem Exchange Server vorhanden ist. Und Sie siehen hier auch, welche Transaktionsprotokolle noch vorhanden sind und die Datenbankdatei. Wenn Exchange die Daten sichert, werden zum einen die Exchange-Datenbanken gesichert. Die Transaktionsprotokolle werden gesichert und Exchange legt während der Datensicherung sog. Patch-Dateien an. Das sind Dateien, die Änderungen enthalten, von Bereichen, die bereits gesichert wurden. Ganz am Ende der Datensicherung werden diese Patch-Dateien ebenfalls noch einmal gesichert. Dadurch ist wirklich sichergestellt, dass Sie dann in einer Online-Sicherung alle aktuellen Daten von Exchange gesichert haben. Sie sollten aus diesen Gründen sicherstellen, dass die Datensicherung idealerweise zu Zeitpunkten stattfindet, an denen keine Benutzer oder möglichst wenige Benutzer mit dem Exchange Server arbeiten, und an denen auch nicht die Wartung der Datenbank durchgeführt wird. Bei der vollständigen Sicherung werden die Exchange-Datenbankdateien gesichert, also die EDB-Dateien und alle Transaktionsprotokolle. Anschließend wird sichergestellt, dass alle Transaktionsprotokolle, die in der Datenbank geschrieben sind, also alle Transaktionsprotokolle, die die Datenbank aktuell nicht produktiv nutzt, durch das Sicherungsprogramm gelöscht werden. Sie geben dadurch also Festplattenplatz frei. Anschließend legt Exchange ja ständig weiter neue Transaktionsprotokolle an, da Anwender mit dem System arbeiten, beziehungsweise auch der Exchange Server weiter Aktionen in der Datenbank durchführt, die Transaktionsprotokolle auslösen. Wenn Sie eine inkrementelle Sicherung durchführen, wird nicht die Exchange-Datenbank gesichert, sondern bei der inkrementellen Sicherung werden nur die Transaktionsprotokolle seit der letzten Sicherung gesichert. Der Vorteil dabei ist, dass die inkrementelle Sicherung sehr schnell durchgeführt werden kann, da ja nur wenige Transaktionsprotokolle gesichert werden müssen. Und Sie können dadurch also eine Sicherungsstrategie aufbauen auf Basis einer vollständigen Sicherung, die auch Plattenplatz freigibt, und der inkrementellen Sicherung. Bei einer inkrementellen Sicherung werden die Transaktionsprotokolle anschließend gelöscht. D. h. wenn Sie eine Exchange-Datenbank vollständig sichern, werden die Protokolle gelöscht, da die Datenbankdatei und die Protokolle gesichert werden. Bei einer inkrementellen Sicherung werden nur die Protokolle gesichert, aber diese Protokolle auch gelöscht. Sie müssen bei einer Wiederherstellung aber auch darauf achten, dass diese bei inkrementellen Sicherungen sehr lange dauert. Denn Sie müssen zum einen die letzte vollständige Sicherung wiederherstellen, also die Datenbankdatei und die vorhandenen Transaktionsprotokolle, und Sie müssen alle inkrementellen Sicherungen und damit alle gesicherten Transaktionsprotokolle wiederherstellen. Das kann einige Zeit dauern. Bei einer vollständigen Sicherung, also wenn Sie auf Basis einer vollständigen Sicherung eine Wiederherstellung durchführen möchten, reicht es aus, nur die vollständige Sicherung wiederherzustellen. Das ist auch der Grund, warum in den Einstellungen der Exchange-Datenbanken der Sicherungszeitraum für die letzte vollständige Sicherung und die letzte inkrementellen Sicherung angegeben ist. Die dritte Sicherungsvariante, die allerdings nicht von Exchange überwacht wird, ist eine differenzielle Sicherung. Viele Datensicherungsprogramme unterstützen differenzielle Sicherungen, weil sie gegenüber inkrementellen Sicherungen den Vorteil bieten, dass diese schneller wiederherzustellen sind. Die differenzielle Sicherung sichert wie die inkrementelle Sicherung alle Transaktionsprotokolle, aber nicht die Postfach-Datenbank. Im Gegensatz zur inkrementellen Sicherung werden bei einer differenziellen Sicherung aber die Transaktionsprotokolle nicht gelöscht. Das heißt, jede differenzielle Sicherung innerhalb einer Woche wächst mit der Zeit an, es werden immer mehr Daten gesichert, da zum einen die bereits vorhandenen Transaktionsprotokolle gesichert werden, aber auch die alten Transaktionsprotokolle enthalten sind. Und am Ende der Woche wird es wieder durch die vollständige Sicherung aller Transaktionprotokolle gelöscht. Der Vorteil dabei liegt auf der Hand. Wenn Sie in diesem Fall eine Wiederherstellung durchführen müssen, benötigen Sie nur die letzte vollständige Sicherung und die letzte differenzielle Sicherung. Denn die letzte differenzielle Sicherung enthält auch alle Transaktionsprotokolle seit der vorherigen vollständigen Sicherung. Der Nachteil ist allerdings, dass der Speicherplatzbedarf des Exchange Servers stark ansteigt, da unter der Woche, beziehungsweise zwischen vollständiger Sicherung und differenzieller Sicherung keine Protokolldateien gelöscht werden. Im Gegensatz zur inkrementellen Sicherung können Sie bei der differenziellen Sicherung in den Einstellungen von Postfach-Datenbanken, hier auf der Registerkarte "Wartung", auch nicht die Umlauf-Protokollierung aktivieren. Denn die differenzielle Sicherung baut ja stark auf die Transaktionsprotokolle und deren Vorhandensein auf, und bei einer Umlauf-Protokollierung werden die Transaktionsprotokolle ständig überschrieben. D. h. wenn Sie die Umlauf-Protokollierung aktivieren, sollten Sie regelmäßig vollständig sichern bzw. dann inkrementell. Differenziell können Sie in diesem Fall nicht verwenden. Als Online-Sicherung in Exchange stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können entweder ein vollständiges Datensicherungsprogramm verwenden und einen Exchange-Agenten, das ist auch der empfohlene Weg, oder für Übergangszeiten oder für kleine Umgebungen können Sie auch die Windows Server-Sicherung verwenden. Die Windows Server-Sicherung in Windows Server 2012 r2 und Windows Server 2016 ist in der Lage, die Exchange Datenbank online zu sichern; und zwar vollständig, differenziell und inkrementell.

Microsoft Exchange Server 2016 Grundkurs: Fehlerbehebung, Sicherung und Wiederherstellung

Lernen sie, wie Sie Exchange Server 2016 sichern und wiederherstellen können und erhalten Sie Unterstützung bei der Fehlerbehebung.

2 Std. 17 min (20 Videos)
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Erscheinungsdatum:15.11.2016

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