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Calvinize V

Dodge and Burn – grundlegende Techniken

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Belichten und Abwedeln ist ein sehr umfangreiches Themengebiet und auch nicht ganz einfach zu erlernen. Lernen Sie in diesem Video die Grundlagen zu Dodge and Burn kennen – Konturen aufzuhellen und Bereiche abzudunkeln.

Transkript

Kommen wir jetzt mal zu einem ganz beliebten Thema der Retusche, dem Thema Dodge and Burn. Dodge and Burn, das sind die englischen Begriffe für den Abwedler und Nachbelichter. Ja, und dieser Film, der soll so ein kleines Best-of werden, wo ich euch einfach mal das Wichtigste zu diesem Thema erkläre. Das Thema ist verdammt komplex und sehr umfangreich, und auch nicht ganz so einfach zu erlernen. Als Erstes mal in der Theorie. Dieses Thema kommt natürlich nicht von der digitalen Fotografie, sondern schon von der analogen, wo man auch mit dem Abwedler und Nachbelichter verschiedene Bildbereiche aufgehellt und abgedunkelt hat, um dem Bild ein bisschen Charakter zu verleihen, um auch mal Retuschespuren oder generelle Fehler, Bildfehler zu korrigieren. Also es gibt viele verschiedene Techniken von Dodge and Burn. In vielen Postproduction-Agenturen nutzt man Dodge and Burn auch zum Beispiel, um die Haut zu bereinigen, indem man dann pixelweise aufhellt und abdunkelt. Ich möchte jetzt in diesem Film eher darauf eingehen, wie ich Dodge and Burn nutze. Und das ist meistens eben, um dem Bild einen Look zu geben, Tiefe herauszuarbeiten, dem Bild ein bisschen mehr 3D-Look zu verpassen. Zuerst einmal brauchen wir eine Ausgangssituation. Das heißt, wir brauchen eine Grundlage, worauf wir aufhellen und abdunkeln können. Wir können uns natürlich die Ebene duplizieren und können dann direkt auf dieser Ebene mit dem Abwedler und Nachbelichter arbeiten. Ich selbst finde das eher destruktiv. Das heißt, wenn man dann die untere Ebene verändert, sieht man dann nichts mehr, weil eben ein komplettes Pixelbild darüberliegt. Daher gibt es einen kleinen Trick. Ich erstelle mir mal einen leere Ebene und fülle diese Fläche mit 50 Prozent Grau. Und nenne es jetzt einfach mal soft. Das erkläre ich später, warum ich diese Ebene soft nenne. Und werde jetzt die Füllmethode auf Weiches Licht setzen. Jetzt habe ich eine graue Ebene, wo man das Grau nicht sehen kann. Und jetzt kann ich genauso mit dem Abwedler und Nachbelichter arbeiten, und zwar in Mitteltönen. Ich erhöhe hier mal einfach auf 60 Prozent. Und wenn ich jetzt zum Beispiel hier aufhelle, dann erfolgt auch eine Aufhellung im Bild. Und wenn ich jetzt die Alt-Taste drücke, komme ich automatisch auf Nachbelichter, auch wenn ich das jetzt hier nicht sehen kann, mit den gleichen Einstellungen, und könnte jetzt quasi abdunkeln. Und so kann ich jetzt gewisse Bildbereiche aufhellen, andere abdunkeln, und kann so dem Gesicht etwas mehr Dimension geben. Wenn man eine graue Ebene hat in der Füllmethode Weiches Licht, dann erfolgt das alles relativ kontrastarm. Wenn man sich eine graue Ebene anlegt in der Füllmethode Ineinanderkopieren, seht ihr, ist das Ganze viel, viel extremer. Und ich erstelle mir da immer zwei Ebenen. Eine Ebene in der Füllmethode Weiches Licht, eine mit Grau gefüllte Ebene, gehe hier auf Fläche füllen, 50 % Grau. Die dupliziere ich mir jetzt mal und setze die zweite auf Ineinanderkopieren. Die untere nenne ich dann soft, weil ich ja hier auf der Ebene das softe Aufhellen und Abdunklen durchführen werde. Und die obere nenne ich jetzt mal hard. Und dann füge ich beide Ebenen in eine Gruppe mit gedrückter Shift-Taste, klicke dann seitlich über dieses Symbol und wähle dann Neue Gruppe aus Ebenen. Und nenne dann diese Gruppe ganz einfach Dodge and burn. Und dann kann es im Prinzip eigentlich schon losgehen. Was ich jetzt machen werde, ist, mit dem Abwedler aufhellen, Alt-Taste drücken, abdunkeln. Und wenn ich irgendwo einen Bereich zu viel aufhelle, dann gehe ich einfach auf meinen Pinsel und stelle bei der Vordergrundfarbe hier ein 50-Prozent-Grau ein, genau hier. Und dann kann ich diese Ebene, da wo ich zu viel aufgehellt und abgedunkelt habe, einfach wieder grau malen. Im Moment sieht diese Ebene so aus. Alles, was heller ist als 50 Prozent Grau, wird auch als Aufhellung im Bild dargestellt. Und wenn ich da jetzt einfach diese Ebene wieder grau male, in grauer Farbe, 50 Prozent Grau, dann sieht die wieder ganz normal aus. Und dann kann ich das Ganze nochmal machen. Ja, dann beginnen wir doch jetzt einfach mal mit dem Dodgen and Burnen. Und ich versuche, euch jetzt mal das Wichtigste in den paar Minuten zu erklären, denn das Thema ist wirklich sehr umfangreich. Das Wichtigste ist vielleicht, dass man in meinem Fall jetzt gut splittet. Das heißt, auf der soft-Ebene, da werde ich jetzt alles bearbeiten, was Flächen sind. Was Flächen sind und was nicht allzu kontrastreich sein darf, also wie zum Beispiel Hautbereiche. Auf der hard-Ebene nehme ich die klaren Konturen, alles was kräftig ist, leuchten darf, konstrastreich. Und alles andere eben auf dieser soft-Ebene. Da fange ich jetzt mal an, das Gesicht etwas zu betonen. Ich werde also die Wangenpartie hier noch ein bisschen aufhellen, ich werde hier ein bisschen aufhellen. Hier ist ja eh schon hell, da werde ich noch ein bisschen weiter aufhellen. Vielleicht werde ich den Nasenrücken ein bisschen aufhellen. Da sehe ich auch schon eine helle Kontur. Ja, da ist auch schon ein bisschen hell. So kann man am Anfang schonmal beginnen. Auch hier ist ein bisschen hell, da helle ich noch weiter auf. Das, was schon hell ist, einfach noch heller machen. Und das, was dunkel ist, dunkler machen. Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel die Augenbrauen, die sind ja dunkel, noch dunkler machen will, das ist eine Kontur, da gehe ich jetzt auf die hard-Ebene. Ich halte die Alt-Taste gedrückt und dunkle jetzt die Augenbrauen hier etwas nach. Hier, diese Glanzstelle an der Lippe, die kann ruhig kontrastreicher, leuchtender sein, also gehe ich auch auf die hard-Ebene, helle hier auf. Hier, der Lippenrand, den hellen wir auch auf der hard-Ebene auf. Und so gehe ich jetzt eben durchs Bild. Wenn ich jetzt diese Flecken an der Seite der Nase korrigieren möchte, gehe ich wieder auf die soft-Ebene, denn hier handelt es sich ja um eine Fläche, um eine Hautfläche. Also werde ich jetzt hier ein bisschen diese Flecken mehr oder weniger beseitigen. Wenn ich jetzt wieder die Form der Nase ein bisschen betonen will, mache hier den Pinsel ein bisschen größer, dann halte ich die Alt-Taste gedrückt und mache hier so einen Schatten rein, hier an der Seite. Und dann seht ihr schon, haben wir jetzt die Nase ein bisschen gerader gemacht. Ja, und so geht man jetzt durch das Bild. Eine Kontur wäre jetzt zum Beispiel, eine dunkle, wieder dieser Haaransatz. Ich gehe wieder auf die hard-Ebene. Hier kann es auch ruhig ein bisschen kräftiger sein. Also deswegen auf dieser Ebene Modus Ineinanderkopieren, hier oben. Und wenn es dann wieder an die Hautbereiche geht, wie zum Beispiel hier vielleicht ein bisschen aufhellen, oben drüber der Schatten, ein bisschen abdunkeln, dann geht es an die soft-Ebene. So gehe ich durchs Bild. Ihr dürft am Anfang nicht enttäuscht sein, wenn es beim ersten Mal nicht gleich gut aussieht. Das dauert eine Weile, bis man da das Gefühl raus hat. Ihr könnt auch irgendwann noch näher ranzoomen. Ich gehe jetzt mal auf die hard-Ebene, machen wir die Augen ein bisschen heller. Hier vielleicht noch ein bisschen. Hier helle ich ein bisschen auf. Da oben drüber. So, und jetzt schauen wir uns das Gesicht im Vorher/nachher-Vergleich an. Die Mütze, die können wir noch etwas machen. Also hier sieht man ja schon, das ist etwas heller und drumherum dunkler. Das ist eine Fläche. Also gehe ich wieder auf diese soft-Ebene. Ich dunkle mal hier drumherum ein bisschen ab und helle hier ein bisschen auf, und dann müsste das auch runder wirken. Jetzt blenden wir uns diese zwei Ebenen aus und wieder ein. Und dann sehen wir jetzt schon, wie dieses Gesicht etwas mehr an Kontur gewonnen hat, und wie alles ein bisschen betont wurde Wenn wir uns jetzt mal die grauen Ebenen einblenden, dann sieht man da schon fast ein Gesicht. Und je nachdem wie lange ihr daran retuschiert, kann man das besser oder halt weniger erkennen. Das liegt ein bisschen an euch. Ich zeige euch nochmal einen Bereich, hier vielleicht beim Oberteil, beim Körper. Und dazu gehe ich jetzt mal auf die hard-Ebene. Das ist zwar eine mehr oder weniger Fläche, aber das darf richtig kontrastreich sein, weil wir hier eine Farbe haben. Jetzt helle ich hier auf und dunkle hier unten drunter ein bisschen ab, dass dieser Schulterbereich hier oben ein bisschen runder wird. Ich helle hier auf am Arm, und dunkle daneben ein klein wenig ab. Und dadurch sollte der gleich etwas runder wirken. Wir sollten da schon fast so eine Art Reflexion drinhaben. Hier unten an die Haut, da gehe ich auf die soft-Ebene. Ich helle in der Mitte auf, dunkle rechts und links ab. Und dann haben wir hier diesen Arm gleich viel runder. Schauen wir es uns mal an. Vorher, nachher. Ist noch viel mehr Tiefe drin. Da habe ich ein bisschen übertrieben am Arm. Da hellen wir wieder ein bisschen auf. Und wenn wir uns jetzt diese Ebene anschauen, mit gedrückter Alt-Taste auf das Augensymbol, dann seht ihr: Obwohl ich jetzt einen ganz weichen Abwedler genommen habe, ist der Übergang manchmal hier dennoch ein bisschen zu hart. Was man hier machen kann, ist Folgendes: Ihr erstellt euch einfach eine Auswahl auf dieser grauen Ebene und malt oder zeichnet euch diesen Bereich einfach etwas weich. Entweder direkt über das Weichzeichner-Werkzeug, das ist hier, mit dem man übers Bild malt, oder ich mache es am liebsten über den Gaußschen Weichzeichner, indem ich einfach diesen Bereich; da nehmen wir jetzt einfach mal, wir fangen mal an mit 10 Pixel. Vorher, nachher, ist noch zu wenig. Dann nehmen wir 30 Pixel. Auch noch. Nehmen wir 40 Pixel. Und dann wurde dieser Bereich etwas weicher und die Übergänge sind nicht mehr ganz so hart. Im Bild sehen wir später dennoch, dass es runder geworden ist, dass da mehr Tiefe drin ist. Hier nehme ich jetzt noch etwas zurück, das war noch etwas zu dunkel. Und so gehe ich jetzt über den Oberkörper und kann dann auch gewisse Bereiche hier zum Beispiel mit abdunkeln. Ja, da vielleicht ein bisschen aufhellen. Ihr müsst mit der Zeit herausfinden, also je länger ihr das macht, umso mehr lernt ihr das, wo man am besten aufhellt und abdunkelt. Ich würde mal ganz einfach anfangen. Ohne mich da extrem unter Druck zu setzen, würde ich jetzt einfach mal damit beginnen, dass ich einfach mal zum Beispiel im Gesicht schaut, wo ist denn schon hell und dunkel. Oder zum Beispiel haben wir hier so ziemlich dunkle Augenränder. Warum also nicht einfach hier hingehen mit dem Abwedler und vielleicht den Bereich ein bisschen aufhellen Das hilft meistens schon. Da braucht man gar nicht zu lange mit dem Abwedler und Nachbelichter rummachen. Ihr könnt es natürlich auch kreativ einsetzen. Doch beginnen würde ich mit dieser Technik relativ harmlos, einfach. Und dann macht es auch Spaß und man entwickelt sich schnell damit. Hier nochmal der Vorher/nachher-Vergleich. Vorher, nachher. Das waren jetzt gerade mal 3-4 Minuten, wo so ein bisschen; gerade im Gesicht gefällt mir das schon ganz gut. Und wenn man das eine halbe Stunde macht oder eine Dreiviertelstunde oder eine Stunde, dann sieht das natürlich richtig cool aus. Aber man braucht ein bisschen Übung. Ich habe es auch gelernt. Und das obwohl ich malerisch talentfrei bin. Bei meinen Bildern am Anfang habe ich da oft ein, zwei Stunden mit verbracht. In der letzten Zeit sind es eigentlich 10 Minuten bis Viertelstunde und dann langt es auch schon.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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