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LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Dokument gliedern

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LaTeX stellt verschiedene Befehle zur Verfügung, um ein Dokument in verschiedene Kapitel und Abschnitte zu gliedern. Das System führt die Nummerierung automatisch durch.

Transkript

Die Gliederung Ihrer wissenschaftlichen Arbeit sieht vielleicht SO aus. (Tippgeräusche) "Einführung", (Tippgeräusche) "Theoretische Grundagen", (Tippgeräusche) "Verwandte Arbeiten", (Tippgeräusche) "Idee", "Ausführung", (Tippgeräusche) davor vielleicht noch ein "Beweis", (Tippgeräusche) "Anwendungsbeispiel" (Tippgeräusche) und "Beweis" und "Ausführung" sollen jetzt unterhalb von "Idee" liegen. Und die "Theoretischen Grundlagen" unterhalb des Dokuments, die "Verwandten Arbeiten" unterhalb der Grundlagen. So. Nun sagen wir, Sie schreiben kein einfaches Paper, sondern Sie schreiben einen Report, also für Ihre Masterarbeit zum Beisipel. Dann gibt es hier einen schönen Befehl namens "\chapter". Denn das Kapitel soll vielleicht "Einführung" heißen. Ebenso gibt es ein Kapitel zu den "Theoretischen Grundlagen". (Tippgeräusche) Die "Verwandten Arbeiten", haben wir gesagt, soll ein Abschnitt darin sein. Also schreiben wir "\section". Die "Idee" ist wieder ein eigenes Kapitel. (Tippgeräusche) Der "Beweis", hatten wir gesagt, ist ein Abschnitt unterhalb der "Idee", ebenso wie die "Ausführung", (Tippgeräusche) und das "Anwendungsbeispiel" ist dann noch ein eigenes Kapitel. (Tippgeräusche) Vielleicht kommen Sie in den "Verwandten Arbeiten" auch noch darauf, dass Sie "Verwandte Arbeiten" am Lehrstuhl und außerhalb möchten; dann schreiben Sie "\subsection", (Tippgeräusche) "Lokale Arbeiten", (Tippgeräusche) und "\subsection", "Globale Arbeiten" (Tippgeräusche) und dann haben Sie Ihre Dokumentstruktur. Wir übersetzen das Ganze und stellen fest: Auf der ersten Seite ist nur ein einziger Teil hier aufgeführt: die Einführung. Warum? Weil der Report eben für jedes Kapitel eine neue Seite beginnt. Das heißt, auf der zweiten Seite haben Sie jetzt die "Theoretischen Grundlagen" mit den entsprechenden Unterabschnitten, der "Idee" und dem "Anwendungsbeispiel". Was aber, wenn Sie - wie hier in den "Theoretischen Grundlagen" - die Unter-Unter-Abschnitte, also hier das "Lokale Arbeiten" und "Globale Arbeiten" vielleicht gar nicht nummeriert haben wollen, sondern unnummeriert? Dazu gibt es einen entsprechenden Befehl in LaTeX. Schreiben Sie in die Präambel den Befehl (Tippgeräusche) "\setcounter" - welche Zähler wollen wir verändern? Einen namens "secnumdepth". Und den setzen wir jetzt zum Beispiel auf zwei. Wir setzen das Ganze neu, stellen fest, noch hat sich nichts geändert, weil das die Voreinstellung ist. Ändern wir es jetzt auf eins, dann ist auf einmal der Unterabschnitt nicht mehr nummeriert. Denn "eins" heißt: Nummeriere bis zu "\section"; "\section" ist die Ebenentiefe eins. Nur die Kapitel nummerieren, da würde ich null eintragen. Nur Teile nummerieren, was ich hier bei "Report" gar nicht habe: minus eins eintragen. In dem Fall würde ich es aber auf jeden Fall auf eins stehen lassen beziehungsweise, wenn gewünscht, auf zwei stehen lassen. Sollten Sie in der Regel nicht brauchen. Vertrauen Sie bitte meistens dem, was LaTeX gut. LaTeX weiß, was es tut. Lassen Sie es also bitte SO stehen. Wenn Sie ein Buch vor sich haben, also ein "\scrbook" gibt's oberhalb des Kapitels auch noch einen "\part" und der heißt dann zum Beispiel "Einführung", während es hier dann die "Einleitung" ist. Dann gibt es hier den "\part" (Tippgeräusche) "Hauptteil", zum Beispiel. Der "\part" steht jetzt hier: Teil eins - Einführung. Sie sehen, jetzt kommt eine leere Seite. Warum? Nun, ein Buch wird immer doppelseitig gesetzt. Das heißt, mit linken und rechten Seiten, wie wenn Sie ein Buch aufklappen. Und Kapitel und Teile beginnen immer auf rechten Seiten. Wie hier zum Beispiel die "Einleitung". Nach einer Leerseite die "Theoretischen Grundlagen", wieder nach einer Leerseite der Teil zwei. Leerseite, Kapitel, Leerseite, Kapitel, das ist der Unterschied zwischen Druck, Report und Artikel. Wenn Sie ein einfaches Konferenzpaper schreiben, also hier statt "scrbook" "scrartcl" (artcl = article), lassen Sie es mich vorher mal speichern: "gliederung-artikel". Also hier "scrartcl". Dann gibt es "\part" nicht (Tippgeräusche) und es gibt auch "\chapter" nicht, sondern das Ganze heißt dann "\section". Das heißt, wir müssen hier entsprechend "\section" schreiben. (Tippgeräusche) ..."\section"...das Ganze "sub"... und noch eine Ebene, es gibt "\subsubsection", aber nicht "subsubsubsection". Teile gibt's nicht; "\section", (Tippgeräusche) "sub"..."sub", (Tippgeräusche) "section" - und schon funktioniert das Ganze wieder. Und Sie haben alles auf einer Seite. Was, wenn Sie nur einzelne Abschnitte oder Kapitel ohne Nummerierung haben möchten? Dann schreiben Sie einfach "\section", Stern "*". Sie sehen, die Nummerierung beginnt nun bei eins. Einleitung hat keine. Genauso könnten Sie auch sagen: Der Unterabschnitt zu "Ausführung" soll bitte keine Nummer aufweisen. Alle anderen jedoch schon. Auch hier: "\subsection", Stern "*", gibt diesen ohne Nummerierung aus. Was Sie später für die Querverweise unbedingt noch brauchen, sind entsprechende Labels. Die Labels geben Sie an mit "\label" (Tippgeräusche) und dann empfehle ich Ihnen "sec:" für "section", (Tippgeräusche) "Einleitung" zum Beispiel zu schreiben. Genau dasselbe machen wir jetzt auch mit dem anderen Gliederungsdokument und schreiben hier: "\label", aber dann entsprechend bitte nicht "sec:", sondern "cha:". (Tippgeräusche) Und auch hier ein "\label{cha:Grundlagen}" (Tippgeräusche) und ein "\label", "sec:related". (Tippgeräusche) (Tippgeräusche) Da vergeb' ich vielleicht gar keine und so weiter. Sie kriegen's raus. Label immer vergeben! Der Grund ist einfach, wenn Sie später auf dieses Kapitel verweisen möchten, dann brauchen Sie eine sogenannte Sprungmarke. Und das bietet der "\label"-Befehl. (Tippgeräusche) Das heißt, wann immer Sie eine neue Gliederungsebene oder eine neue Überschrift einfügen, fügen Sie bitte auch gleich den "\label"-Befehl dazu ein. Die Labels selber dürfen durchaus auch aus mehreren Wörtern bestehen, dürfen aber keine Leerzeichen enthalten. Das heißt, DAS hier ist kein Label. Wenn Sie's mit einem Bindestrich schreiben, dann wird's eins. Wieder übersetzen - funktioniert.

LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

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5 Std. 29 min (54 Videos)
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