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Berichte schreiben

Die wichtigsten Regeln für verständliches Schreiben

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Die Sprache eines Berichts ist entscheidend: Dieser Film verrät, welche sprachlichen Feinheiten Sie beachten sollten, welche Fehler es unbedingt zu vermeiden gilt und wie Sie verständlich und ansprechend schreiben.
04:36

Transkript

Wer etwas schreibt hat etwas zu sagen und möchte Informationen vermitteln oder Dinge und Sachverhalte erklären. Das Ziel ist es also klar. Der Leser soll am Ende des Textes alles verstanden haben und einen Nutzen aus dem Text ziehen können. Dabei ist es nicht einmal so wichtig, über was Sie schreiben, sondern wie Sie es schreiben. Im Unterschied zu vielen anderen Textformen ist die Sprache eines Berichtes sachlich. Wie der Name schon sagt, ein Bericht berichtet von etwas und erklärt ein Ereignis oder einen Sachverhalt. Daher ist die erste Regel: Formulieren Sie möglichst einfach und konkret. Als abschreckendes Beispiel, muss man nur mal einen Blick in den letzten Steuerbescheid oder Behördenbrief werfen. "Da ist jemand in dem Hause wohnhaft", obwohl er doch "in dem Haus wohnt" und es wird von "nach Zugang dieses Schreibens" gesprochen, obwohl man einfach nur "einen Brief bekommen hat". Überprüfen Sie daher Wörter und Begriffe, die Sie verwenden, und nennen Sie die Dinge beim Namen. Texte werden lebendiger, wenn Sie Bilder und Assoziationen im Kopf erzeugen. Egal wie trocknen das Thema, wählen Sie konkrete Worte und Beschreibungen oder Vergleiche, mit denen die Leser etwas anfangen können. Schreiben Sie also beispielsweise nicht "Begrünung", sondern sprechen von "Gras" oder "Kastanien". Schreiben Sie nicht nur "Haus", sondern werden Sie konkreter geben Sie noch ein zwei Worte zu Größe, Bauart oder Farbton an. Schreiben Sie bildlich, wenn es sich anbietet. Dann heißt es anstelle von "er ging" vielleicht "er rannte" oder "er schlich". Stellen Sie Bezüge und Vergleiche her, ohne zu übertreiben. Achten Sie darauf Dopplung und Wiederholung zu vermeiden und verwenden Sie Synonyme. Gerade beim Wort "sagen" gibt es zahlreiche Varianten, um zu beschreiben, dass jemand etwas sagt. Zum Beispiel: meinen, betonen, schildern oder auch beteuern und viele andere mehr. In journalistischen Texten werden Sie auch keine Worte, wie "Herr Müller" oder "Frau Schmidt" finden. Die Anrede wird immer weggelassen, stattdessen stehen Vor- und Nachname da. Verwenden Sie so wenig Abkürzungen, Klammern und Fußnoten wie möglich. Das verwirrt das Auge nur. Schreiben Sie die Wörter lieber aus. Machen Sie Ihre Sätze nicht zu lang. Als Richtwert gelten etwa 50 Wörter pro Satz. Vermeiden Sie Schachtelsätze oder überflüssige Nebensätze. Aber zählen Sie nicht die Wörter. Es ist besser Sie variieren Satzlängen, das macht einen Text abwechslungsreicher. Lesen Sie sich Ihren Text auch ruhig mal laut vor, dann hören Sie meist schnell, ob die Sprachmelodie gut klingt oder ob es an der einen oder anderen Stelle holpert. Verarbeiten Sie pro Satz möglichst nur eine Information, ohne dabei in ein [unverständlich] zu verfallen. Versuchen Sie grundsätzlich komplizierte Fachausdrücke zu vermeiden, dabei ist Ihre Zielgruppe das Entscheidende. Schreiben Sie für eine Expertenleseschaft, die einen gemeinsamen Fachjargon nutzt? Dann dürfen Sie die gängigsten Fachausdrücke verwenden, aber auch nur sparsam. Denn kein Mensch möchte komplizierte Abhandlungen lesen. Daher gilt auch bei einem Fachpublikum: Übersetzen Sie Fachwörter in einfache Worte, das verstehen im Zweifel alle. Gehen Sie auch sparsam mit Fremdwörtern um, es gibt für nahezu alles ein passendes deutsches Wort. Wenn Sie viele Zahlen darstellen müssen, finden Sie passende, anschauliche Vergleiche. Flächen können beispielsweise in Fußballfeldern angegeben oder Volumenmaße in LKW-Ladung umgerechnet werden. Solche Beispiele erzeugen Bilder im Kopf, die abstrakte Zahlen besser vorstellbar machen. Gehen Sie Ihren Text auch immer wieder kritisch durch und durchforsten ihn nach überflüssigen Füllwörtern wie: denn, weil, aber, dennoch, doch, ziemlich und so weiter. Ein aktiver Schreibstil wirkt lebendiger und ansprechender. Daher sollten Sie überall, wo es möglich ist passive Satzkonstruktionen durch aktive Formulierungen ersetzen und ersetzen Sie die Substantive durch Verben. Nehmen Sie nie ein langes Wort, wenn es auch ein kürzes Wort dafür gibt und passen Sie auf, dass Sie nicht auf abgenutzte Metaphern zurückfallen, sondern frische Bilder wählen. Checken Sie am Ende des Schreibens nochmal, ob irgendwo Behördendeutsch auftaucht und ersetzen Sie es radikal durch einfache, aktive Wörter. Nutzen Sie möglichst Ihre eigenen Worte und übernehmen nicht einfach nur die Quallenformulierungen. Aber bei aller Lebendigkeit gilt: Verfallen Sie nicht in Alltagssprache, bleiben Sie, entsprechend dem Thema, sachlich und klar. Für die Premium-Abonnenten unter Ihnen, habe ich das Arbeitsblatt drei vorbereitet. Mit Übung zwei können Sie vor allem das Aktivschreiben üben. Ich habe Ihnen zudem, auch eine kleine Checkliste, zum besseren Schreiben zusammengestellt.

Berichte schreiben

Lernen Sie Berichte so zu verfassen, dass sie leicht verständlich sind und die Leser fesseln – von den Vorüberlegungen bis zur Schlussredaktion.

52 min (15 Videos)
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