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Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Eine grobe Linienzeichnung anfertigen

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Sie fertigen mit der groben Bleistift-Pinselspitze eine grobe Linienzeichnung des Motivs an. Achten Sie hier bereits auf die räumliche Wirkung.
08:12

Transkript

Ich habe jetzt tatsächlich eine ziemlich konkrete Vorstellung vor meinem inneren Auge, von dem Background, den ich produzieren möchte. Als allererstes weiß ich, dass ich ein Breitformat gerne malen möchte und das ist das allererste, was ich hier einzeichne, mein Format. Da benutze ich übrigens meine grobe Zeichenpinselspitze, meinen groben Bleistift sozusagen, in Verbindung mit der Shift-Taste, damit kann man nämlich herrliche grade Linien ziehen, horizontal und vertikal. Die werden dann wie mit dem Lineal gezogen, wenn man die Shift-Taste gedrückt hält, beim Zeichnen. Ich habe jetzt tatsächlich eine kleine Szene vor Augen, wo ein kleiner Schrein zwischen ein paar Bäumen steht. Da soll ein kleiner Steinweg hinführen. Und ich bin persönlich recht stark geübt darin, direkt in perspektivischen Ansichten zu denken. Ich versuche hier schon, direkt in einer ganz groben Perspektive, das Ganze zu zeichnen. Wer da drin weniger geübt ist, räumlich zu denken und diese Räumlichkeit auch direkt in einer Zeichnung festzuhalten, den möchte ich gerne nochmal verweisen, auf die Möglichkeit, mit Hilfsmitteln zu arbeiten, mit 3D-Modellen, mit echten Modellen, mit Referenzfotos, alles was einem dabei hilft, die Räumlichkeit so einer Situation vernünftig darzustellen. Und ich versuche, diese Skizze ganz grob zu halten, und jetzt möchte ich Bäume hier, nämlich als Kontrast zu den sehr eckigen geometrischen Formen dieses kleinen Schreins hier, möchte ich die Bäume doch eher organisch halten. Die sollen schön geschwungen sein. Es sollen elegante Formen sein. Und jetzt geht mir ein bisschen der Platz aus. Ich möchte eigentlich hier auch noch ein bisschen einen Baum haben. Das Gute ist, im Digitalen kann man jetzt einfach mal alles auswählen hier in dieser Ebene, Strg+T aktiviert das Transformieren-Werkzeug. Jetzt kann man das einfach mal ein bisschen verkleinern und im Format nochmal ein bisschen verschieben. Etwa so. Und so kriege ich auf der anderen Seite hier auch den entsprechenden Platz, um hier auch noch mal ein bisschen einen Baum im Hintergrund anzudeuten. Ich bin jetzt wirklich ganz grob, ganz skizzenhaft. Und das ist eine von zwei Methoden, die ich gerne einsetze. Einfach mit einer Skizze zu beginnen. Das Ziel ist eine richtige Vorzeichnung, richtig ausgearbeitet, so dass man genau sehen kann, was da letztendlich passieren soll, was am Ende gemalt werden soll. Aber auf dem Weg zu dieser Vorzeichnung muss man dann schauen, welche Methode einem am meisten liegt. Ich werde auch noch eine zweite Methode demonstrieren. Aber das hier ist Methode 1, die ich persönlich sehr häufig verwende, mit der ich wirklich mit Linien, meine kleine Welt hier, meine kleine Szene aufbaue. Mit diesen Linien lassen sich nämlich sehr gut schon ein bisschen die Regeln der Perspektive berücksichtigen und man kommt dann schon relativ in die Nähe des Endergebnisses. Da vielleicht, um das Ganze noch ein bisschen interessanter zu machen, das sind so Perspektivlinien, ein bisschen per Augenmaß eingesetzt. Ich wollte hier noch so ein paar kleine Steinsockel neben den Weg setzen. Vielleicht haben wir die hier am Ende auch nochmal. So. Hier im Hintergrund werden wahrscheinlich noch weitere Bäume zu finden sein. Das deute ich jetzt einfach mal an. Hier setze ich vielleicht auch noch einen Baum neben dem kleinen Schrein an. Dann natürlich noch die Frage, innerhalb des Schreins, was da passieren soll. Hier hat man vielleicht noch den hinteren Balkenständer. Das soll durchaus so ein bisschen asiatisch anmuten, am Ende. Also die typischen runden Dachziegel, die hier am Ende diese kleinen Bögen erzeugen. Und im Schrein, da habe ich auch schon eine grobe Farbidee. Aber Farbe soll jetzt gerade noch gar nicht unsere Thema sein. Trotzdem, wenn man das innere Bild schon entwickelt hat und da sich ein paar Farbideen da hinzu gesellt haben, dann kann man natürlich auch die Zeichnung entsprechend auslegen. Ich habe mir gedacht, dass die gesamte Szene eher dunkel, dämmerisch sein soll. Kühles blaues Licht. Und hier aber im Schrein, soll ein warmes kleines Licht, so einen kleinen Hotspot erzeugen, so dass man auch einen schönen Kontrast am Ende erhält, zwischen dem dominierenden kalten Licht und dann diesem kleinen orangenen Hotspot hier an dieser Stelle im Bild. Langsam konkretisiert sich die ganze Geschichte hier. Ich versuche immer, jede Linie, die ich zeichne, an der Perspektive zu orientieren, die sich hier so ganz grob andeutet. Das muss in der groben Vorskizze noch überhaupt nicht so akkurat sein. Da braucht man, sich gar nicht so sehr unter Druck zu setzen. Wichtig ist so ein bisschen, dass man sich so einen gedachten Horizont irgendwo setzt, ich zeichne den jetzt einfach mal ein, der die Augenhöhe markiert, und dann mit gedachten Fluchtpunkten... -- hier wäre zum Beispiel ein Fluchtpunkt ungefähr so -- dann die Linien zeichnet. Aber die Perspektive dieser Szene, das wird später in der Ausarbeitung der Vorzeichnung dann noch wirklich genau gemacht, mit richtig konstruierten perspektivischen Hilfslinien. Da muss man jetzt hier nur eine grobe Annäherung erreichen. Und was man hier jetzt auch schon tun kann, ist so ein bisschen die Verteilung von hell und dunkel im Bild zu planen. Also hier das Blätterdach dieser Bäume in dem kleinen Schrein, das wird wahrscheinlich eher dunkel. Und auch das Dach und so im Inneren hat man ein bisschen Licht, wahrscheinlich heller und hinter der Pagode ist es wahrscheinlich auch heller. Da wird vermutlich ein bisschen Dunst und Nebel am Ende gute Dienste leisten, um die Form hier hervor zu heben. Das sind allerdings auch Themen, die wir besser behandeln können, wenn wir anfangen, uns über die Farbigkeit des Bildes Gedanken zu machen. Aber man kann all solche Ideen natürlich schon in der frühen Phase, hier sozusagen, eintragen. Ich mache mal hier so einen kleinen Schatten. Vielleicht liegt die kleine Pagode, dieser kleine Schrein, grundsätzlich im Schatten des Blätterdaches. Das heißt, es entsteht hier so eine kleine Schatteninsel. Und so kann man jetzt hier weitermachen. Und grundsätzlich alles, was einem einfällt, hier berücksichtigen, vielleicht hat man hier schon Ideen zu diesem Weg. Der sollte, meiner Meinung nach, grob gepflastert sein. Dann kann man sich vielleicht schon so ein paar ganz grobe Steine hier eintragen. Aber bloß noch nicht zu sehr ins Details gehen. Das Ganze wird später in einer Vorzeichnung akribisch behandelt. Und so kommen wir dann irgend wann bei einem Ergebnis an, wo wir sagen: Okay, das ist etwas, was uns gefällt. Auf der Grundlage kann man weiterarbeiten. Und wenn es nicht so ist, wenn man sagt: Nein, irgendwie weiß ich nicht, vielleicht müsste man doch die Betrachterposition ein bisschen senken, damit die Pagode nicht so klein aussieht, dass man sie vielleicht mehr von unten sieht, damit sie ein bisschen mächtiger wirkt. All diese dinge kann man einfach in einer weiteren Skizze nochmal unterbringen. Wir haben jetzt ja wirklich nicht lange daran gearbeitet. Und dann einfach sicherstellen, dass in dieser Skizze schon etwas passiert, das Motiv schon so Gestalt annimmt, dass man sich auch wirklich vorstellen könnte, das weiter auszuarbeiten. Also mit diesem Stand hier, dieser groben Vorskizze, wäre ich auf jeden Fall schon mal zufrieden, um damit weiterzuarbeiten.

Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Lernen Sie, worauf es bei der Gestaltung eines Hintergrunds ankommt, um Ihre Figur ins richtige Licht zu rücken!

2 Std. 29 min (19 Videos)
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