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Resilienz entwickeln

Dritte Säule: Realistischer Optimismus – Hilfestellungen

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Für Pessimisten bietet dieses Video drei konkrete Anregungen, sich in Optimismus zu versuchen.
04:37

Transkript

Für die Pessimisten unter Ihnen möchte ich Ihnen zwei Hilfen an die Hand geben, Ihren Optimismus zu wecken oder zu stärken: Zum einen empfehle ich Ihnen einen einfachen Reality-Check: Wenn Sie sich sorgenvoll in der Vorstellung der schlimmsten Zukunftsszenarien verlieren – und ein Pessimist stellt sich eher den denkbar schlimmsten Ausgang einer Situation vor – dann fragen Sie sich mal bewusst: Was habe ich bereits erlebt, das diese Vorstellungen rechtfertigt? Gemessen an meinen bisherigen Erfahrungen: Wie wahrscheinlich ist es, dass es wirklich so dicke kommt? Habe ich schon mal erlebt, dass die Dinge besser ausgegangen sind, als ich gedacht habe? Und wenn ja: Was hat dazu beigetragen? Damit stellen Sie Ihre pessimistischen Annahmen in Frage, überprüfen deren Berechtigung und öffnen sich für die Idee, dass es auch anders, also besser, kommen kann. Sie nehmen vielleicht eine andere Perspektive ein. Ich mache mir z.B. manchmal vor einer Workshop-Moderation Sorgen über mögliche Schwierigkeiten, die dabei auftreten können. Meistens steigert das meinen Stress und verschlechtert meine Laune. Wenn ich mich dann aber frage, wie oft diese Schwierigkeiten in der Vergangenheit tatsächlich aufgetreten sind, dann wird mir schnell klar, dass all diese Dinge, die ich mir vorstellen kann, bisher so gut wie nie passiert sind. In 99% aller Fälle ist alles richtig gut gelaufen. Stellen Sie Ihre negativen Vorstellungen von dem, was auf Sie zukommen kann, schlicht und einfach in Frage. Oft sind die Vorstellungen weder realistisch noch ist ihr Eintreten sehr wahrscheinlich. Probieren Sie es doch gleich mal aus – mithilfe des Arbeitsblatts „Reality Check“ in Ihren Übungsdateien. Die zweite Technik heißt Refraiming – also frei übersetzt: „neu einrahmen oder umdeuten“. Das Refraiming ist eine Methode aus dem neurolinguistischen Programmieren. Es geht darum, Ereignisse, Situationen oder Informationen anders einzuordnen oder neu zu bewerten. Das macht vor allem dann Sinn, wenn uns bestimmte Gedanken nicht gut tun, uns lähmen und davon abhalten, aktiv unseren Weg zu gehen. Wenn Sie z.B. in einer bestimmten Situation denken: „Ich kann das einfach nicht!“ und darüber frustriert sind: Dann fügen Sie doch mal in diesen Satz das Wörtchen „noch“ ein. „Ich kann das einfach noch nicht!“ Merken Sie den Unterschied? Das ist Reframing. Es gibt zwei unterschiedliche Reframing-Arten. Zum einen gibt es das Kontext-Refraiming: Die Leitfrage lautet hier: In welchem Kontext ist das, was mir widerfährt, oder das, was mich stört, unkritisch oder sogar positiv? Wenn jemand sich z.B. auf Partys nicht wohlfühlt, weil er oder sie nicht gut im oberflächlichen Small Talk ist, dann ist das für große Partys sicher ein Problem. In einem anderen Kontext aber – nämlich in vertraulichen Gesprächen unter Freunden – kann das eine Stärke sein. Die andere Form ist das Bedeutungs-Refraiming. Hier fragt man nicht nach einem alternativen Kontext, sondern nach alternativen Bedeutungen eines Ereignisses. Das Ereignis wird sozusagen neu interpretiert. Wenn Ihr Chef Sie z.B. auf Fehler hinweist, können Sie das als Kritik auffassen. Oder als Hilfestellung, um besser zu werden. Oder ein anderes Beispiel: Ich muss in den nächsten Wochen mein Büro wegen Eigenbedarf der Vermieterin räumen – zunächst ein mittelgroßer Schreck. Aber es hat auch gute Seiten: Vielleicht finde ich noch schönere Räume und der Umzug bringt mit sich, dass ich endlich gründlich entrümpele. Um alternativen Bedeutungen eines Ereignisses auf die Spur zu kommen, können Sie sich z.B. fragen, inwiefern das, was Ihnen gerade passiert, vielleicht auch gut für Sie ist. Welche Chancen eröffnen sich? Was können Sie lernen? Wie würde jemand anderes über die Situation denken? Am besten probieren Sie es gleich mal aus – mithilfe des Arbeitsblatts „Reframing“. Es darf beim Reframing allerdings nicht darum gehen, sich etwas schönreden zu wollen – vielmehr geht es darum, etwas Schönes zu entdecken. Und das stärkt einen optimistischen Blick auf die Zukunft. Denn es kommt immer darauf an, aus welcher Perspektive wir bestimmte Dinge betrachten. Eine andere Perspektive wird uns auch zu einem anderen Endergebnis bringen. Und übrigens: Ein Optimist hat genauso oft Recht und Unrecht wie ein Pessimist – aber er lebt froher.

Resilienz entwickeln

Lernen Sie die sieben Säulen der seelischen Widerstandskraft kennen und erfahren Sie, wie Sie aus Krisen gestärkt hervorgehen.

1 Std. 19 min (18 Videos)
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