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LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Dokumentenklasse

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Die Dokumentenklasse fasst zahlreiche verschiedene Eigenschaften eines LaTeX-Dokuments zusammen und definiert den Seitenaufbau, die Schriftwahl sowie spezielle Befehle.

Transkript

Beginnen wir nun mit einem leeren Dokument. Am Anfang eines Dokuments wird dessen Klasse ausgewählt. Die Dokumentklasse kann viele verschiedene Eigenschaften zusammenfassen, angefangen vom Seitenaufbau, Schriftwahl, bis hin zu speziellen Befehlen. Die Klassen ersparen Ihnen also jedes Mal von Grund auf alles neu einzustellen. Im Idealfall legt man die Dokumentklasse fest und fängt mit dem Schreiben an. So und das machen Sie am ganz Anfang. Sie schreiben also: Backslash, dokumentclass und dann in unserem Falle nehmen wir zum Beispiel scrarticel, das ist die Artikelklasse aus dem Koma-Script Packet, das wir für dieses Videotraining verweden. Dieser Dokumentklasse geben wir noch als Option, das heißt in eckigen Klammer mit, welche Papiergröße wir verwenden wollen. In unserem Fall a4paper, denn wir wollen DIN A4 verwenden. Das definiert die Dokumentklasse. Wenn ich möchte, könnte ich jetzt schon zu schreiben anfangen, das heißt, begin document, end document, und hier wieder irgendein Text schreiben. Ein Text, vielleicht noch mit Leerzeichen dazwischen, und dann könnte ich das schon übersetzen. Er möchte jedoch vorher von mir noch einen Dateinamen haben, das ist sehr sinnvoll, ich speichere das mal unter Klasse ab. Achten Sie bitte immer darauf, dass Sie hier unter Kodierung Unicode(UTF-8) angeben. Und dann kommt die Ausgabe. Es gibt neben den Artikelklassen auch noch weitere Dokumentklassen in Koma-Script, die ich Ihnen kurz aufzeigen möchte. Die Hauptdokumentklassen in Koma-Script sind die Folgenden. Scrarticel, für Artikel und Aufsätze, das heißt, wenn Sie Paper für Konferenzen einreichen oder eben kürzere Artikel verfassen, dann verwenden Sie diese. Scrreport ist für Berichte, längere Arbeiten, das heißt wie Hausarbeiten und ähnliches, auch Ihre Masterarbeit oder Bachelorarbeit könnte in scrreport sein. Scrbook ist dann wirklich für Bücher, das heißt, hier kommt ein zweiseitig, ein doppelseitiges Layout zum Tragen und einige andere Anpassungen. Die Klassen scrreport und scrbook haben standartmäßig auch eine eigene Titelseite vorgesehen, während bei scrarticel der Titel und der Autor direkt auf der ersten Seite miterscheinen, zusammen mit dem bereits beginnenden Text. Scrlttr2 dient für Briefe, darauf gehen wir in diesem Videotraining nicht ein. Ich lege Ihnen jedoch scrlttr2 für Briefe sehr ans Herz, es erleichtert mir persönlich die Arbeit sehr, und ich schreibe alle Briefe, die ich tatsächlich in Papierform noch verschicke, schreibe ich mit dieser Briefklasse. Obwohl es eigentlich nicht hierhergehört, sollten in europäischen und speziell deutschen Texten auch die folgenden Zeilen für das Laden von Paketen in der Präambel auftauchen, die ich auch schon im einführenden Beispiel im Dokument drin hatte. Es ist zum einen der Befehl usepackage mit der Option T1 fontenc. Das hat folgende Bedeutung, LaTeX kodiert seine Schriften beim Setzen in eine bestimmte Weise, und wenn wir jetzt nicht das fontenc mit T1 laden, dann würden zum Beispiel Umlaute wie Ä, Ü, Ö gesetzt als A und oben drüber 2 Punkte, aber als zwei getrennte Zeichen, und das hat bei Druck zwar keine Auswirkungen, aber wenn Sie jetzt ein PDF erstellen, dann wären es 2 Zeichen und Sie könnten nicht nach Ä suchen, sondern nur nach A. Deswegen schreiben wir usepackage T1 fontenc, und dann könnten Sie auch nach Ä suchen. Also schreiben Sie das immer in die Präambel mit rein. Dann möchten wir ganz normal unsere Umlaute mit eingeben können,und Sonderzeichen. Um das zu erreichen laden wir das Paket inputenc, und zwar mit der Option utf8. Das ist die sogenannte Kodierung des Dokuments, die Kodierung des Quellkodes, das heißt das was wir jetzt im TeXshop schreiben ist mit der sogenannten Kodierung utf8 dann gespeichert, das heißt das muss dem entsprechen, was Sie im Editor eingestellt haben. Wenn Sie jetzt ein Dokument speichern unter Windows, mit einem etwas älteren Editor, dann haben Sie zum Beispiel eine Western Latin 1 Kodierung oder eine ISO 8859-1 Kodierung, und dann müssten Sie hier reinschreiben entweder latin 1, oder ansinew. Ich empfehle Ihnen aber ganz strikt mittlerweile hier utf8 zu verwenden und darauf zu achten, dass Ihr Editor es hat. In TeXShop, gehen Sie dazu in die Einstellungen und stellen Sie sicher, dass bei Kodierung hier immer Unicode(UTF-8) eingestellt ist. Hier zum Beispiel sehen Sie noch Windows Latin 1 und einige andere Kodierungen, die Sie in anderen Sprachen gut brauchen können, und generell sind Sie mit UTF-8 gut bedient. Das dritte, was wir noch reinschreiben ist usepackage und dann wieder wie vorher geladen mit ngerman babel. Das lädt das Sprachpaket für die deutsche Sprache, das heißt die deutschen Trennmuster und stellt auch die sonstigen, ja, Eigenschaften des Dokuments auf Deutsch um, das heißt, es wird standartmäßig dann zum Beispiel das Präfix Kapitel ausgegeben und nicht chapter, was mir hier nichts bringt. Generell ist es sinnvoll das ngerman nicht unbedingt als Paketoption hier anzugeben, sondern Sie können das hier auch herauslösen und ngerman oben als Klassenoption mitgeben. Das hat den Vorteil, dass andere Pakete, die ebenfalls auf die Spracheinstellung zugreifen, das auch zur Verfügung haben. Da wir jetzt noch nichts Wesentliches am Dokument geändert haben, ändert sich auch nichts, wenn wir es jetzt einfach nochmal übersetzen. Diese Präambel merken Sie sich bitte. Diese Präambel werden Sie so in diese Form immer wieder brauchen, egal ob es jetzt hier dann mit scrarticel, report oder book steht, aber die Dokumentklasse und diese drei usepackage Befehle, die werden Sie immer wieder brauchen.

LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

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5 Std. 29 min (54 Videos)
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