Fotorezepte: Das perfekte Arrangement

Effekte nutzen, aber kein 'Kalender-Bild' produzieren

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Hier geht es darum, was es bedeutet, wenn Bilder nur noch rein dekorativ sind. Der Trainer diskutiert, ab wann ein Bild nur noch als 'Grafik' erscheint und bis wann die Gestaltung aus Konsumentensicht noch nachvollziehbar ist.
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Transkript

Kommen wir dazu wie das Ganze aufgebaut ist, wie das Licht gesetzt ist und ja, all die Dinge ganz kurz. Aufgebaut, da mache ich es mir wirklich immer relativ einfach. Da nehme ich meistens ein schwarzes Tuch. Das hat den großen Vorteil, dass es das Licht besonders stark schluckt und sehr sehr dunkel wird, gerade wenn wir mehrmals blitzen, wenn wir Spitzlichter setzen. Dann will ich, dass die Spitzlichter in diesem Fall auf den Nektarinen sind, aber nicht auf dem Tuch. Wenn mir das am Anfang nicht so gut fällt, so als Tipp einfach mal am Set einfach... Ich will es jetzt nicht ganz machen, weil die Pfirsiche trocken bleiben müssen, und die Nektarinen und die Aprikosen. Und aus dem Grund ganz am Anfang einfach mal das Tuch richtig nass machen. Dann gehen so die ganz dicken Knicke gehen raus und es wird sich gleich auch schön entfalten legen. Und wenn es ein bisschen feucht ist, ist es auch ein bisschen dunkler und dann ja, schluckt das noch ein bisschen mehr Licht. So, das ist das Erste, das was wichtig ist wie immer, wenn wir Arrangements machen mit einem Anfang. Also, das hier war meine Nektarine, die ich zuerst ausgewählt habe. Die liegt, dann kommen die zwei großen Bildelemente dazu, sodass ich ein Dreieck habe, dass ich die Tiefe im Bild habe. Und dann kommt wirklich nur noch mit den kleinen Aprikosen die Aufheller und dann schaue ich mir an, welche ein bisschen mehr Farbe hat, welche ein bisschen weniger. Also, das Legen von diesem relativ einfachen Set dauert schon eine Viertelstunde, 20 Minuten, bis man es so hat, dass man sagt: Ja, so Kleinigkeiten sind auch berücksichtigt. Das hier hinten zum Beispiel noch mal, ich kann sie kurz mal wegnehmen. Da liegt noch eine dahinter und man wird das gleich nochmal sehen. Die wird auf diese große Nektarine, auf der Licht abgewandten Seite, nochmal so einen kleinen hellen Reflex geben. Dadurch werden die Dinge rund und sehen natürlich auch besonders appetitlich aus, weil auch die Oberflächen betont werden. Ganz wichtig, man kann ein bisschen pfuschen. Dann ist die Postproduktion einfacher. Wenn die so ein paar kleine unschöne Stellen haben und das ist bei Nektarinen eigentlich immer so. Die sieht nachher kein Mensch mehr, wenn wir die einfach mit so einem feinen Wasserspray einfach mal ein bisschen abspritzen und dann entstehen viele kleine Tröpfchen drauf und die kaschieren wirklich so kleine Unreinheiten auf der Nektarine. So, und dann ist im Prinzip alles schon fertig. Dann mache ich meinen Lichttest und messe eben das Licht. Und wie ich das beleuchte und da ich ein Effekt einbauen will, muss ich das gleich mehrmals blitzen. Das heißt, das muss ich wirklich am Anfang berücksichtigen. Ich stelle jetzt mal die Blende ein, sodass ich einmal blitzen kann. Das wäre dann Blende 5.6 Und ich mache einfach mal den Test, indem ich wirklich eine Aufnahme mache. Da ist jetzt noch die Zeit sehr lange eingestellt. Ich werde also gleich 15 Sekunden belichten. Und dann sieht man auch jetzt schon was passiert. Das ist nämlich der Grund, warum wir das gleich nochmal komplett ohne Licht machen, da das Videolicht das einfach nicht zulässt. Also, bei 15 Sekunden Belichtungszeit würde genau das passieren, das Bild ist fast weiß. Und aus dem Grund gleich ohne Videolicht. Und damit wir das einmal simulieren, gehe ich hier einfach mal auf 125tel und wir machen die Aufnahme nochmal. Jetzt spielt das Videolicht keine Rolle mehr und ich sehe, dass meine Belichtung soweit stimmt. So, so können wir es also machen, nur dass ich jetzt gleich ein Effekt einbauen möchte. Das heißt, die Aprikose hier vorne wird eigentlich hier liegen und auch relativ deutlich dort abgebildet, aber so ein ganz klein bisschen Transparenz bekommen und auch noch mal sich mit einer Aprikose, die kurz daneben liegt, überschneiden. Das ist genau der Effekt, den wir eben schon gesehen haben, wo so die Überschneidung der beiden Aprikosen ist. Und das mache ich wirklich einfach direkt bei der Aufnahme, indem ich mehrmals blitze. In dem Fall, das habe ich vorher ausprobiert, ist es achtmal blitzen und davon bleibt die dreimal an der Stelle liegen und logischerweise dann fünfmal an der Stelle. Und damit das nicht ganz so abstrakt ist, zeige ich nochmal wie das aussehen könnte. Ich nehme also meinen Blitz und gehe hier auf mindestens 10 bis 15 Sekunden in der Belichtungszeit. Die brauche ich einfach, um achtmal blitzen zu können. Wenn ich kürzer belichte, kriege ich das nicht hin, in dieser Zeit achtmal zu blitzen. Dann gehe ich in... entsprechend in meiner Blende soweit runter, in dem Fall auf Blende 32, dass ich auch achtmal blitzen kann. Ja und dann kann ich genau das tun. Ich mache es mal trocken mit Videolicht. Dann sieht man nämlich was ich tue, was ich gleich dann im ganz Dunklen nochmal nachvollziehe. So, das heißt der Verschluss wird geöffnet und ich blitze eins, zwei, dreimal, ändere meine Aprikose und blitze das vierte, fünfte, sechste, siebte und achte Mal. Jetzt warte ich bis der Verschluss wieder zugeht, das ist gerade eben passiert. Und dann kommt genau die Aufnahme hin mit dieser kleinen Überschneidung, die jetzt hier natürlich zu hell ist, weil das Videolicht an war. Genau so werden die gemacht. Und jetzt kann ich, wenn ich das sehe, natürlich das Arrangement ändern, indem ich sage: Ja, das ist mir hier ein bisschen zu hell oder zu dunkel. Und dann blitze ich das vier und viermal, also halbe und halbe Zeit. Oder ich blitze hier fünfmal und nur da dreimal, oder oder oder. Also, es gibt unendlich viele Möglichkeiten das zu variieren. Und ich könnte auch noch weitere Dinge im Bild verändern, während der einzelnen Blitze. Aber da muss man ein bisschen aufpassen, denn es wird dann auch immer relativ schnell unruhig und das wollen wir ja nicht. Und um das jetzt richtig zu machen, werde ich jetzt ganz im Dunklen mal diese Belichtung machen und dann schauen wir uns an, wie die Unterschiede aussehen. Ich glaube, dann wird es deutlicher, wenn wir das mal wirklich anhand der einzelnen Bilder vergleichen.

Fotorezepte: Das perfekte Arrangement

Lernen Sie, wie man Food-Aufnahmen perfekt inszeniert und fotografiert. Die scheinbare Zufälligkeit und das exakt geplante Arrangement führen zur gelungenen Aufnahme.

1 Std. 15 min (13 Videos)
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