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Double-Opt-in und seine Ausnahmen

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Das Double-Opt-in-Verfahren muss zwingend umgesetzt werden, um rechtskonformes E-Mail-Marketing betreiben zu können. Es gibt aber auch eine praxisrelevante Ausnahme von diesem strengen Grundsatz.

Transkript

Um im Alltag rechtskonformes E-Mail-Marketing betreiben zu können, muss das sogenannte Double-Opt-in-Verfahren zur Anwendung kommen. In dieser Hinsicht kann man sich an folgender Checkliste orientieren. Der zukünftige Adressat muss die Werbung selbst aktiv anfordern, indem er zum Beispiel seine E-Mail-Adresse in ein entsprechendes Formular einträgt. Die Checkbox in diesem Formular darf nicht vorausgefüllt sein. Eine Aktivierung muss durch den Nutzer selbst erfolgen. Nach der Anmeldung muss der Versand einer Bestätigungs-Mail mit Aktivierungslink erfolgen. Durch Anklicken dieses Links muss die betreffende Mail-Adresse durch den tatsächlichen Inhaber bestätigt werden. Nur bei erfolgreicher Aktivierung darf mit dem Versand der Werbe-E-Mails begonnen werden, andernfalls ist diese Mail-Adresse aus dem Verteiler zu löschen. Und zuletzt muss in jede Werbe-E-Mail ein Hinweis auf die jederzeit kostenfreie mögliche Abmeldemöglichkeit enthalten sein. Zur korrekten Umsetzung des Double-Opt-in-Prinzips sind alle der aufgezählten Punkte zu befolgen. Davon gibt es allerdings eine praktisch sehr bedeutsame Ausnahme. Sofern die folgenden Voraussetzungen eingehalten werden, kann der Versand von E-Mail-Werbung auch ohne Zustimmung des Empfängers erfolgen. Es gilt dann, wenn ein Unternehmen im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung vom Kunden dessen E-Mail-Adresse er erhalten hat, das Unternehmen die Mail-Adresse zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen verwendet, der Kunde der Verwendung nicht widerspricht und der Kunde bei Erhebung der Adresse und bei jeder Verwendung klar und deutlich darauf hingewiesen wird, dass er der Verwendung jederzeit kostenfrei widersprechen kann. Eine Ähnlichkeit bei Waren oder Dienstleistungen besteht in aller Regel dann, wenn die jeweiligen Waren oder Dienstleistungen generell austauschbar sind beziehungsweise gleichen oder ähnlichen Zwecken dienen. Hierbei ist auch wichtig zu erwähnen, dass es sich bei den angeführten Punkten um eine Ausnahmeregelung handelt, die eher zurückhaltend anzuwenden ist. Es ist zu beachten, dass Versender von Werbe-E-Mails in Streitfällen den Nachweis erbringen müssen, dass korrekte Einwilligungen der einzelnen Empfänger vorliegen. Oder alternativ, dass die Voraussetzungen für die Ausnahme des Double-Opt-in-Prinzips gegeben sind. Sollte daher sowohl der Ablauf als auch der vollständige Inhalt jeder einzelnen Einwilligungserklärung archiviert werden. Zu speichernde Daten sind also etwa: die Anfrage beziehungsweise die Eintragung des Anmelders inklusive Einwilligungstext, Inhalt, Datum und Uhrzeit der Bestätigungs-E-Mail inklusive Aktivierungslink sowie die Bestätigungs-Mail nach erfolgter Bestätigung des Aktivierungslinks. Diese Daten sind jeweils mit dem exakten Zeitpunkt sowie der IP-Adresse abzuspeichern. Auf die Speicherung sowie die Verarbeitung der genannten Daten ist im Rahmen der Datenschutzerklärung hinzuweisen. Die potenziellen Mail-Empfänger müssen über die Erhebung und den Umgang mit ihren Persönlichen Daten detailliert in Kenntnis gesetzt werden.

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Erscheinungsdatum:22.02.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an gekennzeichneten Stellen in der Schweiz und in Österreich bis einschließlich September 2016. Es soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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