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Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Eine grobe Tonwertskizze anfertigen

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Gegenüber der einfachen Linienzeichnung schätzt der Trainer eine weitere Variante: Flächen, Umrisse und Graustufen sind die Aspekte, um die sich seine Gedanken hier drehen.
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Transkript

Ich hatte es schon erwähnt, neben der Herangehensweise, eine grobe Skizze, eine Linienzeichnung zu machen, gibt es auch noch einen zweiten Ansatz, den ich persönlich ganz gerne mag, und der geht eher in die Richtung mit Flächen und mit Graustufen zu arbeiten. Und das werde ich jetzt auch mal machen. Wiederum für das Motiv was wir vor unserem inneren Auge hoffentlich schon einigermaßen haben. Ich fülle dann gerne mal eine größere Fläche mit so einem mittleren bis dunklen Grauwert, nehme mir dann ein Schwarz, um meine Arbeitsfläche einzugrenzen, quasi das Format. Ich mag es dabei auch tatsächlich, wenn das Ganze ein bisschen grob aussieht. Und jetzt mache ich im Grunde das Gleiche, ich versuche eine ganz grobe Ansicht meiner Szene zu entwickeln. Aber anstatt jetzt in Linien zu denken, denke ich jetzt in Flächen und Umrissen. Da fällt mir vielleicht wirklich als erstes der kleine Schrein, diese Pagode ein, die sich vielleicht als dunkler Umriss hier abzeichnet. Dann haben wir auf jeden Fall diese Grasfläche. Und der hellere Ton jetzt allerdings wiederum, den schnappe ich mir aus dem Hintergrund. Weil dieser Steinweg sicherlich sich hell von dem Gras abheben wird. Und dann die Bäume, die, wie gesagt, im Gegensatz zur Pagode eher organisch, eher schwungvoll. Das Blätterdach dunkel. Das wirft ja letztendlich auch hier einen Schatten, in dem auch diese Pagode steht. Auch hier das Blätterdach dunkel. Im Hintergrund tatsächlich ein paar Bäume, die sich vor dem hellen Hintergrund so ein bisschen abzeichnen. Der Boden allerdings wieder ein bisschen dunkler. Und so ganz langsam entsteht auf diese Art und Weise das Bild. Diese Methode erfordert auf jeden Fall, wenn wir das vergleichen mit der Skizzenmethode, ein bisschen mehr Erfahrung. Ist auch ein bisschen anspruchsvoller fürs Gehirn. Ich merke auf jeden Fall gerade, dass mein Sprachzentrum ein bisschen blockiert wird, von der Aufgabe hier, auf einmal eine virtuelle Ansicht von so einer Szene hier zu gestalten. Und da funktioniert das Gehirn auch tatsächlich anders, also davon bin ich überzeugt. Da funktioniert das Gehirn anders, wenn es wirklich in solchen Flächen denken muss oder aber, wenn es einfach in Linien denken muss. Meine ganz persönlich Theorie ist, die will ich hier mal als Amateurneurologe zum Besten bringen, dass, wenn man so in Flächen arbeitet und in Umrissen, dass man dann eher optisch an die Sache rangeht, also das, was das Auge letztendlich sehen würde. Und dass, wenn man allerdings in Linien arbeitet, eher haptisch an die Sache rangeht. Also was man fühlen würde. Die Linie beschreibt die Umrisse der Dinge, wenn man sie abtasten würde, während hier jetzt diese abgetönten Flächen, je nachdem, ob sie heller oder dunkler sind, eher das repräsentieren, was das Auge sehen würde, wenn jetzt hier wirklich Licht im Spiel wäre. Ich glaube, dass diese beiden Betrachtungsweisen sehr unterschiedliche Anforderungen an unsere Vorstellungskraft und an unser Gehirn stellen und deshalb auch wirklich sich unterschiedlich anfühlen. Ich würde jetzt auch nicht sagen, dass eine dieser Methoden zwangsläufig besser ist. Nur ich glaube, manchmal hat man vielleicht doch eine konkretere visuelle Vorstellung von einer Szene vor Augen. Und in anderen Fällen hat man vielleicht eher eine konkretere haptische Vorstellung. Wo man sagt: Ich weiß, welche Objekte da sind, ich weiß, was da stehen soll. Aber ich weiß vielleicht noch nicht so genau, wie das im Licht am Ende wirkt. In so einem Fall sollte man auf jeden Fall die zeichnerische Methode verwenden, weil die Zeichnung ist, zumindest wenn man es wirklich als Linienzeichnung ausführt, unabhängig vom Licht, erst einmal. Man kann ja so eine Szene zeichnen und sich noch überhaupt nicht festlegen, ob das jetzt eine Szene ist, die mitten in der Nacht spielt mit sehr diffusem Licht, oder ob da vielleicht die Sonne scheint und ein sehr helles Licht entsteht, mit klaren Schatten oder so. Das sind alles Dinge, die in einer Zeichnung tatsächlich noch gar nicht so stark festgelegt werden. Klar, wenn man jetzt anfängt, in der Zeichnung auch zu schattieren und hier und da ein paar dunkle Flächen einzutragen, wie wir das auch gesehen haben, dann nähert man sich natürlich schon an eine gewissen Beleuchtung an. Aber man kann eine Zeichnung auch auf jeden Fall so gestalten, dass sie völlig flexibel bleibt, was die Beleuchtung angeht und man sich erstmal nur darum kümmert: Was steht denn da überhaupt in meiner Szene? Und erst in einem nächsten Schritt sich Gedanken macht, okay, wie steht es denn da bzw. wie würde man das jetzt unter einer bestimmten Lichtsituation sehen. Diesen Schritt kürzt man halt ein bisschen ab, wenn man jetzt die Methode benutzt, die ich hier gerade benutze. Ich denke jetzt in Licht und in Flächen, die in einer bestimmten Helligkeit zu sehen sein werden. Hier denke ich jetzt: Der Nebel in meiner Szene, der zieht sich so ein bisschen nach hinten und nach hinten wird alles ein bisschen heller. Im Gegenzug, hier die Silhouetten des Blätterdaches, das meine Pagode umgibt, das wird richtig dunkel sein. Und im Gegenzug dazu auch die Schatten, die hier auf dem Boden sind. Und wenn mir irgendein Element hier zu hell geworden ist, dann dunkle ich das direkt wieder ab. Und so entsteht dann langsam aber sicher, auch auf diesem Wege, eine Vorgabe, eine Vision unseres Hintergrundes. Was man halt bei dieser Methode schon sehr schön erledigen kann, ist, die Frage zu beantworten: Wo brauche ich denn jetzt eigentlich hell und dunkel? Also hier zum Beispiel habe ich intuitiv den Umriss dieser Pagode, das Dach hier, da habe ich helle Flächen hinterlegt, weil ich halt möchte oder weil halt mein Bauchgefühl mir sagt, dann wird der Umriss hier schön sichtbar, der ist dann gut zu erkennen. Und während ich bei der Zeichnung vielleicht hier Linien zeichne, wo die Umrisse des Baumes genau so hell sind, wie die Umrisse der Pagode, und mir da sich die Frage noch nicht stellt und ich vielleicht später merke, okay, ich muss meine Blätter vielleicht ein bisschen zurücknehmen, damit die nicht hinter der Pagode eine dunkle Fläche erzeugen, so dass man am Ende das Dach überhaupt nicht mehr sieht, zum Beispiel so. Das könnte in einer Zeichnung noch funktionieren, wo ich nur Umrisse zeichne, aber in so einer Tonwertskizze, so könnte man es auch nennen, da fallen solche Dinge eigentlich sofort ins Auge. Und es könnte durchaus den Prozess ein bisschen abkürzen bzw. beschleunigen. Jetzt habe ich hier aber auch noch geplant, ein Licht im Inneren zu erzeugen und das will ich zumindest hier mit den Graustufen ein bisschen berücksichtigen. Und diese Lichtquelle wird sicherlich auch hier ein bisschen Licht auf den Boden werfen. Und vielleicht sogar ein bisschen Licht hier an die Seiten dieser Steinbömpel. Vielleicht auch sogar hier ein bisschen an das Innere dieses Ständers. Ja, und so komme ich an einer Stelle an, wo ich sage: Okay, das ist auch eine Vision meiner Szene. Gucken wir uns das mal an hier im Vergleich. Also da haben wir einmal unsere Linienzeichnung. Das ist keine reine Linienzeichnung, weil auch hier habe ich schon Tonwerte angedeutet. Aber viel ist auch einfach noch in Linien grob beschrieben geblieben und hier in dieser Methode habe ich jetzt schon ein ziemlich konkretes Bild dieser ganzen Sache vor Augen. Ich kann jetzt hier schon eine Menge herausnehmen. Es war allerdings auch ein bisschen anspruchsvoller, das Ganze zu machen. Da kann ich einfach nur sagen, einfach beide Methoden mal ausprobieren; gucken, womit man am besten klarkommt. Und dann einfach die verwenden, die einem am besten gefällt. Für den nächsten Schritt, die Erstellung der Vorzeichnung, sind auf jeden Fall beide Varianten gleich gut geeignet.

Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

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2 Std. 29 min (19 Videos)
Großes Kino - einfach erklärt
Thomas K.

Danke, das Anschauen war lehrreich und hat mir viel Spaß gemacht! Auch, wenn ich da niemals hinkommen werde. Das würde aber auch meine Zwecke nicht erfüllen. Vielen Dank!

 

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