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DNS-Server

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Der DNS-Server ist eine zentrale Komponente jedes Netzwerks. Unter OS X Server spielt er eine besondere Rolle, da viele Dienste über den DNS-Server laufen.

Transkript

In diesem Video möchte ich Ihnen einmal den DNS-Server erklären, und ich will Ihnen erläutern, warum der DNS-Server für den Mac OS 10 Server so wichtig ist. Vielleicht sitzen Sie jetzt gerade vor dem Rechner und denken, jetzt kommt es theoretisch, und ich will gar keine Theorie. Zeig mir mal, wie man den einrichtet, mehr will ich gar nicht wissen. Ich gebe den gut gemeinten Rat, bei Mac OS 10 Server ist es wirklich wichtig, dass man den DNS-Server, den DNS-Dienst einmal verstanden hat, weil viele Probleme rühren daher, dass der DNS-Server nicht korrekt konfiguriert ist, und der DSN-Server nicht das macht, was er soll. Aber fangen wir erst einmal einfach an. Wenn Sie in Ihrem Web-Browser einfach eingeben: "www.google.de", dann funktioniert das nicht. Weil das Internet eben mit derartigen Namen nichts anfangen kann. Das Internet kann nur etwas mit IP-Adressen anfangen. IP-Adressen kann man sich selber aber so schlecht merken, deswegen gibt es eben diesen DNS-Server. Und wenn Sie eingeben: "www.google.de", dann fragt Ihr Rechner beim DNS-Server nach der IP-Adresse. Er bekommt dann diese IP-Adresse geliefert, und im nächsten Schritt kann dann Ihr Rechner sagen: "Hallo liebes Internet! Bitte liefere mir doch Daten von dieser und jener IP-Adresse." Der Google-Server macht das Ganze natürlich, und liefert dann die Daten an Sie zurück. Die Kugel in der Mitte soll halt das Internet symbolisieren, wo Sie quasi die Anfrage stellen, und das Internet meldet sich beim Server, und dann läuft das Ganze eben so wieder zurück. Bis hierhin werden Sie das vermutlich schon kennen, bis hierhin werden Sie das vermutlich alles schon mal gehört haben. Jetzt geht das Ganze aber einen Schritt weiter. Die DNS-Server sind nämlich hierarchisch aufgebaut, weil nicht jeder DNS-Server kennt auch alle IP-Adressen von allen Servern, die hier irgendwo auf der Welt stehen. Und Ihr Rechner kennt den nächst gelegenen DNS-Server, hat die IP-Adresse von dem, und fragt jetzt bei dem an: Gib mir doch mal bitte die IP-Adresse von "www.google.de". Der DNS-Server sagt dann, "Nein, habe ich nicht.". Lässt er Sie dann im Regen stehen? Nein, natürlich nicht. Sondern Ihr DNS-Server fragt dann bei einem anderen DNS Server nach: "Hör mal lieber DNS-Server 2. Ich habe hier eine Anfrage, 'www.google.de'. Weiß du vielleich die IP-Adresse?". Und die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Server jetzt diese IP-Adresse kennt, ist gerade bei diesem prominenten Dienst, wie "google.de", natürlcih relativ hoch. Und dieser DNS-Server 2 liefert nun an den DNS-Server diese Information zurück, und der DNS-Server wiederum liefert dann nun die IP-Adresse an Sie zurück. Und so wird das Ganze strukturiert aufgebaut. Der DNS-Server, mit dem Sie direkt kommunizieren, der merkt sich jetzt im Übrigen diese Anfrage, zumindestens für einen bestimmten Zeitraum werden diese Informationen gecasht. So das, wenn jetzt drei Minuten später der Kollege auch diese Anfrage an den DNS-Server stellt, dann muß er nicht erneut den DNS-Server 2 befragen, weil jetzt hat er diese Informationen ja im Cash liegen. Okay, das ist jetzt hier eine weitere wichtige Funktion des DNS-Servers, dass man also verstanden hat, dass das Ganze hierarchisch aufgebaut ist. Es gibt noch zweite wichtige Funktion bei diesen DNS-Servern, nämlich das so genannte Reverse lookup. Wenn Ihr Rechner, nämlich vielleicht gar nicht den Namen kennt, sondern nur die IP-Adresse kennt, dann kann Ihr Rechner bei dem DNS-Server nachfragen: „Hör mal, ich habe hier eine IP-Adresse, und zwar die und jene, weißt du vielleicht den Namen dazu?“. Diese Situation kennen Sie vielleicht, wenn Sie auf Ihrem Schreibtisch vielleicht einen Prospekt gefunden haben, und da steht eine Telefonnummer drauf. Sie haben aber vergessen, bei dieser Telefonnummer den Namen oben drüber zu schreiben. Wenn diese Rufnummer in Ihrem Handy gespeichert ist, dann können Sie meistens auf Ihrem Handy einfach die Telefonnummer eingeben, und dann zeigt Ihnen das Handy an, wer in Ihrem Adreßbuch dazu drin steht. Und so muß man sich das Ganze hier in etwa auch vorstellen. Der DNS-Server liefert dann den Namen zurück, und damit haben wir das sogenannte Reverse lookup, also die umgedrehte Namensauflösung. Und genau die ist für den Mac OS 10 Server an vielen Stellen sehr essentiell, dass diese umgedrehte Namensauflösung sauber und zuverlässig funktioniert. Bitte glauben Sie es mir, ganz häufig, wenn ich bei einem Kunden bin, und da gibt es Probleme mit einem Mac OS 10 Server, ist es in ganz vielen Fällen so, dass es Probleme gibt, weil am DNS-Server etwas nicht ganz 100% korrekt konfiguriert ist. Fairerweise muß man sagen, wenn man den eingebauten Mac OS 10 Server DNS-Server verwendet, dann funktioniert das mittlerweile sehr sehr gut, gerade hier mit dem Reverse lookup. Sollte man aber einen anderen DNS-Server verwenden, vielleicht den DNS-Server, der einfach auf dem Router läuft, dann gibt es häufig Probleme, und dann funktioniert das Ganze oft nicht. Und da ist es möglicherweise sinnvoller, das Ihr Mac OS 10 Server eben zum DNS-Server wird. Und wenn man so will, Ihr Router dann zu dem DNS-Server 2 wird, so wie Sie das vorhin gerade gesehen haben, und der ja dann hierarchisch weiter die Abfragen macht. Ich hoffe, Sie haben das Grundprinzip des DNS-Servers nun gut verstanden, und können nun möglichen Problemen leicht aus dem Weg gehen.

OS X Server App (Yosemite) Grundkurs

Erweitern Sie Ihren Mac zum Server und nutzen Sie die Dienste, die diese kostengünstige App bereitstellt: Datei- oder Mail-Server, Backup-Zentrale, iPhone/iPad-Verwaltung uvm.

5 Std. 33 min (49 Videos)
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