E-Mail-Marketing – Grundlagen

E-Mail ist tot, oder doch nicht?

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In den letzten zwanzig Jahren wurde E-Mail mehrfach totgesagt. Zuletzt sollten Social Media und vor allem die Mobile-Messaging-Lösungen wie WhatsApp der E-Mail den Garaus machen. Das Gegenteil ist geschehen. User lesen E-Mails auf Mobiltelefonen.
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Transkript

Wenn Sie in den letzen Jahren eine Konferenz über Online-Marketing besucht haben, dann haben Sie vermutlich nicht mehr viel über E-Mail-Marketing gehört. E-Mail ist tot. E-Mail ist oldschool. Wer macht das denn heute noch? Aber ist E-Mail wirklich tot? In den letzten zwanzig Jahren wurde E-Mail mehrfach totgesagt. Zuletzt sollten Social Media und Mobile Messaging der Mail den Garaus machen. Und was ist passiert? Zeit 20 Jahren lesen wir kontinuierlich immer mehr E-Mails. Die E-Mail ist älter als das Web. 1995 wurde E-Mail erstmals totgesagt. Der Tod sollte kommen durch die SMS. SMS, die direkte Kommunikationsform von Handy zu Handy war live, war sehr persönlich und auch vergleichsweise sicher. Dennoch haben wir immer mehr E-Mails gelesen. 1997 sollte der Tod erfolgen durch Instant Messaging. Der Instant Messenger, wie hier zum Beispiel der AOL Instant Messenger, sollte die direkte Kommunikation über ein Internetprotokoll erlauben und damit deutlich kostengünstiger sein wird als die SMS. Es handelt sich aber wieder vor allem um Live-Kommunikation, und damit ist der Messenger keine Konkurrenz zur E-Mail. 2007 natürlich der Tod durch die Smartphones. Wenn die User so viele Kommunikationsmöglichkeiten auf ihrem Smartphone haben, weshalb sollten sie dann E-Mails lesen, oder gar schreiben? Das Schreiben von Texten auf Soft-Tastaturen ist unkomfortabel, es ist schwierig, vielleicht hat man nicht einmal die E-Mail-Adressen seiner Ansprechpartner präsent. Dennoch, was machen die Menschen? Sie lesen und schreiben E-Mails. Heute eben auf ihren Smartphones. 2011 der Tod durch Social Media. Im Kontext einer Facebook-Seite finden andere Kommunikationsformen neben E-Mail statt. Genau das sollte den Tod von E-Mail auslösen. Nämlich, dass User auf einer Seite sich unterhalten, Nachrichten lesen bzw. schreiben ohne in einen E-Mail-Client zu wechseln. Was ist passiert? Gar nichts. Im Gegenteil. Sie können nicht einmal ein Facebook-Konto ohne E-Mail-Adresse eröffnen. Sie werden per E-Mail darüber informiert, wenn bei Facebook bestimmte Nachrichten eingehen. Facebook hat erkannt, dass Messaging ein anderes Thema ist. Die direkte Live-Kommunikation zwischen den Nutzern, eventuell auch in der Form, dass andere Nutzer nicht zuschauen können, hat dazu geführt, dass Facebook WhatsApp gekauft hat, und mit dem Facebook-Messenger ein eigenes Tool dafür entwickelt hat. Auch hier, wie beim AOL Instant Messenger 15 jahre vorher, handelt es sich um Live- und Direktkommunikation. Wiederum kein Konkurrent für E-Mail. Insgesamt, so schätzt man, werden täglich um die 200 Milliarden E-Mails verschickt. Davon sind zugegebenermaßen 150 bis 180 Milliarden Spam. Spam, das ist die unerwünscht empfangene Werbung, vor allem aus dem Apotheken- und Erotikbereich. Natürlich sind diese 150 Milliarden eine gewaltige Last für die Netze, aber was ist denn mit den anderen 50 Milliarden E-Mails pro Tag? Die werden von den Nutzern gelesen, oder sogar auch als relevant erachtet. Wenn wir die Zahlen von Statistikern bemühen, dann stellen wir fest, dass das E-Mail-Aufkommen weiter wächst. Im privaten Bereich haben wir 2014 rund 87,8 Milliarden E-Mails, und das bleibt die nächsten Jahre ungefähr konstant. Im geschäftlichen Verkehr findet von 2014 bis 2018 ein Wachstum von ungefähr 33 % statt, von 108 Milliarden auf 139 Milliarden E-Mails. Wir kennen das alle: Im Umfeld von Transaktionen erhalten wir Bestätigungs-E-Mails für den Eingang einer Bestellung, oder für den Versand eines Produkts. Wenn diese E-Mails nicht kommen, dann haben wir die Vermutung, dass etwas mit der Bestellung nicht funktioniert hat. Wir achten darauf, dass diese Kommunikationsform von den Unternehmen eingehalten wird, und es gibt sehr genaue Regeln und Gesetze, was diese Unternehmen werblich machen dürfen, und was nicht. Warum ist die E-Mail also nicht tot? E-Mail ist eine etablierte Kommunikationsform. Wir haben gelernt, mit den Vorzügen und Nachteilen von E-Mail umzugehen. Nachteile könnten zum Beispiel auch Spam sein. Wi haben aber auch gelernt, mit Spam umzugehen. Wir können unsere Spamfilter konfigurieren. Die großen E-Mail-Hoster haben eigene große Spamfilter, sowie White- und Blacklists, die entscheiden, ob die E-Mails von bestimmten Absendern durchgelassen werden oder eben nicht. Aber selbst wenn Spam-E-Mails in unsere Inbox ankommen, stellen sie kein großes Problem dar. Wir löschen sie einfach. Das ist auch eine etablierte Form des Umgangs mit E-Mail. Alles andere können wir im Schlaf. Einen Betreff eintragen, einen oder mehrere Empfänger definieren. Wir wissen in der Regel auch, was der Unterschied zwischen einer Carbon Copy (cc) und einer Blind Carbon Copy (bcc) ist, nämlich, dass die anderen Empfängeradressen dem einzelnen Empfänger verborgen bleiben. E-Mail ist eine etablierte Kommunikationsform seit inzwischen 25 Jahren, und sie wird es bleiben. Zweitens: E-Mail ist sehr schnell. Nicht ganz so schnell wie Instant Messaging, keine Frage. Aber sie ist schneller als andere Kommunikationsformen. Sie ist zum Beispiel schneller als das Telefon, wenn wir den Empfänger am Telefon nicht erreichen. Und sie ist On Demand. Das heißt, der Empfänger muss gar nicht an seinem Schreibtisch sitzen und warten, sondern er kann die E-Mails dann abrufen, wann und vor allem auch wo er möchte. Die E-Mail ist sehr günstig, in Herstellung und Versand. Das macht E-Mail zum Marketinginstrument Nummer 1 im digitalen Bereich. Keine Kampagne funktioniert heute ohne E-Mail. Viertens: Die E-Mail ist mobil. Die User haben trotz, oder gerade wegen des Smartphones gelernt, E-Mail auch unterwegs zu empfangen, zu lesen und manchmal eben auch zu schreiben. Der fünfte Punkt ist ein sehr wichtiger Punkt. E-Mail ist Offline Reading. Sie können Ihre E-Mails im Zug oder an der Bushaltestelle lesen. Sie können in älteren E-Mails recherchieren. Selbst wenn sie keinen Empfang haben. Können Sie das auf Facebook? Teilweise können Sie bis zu Jahre später noch recherchieren, in alten E-Mails. Sechstens: Die E-Mail ist ein kleines bisschen persönlich. Vor allem dann, wenn sie gut gestaltet wird. Dazu kommen wir später. Der letzte Punkt referenziert eine Taktik von Facebook. Selbst wenn Sie ganz viele Fans auf Facebook haben, erreicht ein Post von Ihrem Unternehemn nur ungefähr 5 % dieser Fans. Eine E-Mail erreicht virtuell zunächst einmal alle 100 % der Kontakte. Facebook sagt, das habe damit zu tun, dass die Nutzer immer mehr Kontakte pflegen, und Ihre Streams, also Ihre Nachrichtenansicht immer voller wird. Marketing-Experten sind allerdings der Meinung, dass Facebook mit dieser Taktik vor allem die bezahlten Werbeformate auf Facebook befeuern will. Warum sollten Unternehmen also E-Mail-Marketing machen? Erstens: Die E-Mail ist eine tolle Form, um mit Bestandskunden Kontakt zu halten. Sollten die Bestandskunden Ihr Unternehmen eventuell vergessen haben, könnten Sie sie durch E-Mails reaktivieren und wieder zu aktiven Kunden machen. Sie müssen jede Transaktion mit Kommunikation begleiten. Das ist ein sehr wichtiges Vertrauensmerkmal und teilweise auch gesetzlich vorgeschrieben. Sie können auf diesem Weg, also per E-Mail, auch Neukunden aufbauen. Zum Beispiel, wenn potenzielle Neukunden sich zuerst über Ihr Unternehmen informieren, bevor sie Produkte kaufen. Es gibt sogar Unternehmen, deren gesamtes Geschäftsmodell basiert auf E-Mail-Marketing. Groupon, der Gutschein-Dienstleister, ist nichts anderes als eine gigantische E-Mail-Maschine. Langfristig wird gute Kommunikation dazu führen, dass Ihre Marke stärker wird, auch wenn Sie Händler sind. Die User werden mit Ihrem Unternehmensnamen etwas verbinden, und damit auch mit dem Absender der E-Mail. Das ganz Wichtige, aus Sicht von Social Media ist, das die Daten, mit denen Sie arbeiten, Ihnen gehören, während die Facebook-Fans Facebook gehören. Sie haben zwar den Kontakt zu Ihnen über Facebook, wissen aber nicht, ob Facebook nicht morgen schon auf die Idee kommt, diese Daten zum Teil eines Geschäftsmodells zu machen, und von Ihnen Geld für die Kontaktaufnahme zu verlangen. Mit den "sponsored posts" tut Facebook das heute schon. Die E-Mail-Daten dagegen gehören Ihnen. Kommt also 2016 der nächste Tod durch Facebook Business Messenger? Das Tool, das Facebook installiert hat, um auch die Transaktionskommunikation im E-Commerce abzubilden? Ganz sicher nicht. Auch hier hat sich E-Mail fest etabliert. Vor allem auch auf Seiten der Rechtslage. Die Unternehmen müssen E-Mails begleitend zu Transaktionen verschicken, damit Sie wissen, ob das Päckchen verschickt wurde oder nicht. Also, lehnen Sie sich entspannt zurück, und fangen Sie heute an mit E-Mail-Marketing.

E-Mail-Marketing – Grundlagen

Lernen Sie die Grundlagen des E-Mail-Marketings und des Newsletters und erfahren Sie, wie Sie sie am sinnvollsten einsetzen, um effiziente Mittel zur Kundenbindung zu erhalten.

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Erscheinungsdatum:23.07.2015

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