Fotografieren mit der Lochkamera

Digicam als Lochkamera verwenden

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Dieses Video bietet eine Vorstellung unterschiedlicher Digicams alternativer Baumuster und Technik. Sie erfahren dabei auch gleich mehr über die jeweiligen Vor- und Nachteile in Bezug auf Belichtungszeiten, Brennweite und Bildrauschen.
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Transkript

Wenn Sie selbst mal versuchen wollen mit Ihrer Digitalkamera, die Sie zu Hause haben, wahrscheinlich haben Sie eine mit der Sie arbeiten können. Wenn nicht, hier sehen Sie zum Beispiel drei Modelle, mit denen so was funktioniert. Es muss natürlich eine Kamera sein mit Wechselobjektiven, also eine Kamera, wo Sie das Objektiv abnehmen können und durch ein Lochobjektiv ersetzen können. Das geht zum Beispiel bei dieser Canon hier, kein Problem. Klassische Spiegelreflexkamera. Bei der können Sie einfach das Objektiv abnehmen und hier vorne dann ein Loch-Objektiv aufschrauben. Kein Problem. Dann haben wir aber noch zwei Kameras hier stehen von Sony und jetzt möchte ich auf diese Unterschiede ein bisschen raus, wo die hier eventuelle Vorteile vielleicht auch Nachteile hat gegenüber diesen beiden. Die klassische Spiegelreflexkamera, es sagt schon der Name, besitzt einen Spiegel. Ist dieser Spiegel, der alles, was durch das Objektiv sichtbar wird, in das Okular umleitet, sodass auch man sehen kann, was man fotografiert. Damit man trotzdem belichten kann, klappt direkt vor die Belichtung der Spiegel nach oben, der Verschluss öffnet sich, die Kamera belichtet und klappt alles wieder zurück. Ganz normal, aber dieser Spiegel braucht natürlich Platz. Der braucht relativ viel Platz sogar, sodass zwischen dem Auflagemaß hier vorne, da wo das Objektiv an der Kamera befestigt ist, und den Aufnahmechip eine relativ große Distanz von schätzungsweise ungefähr 6 Zentimetern besteht. Natürlich können Sie jetzt einwenden, wie funktioniert denn dann ein Weitwinkelobjektiv mit 20 Millimetern, dass müsste eigentlich 20 Millimeter, also 2 Zentimeter von Aufnahmechip entfernt sein. Müsste es theoretisch, aber Objektive für Spiegelreflexkameras sind im weitwinkligen Bereich sogenannte Retrofokus-Objektive, also Objektive, die künstlich das projizierte Bild nach hinten verlängern. Das fällt bei diesen beiden Kameras komplett weg. Also bei den beiden habe ich die Möglichkeit, tatsächlich wirklich weitwinklig zu fotografieren. Hier nicht, denn diese 6 Zentimeter die werde ich auf jeden Fall überbrücken müssen mit einem Loch-Objektiv. Ich habe also hier maximal eine Brennweite von 60 Millimeter, während bei denen hier der Abstand ungefähr 30 Millimeter beträgt und ich damit natürlich deutlicher weitwinkliger fotografieren kann. Wenn Sie sagen, mir reicht es, ich möchte gar nicht kürzer als 60 Millimeter, finde ich gut, dann sind Sie mit der Kamera total happy. Nachteil der Geschichte ist allerdings, dass Sie auch entsprechend unschärfere Ergebnisse bekommen, denn je weiter das Loch-Objektiv weg ist vom Aufnahmechip, desto unschärfer wird auch das Ergebnis. Allerdings lässt auch die Vignettierung nach. Auch das ist wiederum ein Vorteil, wenn man so will. Ich mag sie eigentlich ganz gerne, deswegen würde ich immer eher eine solche Kamera verwenden. Zwischen den beiden hier gibt es nochmal einen Unterschied. Das hier ist eine Sony Alpha 7R mit 42 Megapixeln. Die hier hat ein paar weniger, dafür hat diese, die Alpha 7S, die Möglichkeit, den ISO-Wert auf über 400.000 umzuschrauben. Sie können also mit der hier bequem aus der Hand fotografieren bei vollkommen normalen Lichtverhältnissen. Es geht bei der hier auch aber mit der geht es natürlich deutlich besser, weil Sie bei beispielsweise einem Wert von etwa 50.000 quasi noch nicht rauscht. Total irre! Wer in den 80er, 90er Jahren angefangen hat zu fotografieren, für den sind diese Zahlen ISO 400.000 vollkommen unglaublich, aber es ist wirklich so, bei ISO 50.000 ist das Rauschverhalten noch mehr als akzeptabel. Deswegen das wäre eigentlich für mich die perfekte Lochkamera, digitale Lochkamera. Mit der geht das auch sehr gut, wobei ich diese 42 Megapixel nicht unbedingt brauche. Ich würde also eben eher eine verwenden, wo ich den ISO-Wert ungestraft nach oben schrauben kann, deswegen wäre das die Kamera meiner Wahl aber auch mit den beiden, auch mit der klassischen Spiegelreflex kriegen Sie gute Ergebnisse.

Fotografieren mit der Lochkamera

Erfahren Sie, wie eine Lochkamera funktioniert. Von der Konstruktion über die Film-Entwicklung bis zur digitalen Nachbearbeitung erfahren Sie, wie Bilder "ohne Objektiv" entstehen.

2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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