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Composing-Techniken mit Photoshop: Perspektive, Strukturebenen, Spezialeffekte

Eine Fluchtpunkt-Ebene anlegen

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Die Arbeit mit dem Fluchtpunktfilter beginnt stets mit dem Anlegen einer eigenen Fluchtpunkt-Ebene. Erst danach wird im modalen Arbeitsbereich des Filters eine Art perspektivisches Wireframe erzeugt, das exakt an die Perspektive der Fotografie angepasst wird.
06:43

Transkript

In diesem Video möchte ich Ihnen gerne ein Werkzeug vorstellen, das zu denen gehört, die ich wirklich fast täglich brauche. Na ja, vielleicht nicht täglich, aber sagen wir mal, jeden dritten Tag, mehrmals die Woche brauche ich das auf jeden Fall. Es ist das sogenannte "Fluchtpunkt"-Werkzeug oder der "Fluchtpunkt"-Filter. Das ist eigentlich ein Filter, liegt nämlich auch in den "Filtern" drin, leider ein Filter, das nicht mit Smartobjekten umgehen kann. Schade, sonst könnte man da wieder zurück jumpen in diesen Filter, wenn man feststellt, dass man nicht genau gearbeitet hat. Funktioniert mit dem nicht, ist aber nicht dramatisch, denn man kann ja trotzdem so weit wie möglich non-destruktiv arbeiten, indem man beispielsweise nicht in der Hintergrundebene arbeitet, sondern für diesen Filter eine neue, leere Ebene anlegt, was ich jetzt gerade getan habe. Und dann kann man auch schon loslegen. Man sollte natürlich erstmal wissen, was man überhaupt machen möchte. Und wenn wir uns dieses Bild mal anschauen, wird es, glaube ich, schon recht schnell klar. Sie haben, wenn Sie so was beispielsweise für ein Architekturbüro fotografieren und das so abgeben würden, dann das Problem, dass diese Spiegelung, die sich ja nicht erklärt, weil man das Gebäude, was sich spiegelt, gar nicht erkennen kann aufgrund des Ausschnitts, logisch. Das würde Ihnen wahrscheinlich um die Ohren gehauen. Das möchte der Architekt nicht sehen, möchte er nicht haben, möchte das natürlich ein wenig entspiegelt haben. Diese Entspiegelung kann man mit dem "Fluchtpunkt"-Filter ziemlich gut hinbekommen. Außerdem haben wir auf dieser Seite hier eine Straßenlaterne. "Die ist da normal", kann man sagen, kann man auch drin lassen, je nachdem, für welchen Zweck dieses Bild ist, aber vielleicht brauchen Sie diese Fassade ja ohne die Straßenlaterne. Und wenn Sie das retuschieren wollen mit klassischen Retuschewerkzeugen, mit dem Pinsel zum Beispiel, dann stellen Sie sehr schnell fest, dass das schwierig wird, weil auf einer perspektivischen Fläche das Retuschieren, sagen wir mal, suboptimal funktioniert, denn wenn Sie hier einen Quellpunkt nehmen, den Sie hierhin stempeln, ist diese Perspektive eine andere als hier oben. Und genau das gleicht das "Fluchtpunkt"-Werkzeug aus. Schauen wir uns an, wie es funktioniert. Wir gehen also zu "Filter" "Fluchtpunkt" und bekommen erstmal in einem neuen, modalen Arbeitsbereich, so hat der "Fluchtpunkt"-Filter immer schon funktioniert, diese Ansicht hier. Die können Sie erstmal so stehen lassen. Sie können aber natürlich auch gleich ein bisschen dichter herangehen und für diese erste Fassade, für diesen ersten Fassadenteil dieses Werkzeug verwenden, was jetzt bereits aktiv ist, das "Ebene erstellen"-Werkzeug. Dieser Filter lebt davon oder sagen wir mal, er funktioniert dann am besten, wenn Sie so exakt wie irgend möglich arbeiten. Sie dürfen nicht vergessen, dass in diesem Gebäude gewisse Toleranzen stecken, dass Ihr Objektiv gewisse Toleranzen hat. Und dann wollen wir wenigstens vermeiden, hier auch noch Toleranzen rein zu bauen über den "Fluchtpunkt"-Filter und unsere Punkte so exakt wie möglich setzen. Was meine ich damit? Ganz simpel: Ich fange hier vorne an und versuche, hier meinen ersten Punkt zu setzen. Damit ich genau die Kante treffe, drücke ich die Taste "X", halte sie gedrückt und kann jetzt ganz genau hier meinen ersten Punkt setzen. Wie gut er ist, werden wir gleich sehen, wie gut er getroffen ist, aber der lässt sich natürlich auch immer verschieben. Dann gehen wir hier hoch. Ich drücke wieder die Taste "X", setze den zweiten Punkt, ich gehe hier rüber, versuche jetzt natürlich parallel zu den Fenstern zu arbeiten, also nicht möglichst senkrecht oder waagerecht zu arbeiten, sondern exakt parallel zu den Fenstern diese Linie hier zu legen. Auch da hilft mir die "X"-Taste natürlich, weil ich einfach dichter an das Geschehen herankomme. Setze hier meinen nächsten Punkt und den letzten können Sie nur quasi als geschlossenes Gummiband setzen, auch hier vielleicht mit "X"-Taste, damit die Kante getroffen wird. Und damit wäre dieses Raster schon gesetzt. Jetzt habe ich den Eindruck, dass es oben und unten nicht ganz passt, das heißt, an der Stelle gehe ich nochmal an, passt auch nicht, und verschiebe diesen Punkt ein wenig. So, wie sieht es hier oben aus? Auch da, glaube ich, können wir ein ganz klein bisschen weiter rausgehen. Die Parallelität sieht gut aus und auch diese Kante sieht gut aus. Und damit könnten wir schon fast leben. Ich ziehe es mal noch ein bisschen weiter nach oben, damit wir auch die Möglichkeit haben, diesen Teil der Mauer mit zu verwenden. Das kann man natürlich jetzt getrennt machen für die Vorder- und die Seitenansicht dieses Gebäudes, aber Sie können diesen "Fluchtpunkt"-Filter natürlich auch gleich dort rüber ziehen, einfach hier auf diese Seite weiterziehen. Das geht folgendermaßen: Sie drücken einfach die "Cmd"-Taste, oder "Strg"-Taste am PC, und fassen den mittleren Anfasser an, also nicht den oberen oder den unteren hier, sondern den mittleren. Und jetzt brauchen Sie das wirklich bloß noch hier entlangzuziehen und stellen fest, dass Sie alles andere als glücklich damit sind, denn das passt ja überhaupt nicht mehr hier zur Perspektive. Und das liegt eben daran, dass wir hier mit einem relativ starken Weitwinkel fotografiert haben. Eigentlich müsste man davon ausgehen, dass Photoshop das versteht, aber je nachdem, ob Sie mit einem Weitwinkel oder einer längeren Brennweite arbeiten, sieht diese Flucht eben immer ein bisschen anders aus. Deswegen müssen wir die jetzt anpassen, und da haben Sie jetzt zwei Möglichkeiten. Die einfachere, mal sehen, ob sie funktioniert, ist das Anpassen des Winkels. Da braucht man einfach nur drauf zu klicken und kann dann den Winkel auf diese Art und Weise verändern. Und Sie sehen, das sieht gar nicht mal so schlecht aus. Das kann man fast schon so stehenlassen und natürlich nach hinten verlängern. Die andere Möglichkeit möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Wir gehen hier also wieder auf "270", damit wir hier wieder den Winkel von vorhin haben. Die andere Möglichkeit ist simpel die, dass Sie die Punkte nochmal verschieben, also hier wirklich genau auf die Kante setzen. Auch da hilft uns die Taste "X". Allerdings ist es so, dass sich der Punkt manchmal so ein bisschen hakelig anfühlt. Das ist nicht dramatisch, das kann man mit ein bisschen Geduld hinbekommen. Und jetzt sehen Sie, dass das eigentlich relativ gut passt, noch nicht ganz. Jetzt sind wir eigentlich genau da, wo wir hin wollen. Ist das so? Ich lasse nochmal los und ziehe nochmal nach außen. Ja, okay, damit kann ich gut leben und damit hätten wir erstmal dieses Gitternetz hier drauf gelegt. Was Sie jetzt noch tun können, wenn Sie wollen, wenn Ihnen das was gibt: Sie können die Rastergröße verändern. Das hat mit der eigentlichen Funktionalität des Filters überhaupt nichts zu tun, aber es ist auf jeden Fall ein Hilfsmittel, um zu sehen, wie parallel man denn eigentlich zu den verlaufenden Linien hier arbeitet beziehungsweise dieses Raster gelegt hat, um es eventuell abzubrechen über "Esc" und neu zu setzen oder um zu sagen: "Jawohl, damit kann ich vorläufig mal arbeiten."

Composing-Techniken mit Photoshop: Perspektive, Strukturebenen, Spezialeffekte

Lernen Sie kreative Funktionen für Ihre Bildmontagen in Photoshop kennen. Erfahren Sie, wie Regen und Rost entsteht, wie man Transparenz erzeugt und perspektivisch arbeitet.

2 Std. 47 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:21.04.2017

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