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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Selbst wenn Sie ein sehr erfahrener Bildbearbeiter sind, sollten Sie sich vor der Bearbeitung einen Moment Zeit nehmen, das Bild analysieren und sich Notizen machen, was Sie alles korrigieren oder retuschieren möchten, beziehungsweise müssen. Ich zeige Ihnen hier einige der Möglichkeiten in Photoshop dafür. Sie werden ja sicherlich Ihre Fotos mit einer bestimmten Bildidee geschossen haben. So könnten Sie im Prinzip Ihr Bild öffnen und direkt loslegen mit der Bearbeitung. Doch vielleicht übersehen Sie dann das eine oder andere, was Sie bei einer gezielten Analyse des Bildes vor der Bearbeitung bereits bemerkt haben. Und deshalb sollten Sie sich immer eine Skizze machen, was Sie verändern möchten, was retuschiert werden muss, was Ihnen im Moment vielleicht noch nicht so gut gefällt was später vielleicht dann doch wieder aktuell ist, auf jeden Fall sollten Sie sich Notizen machen, denn viele Sachen vergisst man leicht im Laufe einer Bearbeitung. Und ich würde Ihnen empfehlen, immer zunächst mal sich das gesamte Bild anzuschauen und dann in der geringen Zoomstufe zu überlegen, was Ihnen gefällt und was Ihnen nicht gefällt. Und ich persönlich mache das so, ich nehme mir dann meistens einen Pinsel, der druckempfindlich und scharf ist, mit einer kleineren Pinselspitze und dann kann man mit verschiedenen Farben arbeiten. Ich nehme mir jetzt einfach mal einen Grünton oder ein Rotton, eine Signalfarbe, die mir sagt, dass hier und da noch etwas zu verändern ist. Und dann lege ich mir eine neue leere Ebene an und packe die in eine Gruppe mit Cmd+G, die ich Korrekturanweisungen nenne oder einfach nur Korrekturen. So, dann gehe ich auf diese Ebene und schaue mir das Bild an. Was fällt mir als erstes auf? Ja klar, hier die Haare, da stehen einige ab, die sollten hier retuschiert werden. Dann mache ich mir einfach so kleine Markierungen, wo ich dann schon weiß, aha, da muss was gemacht werden. Hier die Haare, die da reinragen im Bild, die sollten auch weg, und was Sie da für ein Farbcode benutzen, das ist eigentlich völlig egal. Ich habe es mir angewöhnt, dass so kritische Bereiche mit rot markiert werden und Bereiche, die ich hinzufüge oder retuschiere, dass ich diese dann mit einem Grünton benutze oder wo ich noch unentschlossen bin, da nehme ich gelbe Farbe. Also nach einem Ampelsystem rot, gelb und grün. So, was mir beim Shooting sehr gut gefallen hat, war dieser Ausschnitt, aber ich denke, der würde zum Endbild nicht so gut beitragen, weil der ja von diesem Bereich hier, von der Hand und dem Gesicht ablenkt und hier viel zu hell ist in diesem schwarzen Bereich. Also der gehört auch retuschiert, also einfach eine kleine Markierung darüber angelegt. Okay, dann könnte man natürlich hier die Kante noch begradigen, das würde ich einfach so markieren und hier der Bereich, der müsste aufgehellt werden. Und da würde ich jetzt einfach mal wechseln zu grüner Farbe und würde sagen, hier aufhellen, damit die Augen besser sichtbar sind. Dann hier natürlich eine Hautretusche müsste durchgeführt werden. Also zurück zur letzten Farbe und das können Sie finden im Farbfeldermenü. Da sehen Sie jeweils die letzte Farbe, die Sie benutzt haben und die aktiviere ich hier jetzt mal und kann jetzt hier zum Beispiel sagen, dass ich hier die Haut retuschieren möchte und ich nehm dann nur die kleinen Stellen, die mir wirklich als erstes auffallen, hier die Zähne könnten korrigiert werden und so weiter. Okay, und dann hätte ich gerne hier schwarze Nägel. Auch das könnte ich mir hier bereits einskizzieren. Ich nehme also einfach ein dunkleres Rot und sage, ich will hier scharfe Nägel haben. Das muss dann natürlich später in der Endretusche richtig schön gemacht werden, also mit Pfaden und diese dann in eine Auswahl umwandeln und dann mit Schwarz füllen oder mit Farbflächen kann man da arbeiten, kein Problem. So, das wäre jetzt mal im Großen und Ganzen, das was mir als erstes auffällt, was ich machen müsste. So können Sie natürlich noch weiter gehen und dann hier, nehmen wir wieder rote Farbe, zum Beispiel diese Naht, die könnte weg oder die könnte auch verstärkt werden, also da bin ich mir nicht ganz sicher. Also würde ich hier einfach mal gelbe Farbe nehmen und sagen, hier, da weiß ich noch nicht so ganz ob das so alles passt. So und dann zoome ich auf 100%. Und da kann ich mir das genau anschauen, da sehe ich hier schon, das rauscht. Ja und jetzt haben Sie natürlich ein Problem in dieser Zoomstufe, dass Sie hier gar nicht alles so schraffieren können. Das müssen Sie auch gar nicht, denn Sie können sich auch Notizen machen. Und was viele dann machen ist, sie schreiben einfach mit dem Stift Das mache ich manchmal auch, könnte man einfach hier reinschreiben: "Rauschen weg" So, das wäre ganz gut, aber Sie haben auch die Möglichkeit hier komplexere Anmerkungen zu machen, und zwar nicht mit dem Textwerkzeug, also mit diesem hier, können Sie zwar auch überall noch was reinschreiben, aber das stört meist so ein bisschen. Es gibt nämlich ein eigenes Textanmerkungs-Werkzeug. Wenn Sie mal die Taste i drücken, sehen Sie bei der Pipette und da drunter, da finden Sie das Anmerkungen-Werkzeug. So, und da können Sie jetzt einfach hier ins Bild irgendwo klicken was Ihnen auffällt, zum Beispiel hier die Ohren, die sind mir viel zu klein, da klicke ich dahin, habe dann hier dieses Feld und dann öffnet sich gleichzeitig eine Palette Anmerkungen. Und in diese können Sie jetzt Ihre Anmerkungen reinschreiben, das Schöne ist, Sie haben da genug Platz und da würde ich jetzt reinschreiben "Ohren verlängern" Okay. Dann könnte ich an eine andere Stelle gehen. Hier den "Bogen begradigen", dann könnte ich zum Beispiel noch hier auch statt dieser Textinformation, mit dem Rauschen, hier reinschreiben: "Rauschen reduzieren" Und für sich selbst können Sie, da einfach Abkürzungen benutzen. Da müssen Sie nicht unbeding immer alles ausschreiben. Wenn Sie jetzt in einer Arbeitsgruppe unterwegs sind, wo das Werkzeug natürlich toll ist, dann sollten Sie natürlich Ihre Idee, die Sie haben, so formulieren, dass die anderen Leute, die mit Ihnen an diesem Bild arbeiten auch verstehen, was Sie meinen. So dann kann man das hier einfach zuklappen und hier an eine Stelle ziehen, wo es nicht stört und wenn Sie dann letztendlich arbeiten am Bild, dann können Sie die Korrekturebene ausblenden oder alle Korrekturebenen, Sie können natürlich auch mehrere erstellen und ein- und ausblenden und wenn Sie jetzt diese Textfelder stören, können Sie sich einfach mit Cmd+H, beziehungsweise Strg+H ausblenden, dann sehen Sie aber ebenfalls die Auswahl nicht. Wenn ich jetzt also zum Beispiel hier eine Auswahl getroffen hätte und drücke Cmd+H, dann kann ich wählen, was ich damit bezwecken möchte. Beim erstmaligen Aufruf möchte ich Photoshop ausblenden, was der Standard-Shortcut wäre auf dem Mac, möchte ich aber nicht. Ich möchte die Extras ausblenden. Ja, dann wird alles ausgeblendet, die Auswahlen und diese Textfelder. Nochmal Cmd+H, dann wird das wieder eingeblendet. Aber wenn Sie jetzt nur die Textfelder ausblenden möchten, weil die stören natürlich hier bei der Retusche ein bisschen, doch, Dann gehen Sie hier in das Ansichtmenü, unter Anzeigen Anmerkungen, da können Sie sich einfach aushaken. Und wenn Sie jetzt hier drin sind, in diesem Anmerkungsfeld, dann können Sie einfach von Anmerkung zu Anmerkung springen und im Prinzip lässt es sich so sehr gut arbeiten. Das wäre die erste Anmerkung, ja, "Ohren verlängern", da weiß ich schon, aha das ist bei den Ohren, dann "Bogen begradigen", da wüsste ich jetzt nicht wo das ist. Ich müsste das also wieder einblenden. Und im Prinzip können Sie immer, wenn Sie eine Aufgabe erledigt haben, dann einfach hier die Notiz löschen. Dann heißt das also "Ohren verlängern", Okay, mache ich. Ohren sind verlängert, löschen. "Anmerkung löschen." " Nicht wieder anzeigen." Okay. So und so haben Sie genau unter Kontrolle, was Sie alles nach und nach machen müssen und vergessen auch nichts. Und genau so können Sie statt dieser Skizzen natürlich auch hier sich entsprechende Anmerkungen dazusetzen. Also hier beispielsweise hinschreiben, dass Sie spitze, schwarze Fingernägel möchten und durch dieses "Abhak"-System vergessen Sie nunmal wirklich nichts. Also das sind jetzt so einige Möglichkeiten, wie Sie vorab Ihr Bild analysieren können und sich Notizen machen können. Und das geht wie gesagt einmal sehr praktisch mit dem Pinsel auf eigenen Ebenen oder aber mit dem Textanmerkungs-Werkzeug, dass Sie, wie gesagt, hier unter der Pipette in der Werkzeugleiste finden und das sich Anmerkungen-Werkzeug nennt. Und wenn Sie das angeklickt haben können Sie ins Bild klicken, dann öffnet sich automatisch das Anmerkungen-Fenster und da können Sie dann Ihre Anmerkungen reinschreiben. Also, viel Spaß beim Planen Ihrer Bildbearbeitung und vor allem dann beim Abhaken Ihrer selbstgestellten Aufgaben.