Composing mit Photoshop: Lady in Black

Einbau des Reichstagsgebäudes

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Das Reichstagsgebäude lässt sich einfach per Schnellauswahl freistellen. Anschließend wird es in die Szene eingefügt und zusammen mit dem Dom an die korrekte Position geschoben.
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Transkript

Womöglich fragen Sie sich, warum denn eigentlich gerade der Berliner Dom hier rechts im Bild mit dem Berliner Reichstag in ein Composing gesetzt wird. Die Antwort ist relativ einfach: Beide stammen aus derselben Epoche, beide wurden ganz kurz vor dem 20. Jahrhundert gebaut, der Berliner Dom sogar erst 1905 fertiggestellt und eingeweiht. Also, die passen prima zueinander und beißen sich deshalb stilistisch nicht. Und deswegen bearbeiten wir als nächstes den Berliner Reichstag. Das Reichstagsgebäude ist hier. Der passt perspektivisch, werden wir gleich sehen, ganz gut rein. Ich öffne den und den müssen wir natürlich erst wieder freistellen. Die Freistellung könnte man hier, ebenso wie beim Dom, über eine "Kanalfreistellung" machen, aber wir wollen es mal nicht übertreiben. Das ist ein massives Gebäude, sehr heller Himmel darüber, von daher mache ich es mir einfach und hole mir hier das ganz normale "Schnellauswahl-Werkzeug", und schaue mal, wie gut ich damit das Ding freistelle. Ich glaube, es geht relativ zackig. Also das sieht schon ganz prima aus, ich lege eine Ebenenmaske an, kehre sie um über "Cmd+I" oder "STRG+I" und füge das Ding erst einmal ein in unser Finalbild. Also, "Verschieben-Werkzeug", herüberziehen, und dann schauen wir mal, wie das aussieht, und ich denke mal, an der Perspektive müssen wir noch etwas daran drehen. Wir schauen uns die Kante an, aber auch das dürfte man schnell in den Griff bekommen. Kante, wie schon fast erwartet, ist natürlich mit einem weißen Saum versehen, also klicke ich die Maskenkante an, gehe jetzt hier zu meinem Eigenschaften-Bedienfeld, und verändere die Maskenkante. Jetzt könnte sich der eine oder andere fragen, warum macht der das nicht mit dem "Smartradius"? Könnte man mal probieren, ich zeige Ihnen, was da passiert. Es funktioniert einigermaßen, gar nicht einmal so schlecht, würde ich sagen, aber wir haben das Problem, dass der Radius hier immer versucht, möglichst Zwischenräume zu suchen. Also möglichst komplexe Kanten freizustellen und deswegen funktioniert das hier nicht so gut. Das ist einfach ein zu großes Werkzeug dafür, deswegen kein "Smartradius", sondern wesentlich einfacher durch "Kante verschieben". Das können Sie nämlich auch dann verwenden, dieses Werkzeug, wenn Sie mit einer älteren Version arbeiten. Man kann das sehr genau einstellen und sollte es immer mit einer geringfügigen "weichen Kante" kombinieren. 0,5 ist fast ein bisschen viel, 0,4 ist wahrscheinlich besser, damit wir hier schöne weiche Übergangspixel bekommen und das geht mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser, als der "Smartradius". So, damit hätten wir unser Reichstagsgebäude soweit freigestellt. Und jetzt können wir ja mal versuchen, diese beiden Gebäude perspektivisch korrekt in das Bild einzubauen. Das Ganze hat hier noch verschiedenste Namen, das heißt noch "Ebene", "Ebene", "Ebene", keine gute Idee. Deswegen nenne ich das hier mal "Dom" das hier soll der "Reichstag" sein, dann haben wir hier oben die "Brücke links" und "Brücke rechts". Da bin ich faul und lege beide in eine neue Gruppe, nenne die dafür aber jetzt "Brücke" und darunter liegen diese beiden Gebäude. Das ist in diesem Fall auch komplett richtig. Den Reichstag werden wir höchstwahrscheinlich nicht skalieren müssen im Moment steht da viel herum. Der Dom ist einfach zu fett. Der ist zu groß, das ist aber nicht dramatisch, den machen wir kleiner. Zur Sicherheit, damit wir ihn auch wieder größer ziehen können, gehe ich vorher in ein Smartobjekt, das heißt, ich verwandle den in ein Smartobjekt und über "Cmd+T" kann ich ihn jetzt mal ein bisschen kleinerziehen. Es lohnt sich vielleicht, das ganze Bild dabei zu betrachten, dass man sieht, was man tut. Der sollte selbstverständlich immer noch das größte Gebäude am Platz sein, also nicht irgendwie so, der muss schon richtig groß sein, sollte das Ganze hier überragen, aber doch ein Stück kleiner sein, dass das, was wir gerade eben noch hatten, ich schiebe ihn ein bisschen weiter heraus und lasse ihn da erst einmal stehen. Jetzt schauen wir uns einmal die perspektivische Geschichte an. Da ist es eine gute Idee, erst einmal über alles beziehungsweise erst einmal über die Brücke, das reicht vollkommen, eine neue Ebene zu legen. den "Linienzeichner" zu verwenden, die Stärke setze ich mal auf sieben Pixel, das passt ganz gut und ich nehme eine grelle Farbe, ein knalliges Rot. Damit ziehe ich jetzt erst einmal die Linien, von denen ich schon weiß, wie sie verlaufen. Das ist das Brückengeländer hier, da ist ein bisschen wellig, weiß ich, ist nun mal so, ich ziehe trotzdem einmal hier. diese Linie hier drüber, diese Linie hier, versuche einfach den Linien zu folgen, die ich bereits habe. Und von der anderen Seite natürlich auch, hier Brückengeländer, kommen hier ein bisschen weiter unten an, Dann das hier. Und jetzt sehen Sie schon, es gar keinen einheitlichen Punkt. Es ist nicht so, dass es nur noch den Punkt hier gibt. Woran liegt es jetzt? Wir haben doch eigentlich ein Gebäude, was relativ gerade gebaut sein müsste. Das Problem ist, dass die Brücke gewölbt ist, dass die Fläche hier ein bisschen nach oben geht, auf der anderen Seite nach unten und sich das Geländer dem natürlich anpasst. Von daher können wir nur einen ungefähren Horizont ermitteln und den – den male ich jetzt mal ein bisschen dicker, weil es eben auch ein nicht ganz klar definierbarer, jedenfalls nicht über die Linien definierbarer Horizont ist, hole ich mal mit grüner Farbe und ziehe diesen Horizont mit gezogener Shift-Taste ungefähr hier herüber. Da etwa dürfte der Horizont liegen. Wenn wir das jetzt wissen, können wir natürlich mal versuchen, etwas ähnliches hier für den Reichstag und den Dom zu tun. Also neue Ebene darüber anlegen, und erst einmal die Linien, die wir hier sehen. Ich nehme mal wieder mein Rot, was wir vorhin auch schon hatten und ziehe wieder mit einer Stärke von sieben Pixeln hier diese Linie, also einmal hier, einmal da und dann sehen wir, damit kommen wir eigentlich ganz gut hin. Das heißt, der Dom steht schon ganz gut. Ich blende das einmal aus. Den können wir so lassen, ich würde ihn rein gefühlsmäßig noch ein bisschen tiefer setzen. da wir ja ein bisschen Spielraum haben. Also setze ich den Dom mit dem "Verschieben-Werkzeug" noch ein bisschen tiefer herunter. So, und ich setze ihn sogar noch weiter nach außen. Wunderbar. Und den Reichstag könnte man jetzt genauso anpassen, also ebenfalls hier versuchen, mit dem "Linienzeichner"-Werkzeug dem ganzen Ding beizukommen, machen wir am besten auch einmal. Ich klicke also den Reichstag an, neue Ebene darüber und ziehe jetzt für den Reichstag ebenfalls mal diese Linien mit dem "Linienzeichner"-Werkzeug in der Ebene. Dann haben wir die hier noch und spätestens da sehen wir, dass das dann doch deutlich zu hoch ist. Das darf so nicht stehen bleiben. Auch diese Linie hier, dieser Treppenaufgang der weist in eine völlig andere Richtung, aber auch der geht natürlich bergauf. Also, das ist bei der ganzen Geschichte hier nicht so einfach, Wenn wir das jetzt trotzdem versuchen anzupassen, an unseren Horizont hier, an diese Horizontlinie, also darauf achten, dass dieser Punkt auf den Horizont kommt, dann mache ich das einfach mit beiden Ebenen. Also sowohl der Reichstag als auch die Linien, die wir gerade eingezeichnet haben, werden jetzt mit dem "Verschieben"-Werkzeug nach unten gefahren, bis das relativ gut aufeinander passt, so ungefähr und alles andere, was wir hier jetzt vielleicht noch genauer einstellen könnten, was die Perspektive betrifft, liegt im Bereich der Spekulation. Genauer kann man es bei diesem Bild nicht machen. Aber letztlich gilt vor allem, es muss gut aussehen, es muss zueinander passen, Sie müssen das Gefühl haben, wenn Sie darauf schauen, es passt ganz gut. Das Gefühl habe ich jetzt schon. Ich zeige Ihnen mal, wie ich das Gefühl nicht hätte. Wenn wir zum Beispiel so etwas hätten, würde ich sagen "Das säuft weg". Und das hier sieht auch nicht gut aus, mal schnell wieder zurück. Und ebenso ist es mit dem Dom. Spielen Sie ein bisschen herum, nehmen Sie diese Linien, die ich gerade eben eingezeichnet habe, nur als eine Orientierung. Die sind nicht das Evangelium – schöner Vergleich, wenn man die Kirche sieht – aber das ist nicht das, worum es in erster Linie geht, es muss nicht genau sein. Sie haben immer etwas Spielraum bei einem solchen Composing, weil auch die Bilder, die Sie hier zusammenbauen, natürlich ein klein wenig unterschiedlich von der Perspektive sind. Dennoch lösche ich unsere verschiedenen Linienebenen wieder, die brauchen wir jetzt auch nicht mehr. Das sind diese drei hier gewesen und damit haben wir die Gebäude erst einmal ganz gut im Composing platziert.

Composing mit Photoshop: Lady in Black

Sehen Sie, wie ein Compositing entsteht - von der Fotoaufnahme des Models über das Bearbeiten der einzelnen Bilder in Photoshop bis hin zum kombinierten Ergbnis mit Texteffekt.

2 Std. 42 min (31 Videos)
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