InDesign CC Grundkurs

Druckfarben-Manager und Überdrucken-Vorschau

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Mit Hilfe des Druckfarbenmanagers können Sie überprüfen, welche Farben in Ihrem Dokument verwendet werden und ob diese als Prozess- oder Volltonfarbe gedruckt werden sollen.

Transkript

Sollte das Thema Druckvorstufe für Sie ganz neu sein, so wird das Beispiel, das ich hier jetzt zeige, Ihnen vielleicht ein bisschen gekünstelt oder theoretisch erscheinen. Aber glauben Sie mir, im Alltag kommt das durchaus schon mal vor. Stellen Sie sich vor, wir haben jetzt hier ein Dokument, welches ausschließlich in diesem einen Farbton plus Schwarz gedruckt wird. Wir arbeiten mit der Druckerei A zusammen. Bei der Druckerei A liefern wir das Ganze immer als sogenannte Volltonfarbe ab. Und zwar haben wir das dort nicht in diesem CMYK, sondern dort liefern wir das als eine Volltonfarbe ab, eben als HKS-Wert. Der HKS-Wert, der unserer Farbe hier einigermaßen nahe kommt, das ist der HKS 55 E. Ist nicht ganz exakt, aber das soll erstmal ausreichen. So, jetzt klicke ich hier auf OK, und das ist nun die Druckerei A. Jetzt rufen wir bei der Druckerei A an und sagen: Wir brauchen ganz furchtbar dringend diese Drucksache hier; die muss gedruckt werden. Die Druckerei sagt: Tut uns leid, Ihr meldet Euch zu spät, wir sind ausgelastet bis in drei Wochen. Es tut uns schrecklich leid, Ihr müsst Euch eine andere Druckerei suchen. Das kommt hin und wieder schon mal vor. Die Druckerei, die Sie jetzt aussuchen, arbeitet aber nicht mit HKS-Farben. Sondern da müssen Sie es im CMYK-Vierfarbtonsystem angeben. Aber eben nur ausnahmsweise. Jetzt könnte ich natürlich den gerade gezeigten Weg zeigen, doppelklicke hier drauf und ersetze meinen HKS 55-Farbton, durch den entsprechenden CMYK-Farbton usw. Gibt's keinen anderen Weg? Doch, es gibt einen anderen Weg. Und zwar den sogenannten Druckfarbenmanager. Wenn ich hier diesen Druckfarbenmanager auswähle, dann sehen Sie hier zum einen, welche Druckfarben in meinem Dokument verwendet werden. Nämlich hier meine vier Prozessfarben und hier mein HKS 55-Ton. Wenn ich das jetzt nur einmalig bei einer Druckerei abgeben will, die nicht mit HKS-Farben arbeitet, und bei der es in Prozessfarben umgewandelt werden muss, dann kann ich hier unten einfach dieses Häkchen setzen - ping - und Sie sehen, was passiert: Dieses HKS 55 E wird auf jeden Fall in eine Volltonfarbe umgewandelt. Und dann wird hierfür auch keine zusätzliche Druckfarbe, keine zusätzliche Rotation benötigt. Das ist die eine Sache, die man hier machen kann. Man kann noch eine weitere Sache hier machen. Man kann hier sogenannte Druckfarben-Aliase festlegen. Vielleicht ist in diesem Dokument alles mit HKS 55, aber es soll jetzt ausnahmsweise mal mit einer anderen Farbe gemacht werden. Das könnte jetzt eine andere Pantone, eine andere HKS-Farbe sein, um das hier mal ganz deutlich zu machen, setze ich jetzt hier mal als diesen Alias die Prozessfarbe Gelb. Das ist jetzt in der Tat mal ein Beispiel, das im Alltag sicher nicht sinnvoll ist. Aber das zeigt Ihnen gleich sehr eindeutig, was passiert. Jetzt gibt es hier diesen Alias, dieses HKS 55 wird durch Gelb ersetzt. Jetzt klickt man hier auf OK, und man sieht jetzt hier im Dokument überhaupt nicht, ob das durch irgendetwas ersetzt worden ist. Auch wenn ich jetzt hier unten hingehe und hier die Ansicht wechsle auf Vorschau, sehen Sie auch keine Änderung. Gibt's denn jetzt gar keine Möglichkeit, sich diese Änderung auch schon in InDesign anzeigen zu lassen? Doch, die gibt es. Und zwar über Ansicht. Dort kann man dann in die sogenannte "Überdruckenvorschau" gehen. Dann sehen Sie, was passiert: Nun wird das angewandt, was im Druckfarbenmanager drin steht, nämlich, jetzt wird dieser Farbton durch den Alias-Farbton ersetzt. Die Überdruckenvorschau ist auch noch an einer anderen Stelle sehr wichtig, nämlich dann wichtig, wenn vielleicht Farbflächen überlappend sind, und wenn man sehen möchte, ob diese Farben an diesen Stellen wirklich ausgespart werden oder ob die Farben überdruckt werden und damit zusammenlaufen. Sprich, zu einer anderen Farbe werden. Jetzt könnte man ja auf die Idee kommen: Na, dann lass ich doch die Überdrucken-Vorschau einfach immer an. Dann sehe ich auch immer perfekt, was in meinem Dokument passiert. Ja, gut gedacht - hat aber einen Nachteil. InDesign wird dadurch ein gutes Stück langsamer. Und das macht dann im Alltag oft keinen Spaß. Deswegen arbeitet man tendenziell nicht in der Überdruckenvorschau. Und nur zur Überprüfung des Dokumentes geht man in die Überdruckenvorschau. So, damit mein Dokument aber so funktioniert, wie es soll, setze ich das Ganze hier wieder zurück. Ich gehe wieder in den Druckfarbenmanager, entferne hier wieder meinen Alias, und ich sage hier, das soll gar kein HKS 55 sein, sondern das soll eine ganz normale CMYK-Farbe sein, mit den Farbwerten 100, 5 und 56. Ich klicke auf OK - und dann hab ich das Ganze wieder so, wie es vorher auch war.

InDesign CC Grundkurs

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12 Std. 58 min (102 Videos)
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