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Windows Server 2012 R2: Remotedesktopdienste

Drucker einrichten

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Damit Ihre Anwender Druckaufträge über die Remotedesktopsitzung veranlassen können, müssen Sie auf dem Remotedesktop-Sitzungshost einige Einstellungen vornehmen und zusätzliche Druckertreiber installieren.
11:40

Transkript

Ein häufiges Ärgernis und eine große Fehlerquelle bei Remotedesktop-Sitzungshosts ist das Thema drucken. Wenn Anwender sich von Ihren Thin Clients oder Ihren PCs mit den Remotedesktopdiensten verbinden, möchten die Anwender natürlich unter Umständen auch den einen oder anderen Druckauftrag aus der Remotedesktopsitzung drucken. Das funktioniert allerdings nicht immer uneingeschränkt. Standardmäßig ist Windows Server 2012 R2 so konfiguriert, dass der sogenannte Easy Print Driver überprüft, ob auf dem Client des Rechners ein Drucker installiert ist, und verbindet den Drucker mit der Sitzung auf dem Server. Wenn ein Anwender ein Dokument ausdruckt, dann wandelt der Server dieses Dokument in eine XPS-Datei um, sendet die XPS-Datei über den Easy Print Driver an den Client des Anwenders und druckt diese Daten aus. Das funktioniert in den meisten Fällen, aber nicht immer. In diesem Video zeige ich Ihnen einige Hinweise, wie Sie Druckprobleme lösen, und welche Einstellungen Sie vornehmen müssen. Ich zeige Ihnen zuerst den Remotedesktopclient. Dazu rufe ich mstsc auf. Mit mstsc öffnen Sie den Client für die Remotedesktopverbindung. Der Client entspricht hier in Windows Server 2012 R2 den Einstellungsmöglichkeiten in Windows 8.1. Alle Möglichkeiten, die Sie einstellen können, finden Sie hier über Optionen einblenden. Und hier finden Sie die Registerkarte Lokale Ressourcen. Im unteren Bereich sehen Sie, dass wenn ich mich jetzt mit diesem Remotedesktopclient zu einem Server verbinde, den ich hier eingeben kann, dass die Drucker und die Zwischenablage weitergegeben werden. Über den Bereich Weitere kann ich noch weitere Einstellungen vornehmen. Ich kann Smartcards, ich kann lokale Laufwerke, ich kann andere unterstützte Plug-and-Play-Geräte von meinem lokalen Rechner über diese Sitzung weiterreichen lassen. Die Drucker sind standardmäßig bereits aktiviert. Das heißt, wenn ich mich mit einem Server verbinde, sollten die Drucker verbunden sein. Ich bin hier auf diesem Remotedesktopserver bereits mit einem Remotedesktopclient verbunden. Wir sehen das an der Leiste für die Remotedesktopdienstverbindung. Ich öffne auf dem Server die Systemsteuerung, indem ich nach "system" suche. Die verbundenen Drucker sind immer über Hardware zu finden, und dann über Geräte und Drucker. Hier sehen Sie, umgeleitet sind zwei Drucker, nämlich ein lokal installierter Samsung-Drucker und der XPS-Drucker, also das Microsoft-Pendant zu den PDF-Dateien. Wenn ich also jetzt hier ausdrucken möchte, ich öffne mal auf dem Server WordPad, habe ich die Möglichkeit, über Datei Drucken einen der Drucker hier auszuwählen. Und hier ist mein verbundener Drucker. Das heißt, die Einstellungen auf diesem Drucker würden funktionieren. Jetzt ist es leider in vielen Fällen so, dass der Drucker nicht optimal funktioniert. In diesem Fall müssen Sie einige Einstellungen ändern. Unter Umständen macht es auch Sinn, bei der Installation einer Remotedesktop-Sitzungshostfarm, also einer Installation von mehreren Remotedesktop-Sitzungshosts, auch gleich die Gruppenrichtlinien entsprechend zu setzen. Die Einstellungen für Gruppenrichtlinien auf dem Server, ich schließe dieses Fenster, starten Sie durch gpedit.msc. Sie können natürlich auch mit Gruppenrichtlinien in der Domäne arbeiten und diese an die Organisationseinheit mit den Remotedesktophosts verbinden, um die Einstellungen umzusetzen. Die Konfiguration für die Remotedesktopdienste finden Sie über Computerkonfiguration Administrative Vorlagen und dann Remotedesktopdienste. Hier können Sie verschiedene Einstellungen vornehmen, die die Remotedesktopdienste und die verbundenen Clients betreffen. Für die Druckkonfiguration ist der Remotedesktopsitzungs-Host-Baum interessant, und hier vor allem die Druckerumleitung. Ich aktiviere hier die Registerkarte Standard. Dann sehe ich nur den Namen der Richtlinien. Hier können Sie zum einen festlegen, dass der Standardclientdrucker nicht auch automatisch der Standarddrucker in der Sitzung ist. Dann kann der Anwender das selbst definieren. Sie können eine Druckerumleitung generell ausschließen. Dann dürfen die Benutzer überhaupt nicht drucken. Sie können festlegen, dass immer zuerst der Easy Print Driver verwendet wird, auch dann wenn auf dem Remotedesktopserver ein passender Treiber für den Drucker installiert ist. Sie können festlegen, wie der Fallbackdruckertreiber funktionieren soll, also ein Treiber, den Sie als Fallback, also als Fehlerbehebung installieren können. Und Sie können festlegen, dass generell nur der Standardclientdrucker umgeleitet wird. Das heißt, alle andere Drucker in der Sitzung sind nicht verfügbar. Wenn auf Ihren Servern die Drucker nicht funktionieren, haben Sie noch die Möglichkeit, mit einigen Tricks das Drucken zu erlauben. Ich zeige Ihnen das in diesem Beispiel. Dazu öffnen Sie den Explorer, wechseln auf die C:-Festplatte, dann auf das Verzeichnis Windows. Dann rufen Sie System32 auf und hier das Verzeichnis spool. Das Verzeichnis spool ist dafür verantwortlich, dass Druckaufträge auf die Clients gesendet werden. Hier rufen Sie die Eigenschaften auf und die Registerkarte Sicherheit. Überprüfen Sie hier, ob das System, ob die Administratoren, und ob die Benutzer auf dem Server das Recht haben, zumindest lesend auf den Ordner zuzugreifen, Dateien ausführen dürfen und den Ordnerinhalt anzeigen können. Wenn das Drucken in Ihrer Umgebung nicht funktionieren sollte, können Sie probieren, über Bearbeiten festzulegen, dass die Benutzer noch das Recht Schreiben auf das Verzeichnis erhalten. Dokumentieren Sie aber diese Änderung und überprüfen Sie, ob danach das Problem gelöst ist. Wenn das Druckproblem immer noch nicht gelöst ist, entfernen Sie den Haken wieder. Zusätzlich sollten Sie unterhalb dieses Verzeichnisses noch im Verzeichnis PRINTERS auch die Eigenschaften überprüfen. Auch hier finden Sie die Registerkarte Sicherheit, auch hier die Benutzer. Auch hier kann es unter Umständen Sinn machen, dass Sie den Benutzern erweiterte Rechte geben, also das Recht Schreiben und Lesen. Allerdings nur mit etwas Vorsicht und nur dann, wenn andere Fehlerbehebungsmaßnahmen nicht funktionieren. Generell ist es empfehlenswert, dass sich die Clients immer mit dem modernsten und neusten Remotedesktopdienste-Client verbinden. Wenn Sie mit Windows Server 2012 R2 arbeiten, ist natürlich die optimalste Version Windows 8.1, da hier der neuste Remotedesktopdienste-Client verbunden ist. Für Administratoren aber auch Anwender generell interessant auf den Desktops eines Remotedesktop-Sitzungshosts: Wenn Sie mit PowerShell sich die verbundenen Drucker anzeigen lassen, zum Beispiel mit get-printer, hier sehen Sie auf die Schnelle, ob die lokalen Drucker, hier umgeleitet, angezeigt werden und vorhanden sind und überhaupt erst funktionieren. Denn wenn hier die Drucker nicht angezeigt werden, funktionieren sie auch nicht. Außerdem sehen Sie hier, mit welchem Treiber gearbeitet wird. Sie sehen, hier ist der Drucker Samsung ML-1640 mit einem Remote-Desktop- Easy-Print-Treiber verbunden. Sie können jetzt auf dem Server auch den originalen Treiber installieren. Dann wird der originale Treiber verwendet. Generell sollten Sie natürlich aus Stabilitätsgründen immer zuerst überprüfen, ob ein Drucker mit dem Treiber Remote Desktop Easy Print funktioniert. Wenn Druckjobs nicht funktionieren, haben Sie auch eine Möglichkeit, das in PowerShell zu überprüfen. Dazu brauchen Sie aber in den meisten Fällen eine PowerShell mit administrativen Rechten. Ich öffne das an dieser Stelle über das Kontextmenü. Wenn auf Ihrem Server über das Kontextmenü der Startseite nicht die PowerShell enthalten ist, haben Sie die Möglichkeit, in den Eigenschaften der Taskleiste auf der Registerkarte Navigation die Option zu aktivieren, dass durch Rechtsklick der Startseite PowerShell erscheint. Ich aktiviere diese Option, übernehme diese. Und schon, sehen Sie, wird hier PowerShell angezeigt. Ich kann jetzt also mit get-printer die Drucker anzeigen lassen. Ich könnte mir, wenn ich es wollte, auch die einzelnen Druckjobs anzeigen lassen, das ist relativ einfach, indem ich get-printer aufrufe, das Ganze mit Pipe übergebe an get-printjob, und hier nochmal mit Pipe und formatierte Liste ausführliche Informationen abrufe. Wenn so wie hier kein Ergebnis angezeigt wird, sind auf dem Server auch keine Druckjobs vorhanden. Das heißt, Sie können schonmal recht sicher sein, dass nicht irgendein Druckjob einen dieser Drucker hier blockiert. Das Allheilmittel für nicht funktionierende Druckaufträge, ist, wenn Sie den Spoolerdienst beenden und neu starten. Sie können das generell auch in PowerShell machen. Dazu geben Sie einfach net stop spooler ein. Die Druckwarteschlange wird jetzt beendet, Druckaufträge werden gelöscht. Und mit dem gleichen Befehl, net start spooler, wird der Dienst wieder gestartet. Sie haben natürlich auch die Möglichkeit, mit PowerShell Commandlets zu arbeiten, also dem Commandlet restart-service, und dann spooler. Das funktioniert generell auch. Wichtige Einstellungen im Bereich der Remotedesktopdienste nehmen Sie auch direkt auf den Einstellungsseiten der Drucker vor. Ich öffne auf diesem Server die Systemsteuerung. und öffne die installierten Drucker über Hardware Geräte und Drucker. Hier sind verschiedene Drucker installiert. Ich rufe einfach mal auf einem Drucker, diesem hier, die Druckereigenschaften auf, und hier die Registerkarte Erweitert. Diese finden Sie auf allen installierten Druckertreibern der Server. Und hier können Sie verschiedene Einstellungen überprüfen. Wenn die Drucker nicht funktionieren, wenn Sie die Option Über Spooler drucken aktiviert haben, haben Sie auch die Möglichkeit, festzulegen, die Druckaufträge direkt zum Drucker zu leiten, wenn der Treiber das unterstützt. Sie sehen, hier unterstützt der Treiber das überhaupt nicht. Das heißt, diese Option ist hier deaktiviert. Sie können aber in Ihrer Umgebung überprüfen, ob das funktionieren würde, und können danach testen, ob der Drucker funktioniert. Danach haben Sie natürlich die Möglichkeit, hier festzulegen, dass die Druckaufträge im Spooler zuerst gedruckt werden. Das sollten Sie natürlich so belassen. Sie können diese Option aber auch deaktivieren. Außerdem sehen Sie hier den verwendeten Treiber und können hier unter Umständen auch einen anderen Treiber verwenden, unter Umständen den Treiber Remote Desktop Easy Print. Also hier haben Sie durchaus Möglichkeiten, durch etwas Experimente Drucker zum Funktionieren zu bringen, die standardmäßig nicht mit den Remotedesktopdiensten funktionieren. Sehr wichtig für das Drucken ist natürlich hier auch die Registerkarte Sicherheit. Hier sehen Sie die Berechtigungen, die für den Drucker gesetzt sind. Hier gibt es die Gruppe Jeder und Jeder darf drucken. Wenn es zu Problemen kommt, haben Sie hier vielleicht die Möglichkeit, noch erweiterte Rechte zu vergeben, entweder hier unten Spezielle Berechtigungen über Erweitert oder den Anwendern mehr Rechte zu geben, beziehungsweise hier noch Benutzergruppen speziell aufzunehmen, die ein Recht haben sollen, den Drucker zu nutzen. So können Sie zum Beispiel auch filtern, wenn Sie auf einem Remotedesktop-Sitzungshost einen Treiber installieren, zum Beispiel für ein Multifunktionsgerät, dass Sie über die Registerkarte Sicherheit definieren, dass nur bestimmte Anwendergruppen auf den Drucker zugreifen dürfen und den Anwender dann in die entsprechende Gruppe aufnehmen müssen. Das Ganze müssen Sie aber auch verwalten und natürlich auch überprüfen. Lassen Sie uns zusammenfassen: Das Thema Drucken ist auf Remotedesktop-Sitzungshosts im Grunde ein einfaches Thema. Wenn die Druckertreiber auf den Clientrechnern installiert sind und der Anwender sich mit Remotedesktopdienste-Client mit dem Server verbindet, sollten die Drucker funktionieren. Funktionieren die Drucker nicht, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, das Problem zu lösen und die Drucker ans Laufen zu bekommen.

Windows Server 2012 R2: Remotedesktopdienste

Installieren Sie Anwendungsprogramme zentral auf einem Server und lassen Sie die Anwender über Remotedesktopdienste darauf zugreifen.

2 Std. 43 min (24 Videos)
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