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Ableton Live 9 lernen

Dynamics-EQ – Grundlagen

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Der Vorteil beim Bündeln von Tracks in Sub-Gruppen ist der, dass man in diese Sub-Gruppen weitere Plug-ins "inserten" kann. Was der Trainer damit meint, verdeutlicht er in diesem Video.
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Transkript

Ein weiterer Vorteil im Summieren von Tracks innerhalb des Arrangements auf Subgruppen ist, dass man in diese Subgruppe wiederum Plugins inserten kann. Bei Drums ist es klassischerweise ein Kompressor. Und den zeige ich jetzt mal. Unter "Audio Effects" finden wir hier einen Reiter namens Kompressoren oder "Compressor" und darunter wieder jede Menge Presets. Ich glaube, wir suchen uns den "Brute Compression" aus, weil es irgendwie auch ein lustiger Name ist. Ich klicke die Drum-Subgruppe auf "Solo". Wir sehen, alles wird stumm geschaltet, nur unsere Tracks, die in der Drums-Subgruppe sind, nicht. Ich drücke auf "Play." ♪ (Musik) ♪ Ich deaktiviere den Kompressor und aktiviere ihn wieder. ♪ (Musik) ♪ Okay, hier ist Name Programm. Aber ich werde jetzt versuchen, mal Stück für Stück zu erklären, was so ein Kompressor eigentlich macht. Einen Kompressor kann man eigentlich als automatischen Pegelreduzierer verstehen. Das bedeutet, wenn ein gewisser Grenzwert überschritten wird, der hier im Threshold spezifiziert wird, in dem Fall -31,9 dB, oder jetzt -16 dB, sollte der eingehende Pegel diese -16 dB überschreiten, dann wird dieser Pegel bzw. das, was lauter als -16 dB ist, reduziert, in dem Verhältnis, in diesem Fall, was in "Ratio" eingestellt wird. Hier steht "12,6 : 1", also in diesem Verhältnis wird der Pegel reduziert. Ich demonstriere das jetzt einfach einmal, indem ich hier nochmal auf "Play" drücke. ♪ (Musik) ♪ Wir sehen hier, wie der Pegel reduziert wird. Und wir sehen hier den Pegel, wie er hineinkommt, und unseren Schwellwert "Threshold". Je weiter ich ihn runterziehe, desto heftiger wird reduziert. Je weiter ich ihn raufbringe, desto weniger Spitzen fängt er hier nur noch ab. Und er wird unauffälliger vom Effekt her. Wir können jetzt hier das Verhältnis, Kompressionsverhältnis "Ratio" etwas verändern. Ich mache es hier mal auf 1:1, d. h. jetzt reagiert der Kompressor gar nicht. Und hier können wir ihn langsam reindrehen. Zwei weitere Dinge, die man beim Kompressor wissen sollte, sind der "Attack"-Wert bzw. der "Release"-Wert. Der "Attack"-Wert beschreibt, zu welchem Zeitpunkt, nachdem der Pegel unseren Grenzwert überschritten hat, diese Gain-Reduktion bzw. das Leiserwerden in dem Verhältnis stattfinden soll. Sprich, wenn ich das jetzt extrem einstelle, das bedeutet, erst wenn der Pegel eine Sekunde lang über unserem Threshold liegt, dann tritt erst diese Gain-Reduction in Kraft. Üblicherweise stellt man das im Millisekunden-Bereich ein, denn meistens braucht man diesen Bereich sehr stark für die Drums. Und man möchte, dass die ersten Transienten, sprich die ersten Pegelsprünge des Signals gut durchkommen und erst danach, in diesem Verhältnis reduziert werden. Dieser Wert hier beschreibt, wie lange der Pegel braucht, bis er wieder auf den Normalwert kommt, nachdem der Eingangspegel den Threshold unterschritten hat. Ich stelle auch das jetzt mal extrem ein und drücke auf "Play", damit man sieht, was passiert. ♪ (Musik) ♪ In diesem Fall wird der Gain erst wieder gen Null gehen, wenn der Threshold drei Sekunden lang unterschritten wurde. Ich mache das jetzt mal so und dann sieht man, wie lange es dauert, bis er wieder hier auf Null ist. Üblicherweise orientiert man sich ein wenig am Tempo des Songs bzw. an der Zeit zwischen zwei Schlägen, wenn man Drums komprimiert mit dieser Release-Zeit. Das Auto-Setting im unteren Bereich des Release-Drehreglers nimmt einem diese Arbeit ab und hilft manchmal sehr gut, den richtigen Release-Wert zu finden. Ich versuche jetzt aber so einen Kompressor mal ein bisschen einzustellen, so dass ich das Gefühl habe, dass es ganz in Ordnung klingt. ♪ (Musik) ♪ Ich mache hier den Pegel der Drums ein bisschen leiser noch. Gut. Eigentlich bin ich jetzt mit dem Drums-Sound zufrieden und verschiebe meine Drums-Sounds mal ganz links ins Arrangement. Ich habe mir das so angewöhnt, die Drums immer nach links, dann danach den Bass oder die Bassinstrumente, Pad-Sounds und dann die Lead-Sounds zu machen, damit das Arrangement für mich so von links nach rechts funktioniert. Aber das bin auch nur ich. Als nächstes hören wir uns den Bass-Sound an und deaktivieren das "Solo" hier an der Stelle und hören uns das an. ♪ (Musik) ♪ Mach den Bass auch ein bisschen lauter. Ich habe den Eindruck, dass der Bass etwas mumpfig im unteren Mittenbereich ist und suche mir dafür einen EQ aus. Ich klappe den Kompressor hier wieder ein. Wieder unter "Audio Effects" findet man sämtliche Plugins, die Ableton Live so mit liefert, u.a. auch den EQ8. Wir können ihn auch wieder aufklappen. Der hat wieder jede Menge Presets für diverse Fälle vorbereitet. In unserem Fall möchte ich aber einen EQ nehmen, der noch gar keine Settings hat. Das macht man so, wie auch bei allen anderen Plugins hier: Man geht nicht auf ein Preset und zieht dieses Preset dann ins Arrangement, sondern man nimmt das eigentliche Instrument auf der obersten Ebene und zieht das dann auf das Plugin-Fenster, hier in unserem Fall nach dem Dual OS4 Plastic Bass Analog-Synthesizer. Ich lasse das jetzt los. Und hier ist unser EQ8. Prinzipiell verwendet man einen EQ, um den Frequenz-Bereich des Signals entweder einzugrenzen oder gewisse Teile in dem Signal zu featuren. In unserem Fall hören wir uns den Bass einmal an. ♪ (Musik) ♪ Da sehen wir, dass im unteren Bereich sehr viel Energie ist und relativ wenig Höhen, aber schon auch. Wir können uns das etwas genauer in dem EQ8 anschauen, indem wir hier auf dieses kleine Dreieck klicken. Dann wird das Ganze nochmal vergrößert. Ich drücke nochmal auf "Play" und dann können wir uns das in größer anschauen. Hier ist der Bass. Jetzt nehme ich einfach mal ein Frequenz-Band und hebe es an. ♪ (Musik) ♪ Hier hören wir schon, wenn man es anhebt, wird es auch recht deutlich. Ein weiteres Feature ist, wenn ich hier die Maus in dem Bereich so bewege, sehen wir hier links unten ein kleines Info-Fenster. Hier sehen wir, wieviel dB wir wieviel dB wir absenken würden gerade an der Stelle, auf welchem Ton wir uns befinden hier auch, hier auf C1, Cis1, D1 usw., und darüber die Hertz-Angaben. Noch genauer können wir mit dem EQ arbeiten, wenn wir hier unten hinschauen. Ich drücke nochmal auf "Play". ♪ (Musik) ♪ Und hier sieht man, wo die "3" ist, gibt es hier ein korrespondierendes Menü mit 3 und da kann man noch genauer an der Frequenz feilen, die man entweder anheben oder absenken möchte. Hier kann man noch an der Güte, das ist die Frequenz-Breite, arbeiten. Ich mache das nochmal lauter, dann hört man auch, was da passiert. Also wenn die Güte von einem EQ ganz eng ist, dann bekommt sie so eine kleine Eigenresonanz. Das hat den Vorteil, man erkennt relativ gut, in welchem Bereich dieser EQ jetzt eigentlich arbeitet. Wenn man jetzt sagt, man hat da etwas gefunden, was einem missfällt oder gefällt. Probieren wir das einmal mit dem hier. ♪ (Musik) ♪ hier wummert es mir ein wenig zu sehr, dann kann man das absenken und dann die Güte wieder breiter machen. Das war ein bisschen zu viel, aber hier so in dem Bereich finde ich das eigentlich ganz gut. Jetzt klappe ich den EQ wieder ein und wir hören uns das mal an. ♪ (Musik) ♪ Der Bass ist jetzt auch deutlich leiser als vorher, aber er fügt sich hier auch besser ins Arrangement ein.

Ableton Live 9 lernen

Lernen Sie, wie Sie mit Ableton Live 9 musikalische Ideen umzusetzen und Songs arrangieren und produzieren.

2 Std. 47 min (33 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.12.2016

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