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CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 4) Geräte, Linux-Dateisysteme, Filesystem Hierarchy Standard

Die richtigen Orte für Dateien gemäß FHS kennen

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Wohin gehört was auf einem Unix-System? Der Filesystem Hierarchy Standard (FHS) richtet sich an Systemadministratoren und Software-Entwickler und schlägt für Linux vor, bestimmte Dateien stets nur an bestimmten Orten innerhalb der Verzeichnisstruktur abzulegen. Das sichert Stabilität und Datenintegrität.
06:51

Transkript

Um den Umgang mit Unix-Betriebssystem zu vereinfachen, wird der Aufbau der Verzeichnisstruktur durch den FHS -- "Filesystem Hierarchy Standard" vereinheitlicht. Hierbei handelt es sich lediglich um eine Referenz, die aber von vielen Unix-Herstellern und auch anderen Linux-Distributoren verwendet wird. Der FHS definiert eine Mindestvoraussetzung, welche Verzeichnisse und Dateien auf einem System vorhanden sein müssen. Nach FHS Version 2.3 müssen zumindest die folgenden Verzeichnisse auf einem UNIX Rechner unterhalb von "root" untergebracht sein. Schauen wir uns diese Verzeichnisse etwas genauer an. Dazu verwende ich den Datenmanager. Sie sehen hier die verschiedenen Verzeichnisse, welche direkt im Root-Verzeichnis angelegt sind. Wir haben das "bin"-Verzeichnis. "bin" enthält grundlegende Programme. die sowohl für Anwender, als auch für den "root" verfügbar sind. Wir haben das "boot"-Verzeichnis. Dieses enthält den statischen Teil des Kernels und den bootloader. Wir haben das "device"-Verzeichnis -- enthält die Gerätedateien. Dann haben wir das "etc"-Verzeichnis. Hier werden hostspezifische Konfigurationsdateien abgelegt. Wir haben das "lib"-Verzeichnis -- enthält grundlegende "shared libaries" und Kernel-Module. Wir haben das "media"-Verzeichnis. Dieses enthält "mount points" für Wechselmedien. Dann haben wir das "mnt"-Verzeichnis -- ist der "mount point" für temporär eingehängte Dateisysteme. Dann haben wir das "opt"-Verzeichnis -- dieses enthält Zusatzanwendungen und Softwarepakete. Wir haben zum Beispiel noch das "sbin"-Verzeichnis -- enthält grundlegende Systemprogramme. Dann haben wir das "srv"-Verzeichnis, dieses enthält Daten, die von Diensten dieses Systems angeboten werden, zum Beispiel "ftproot" oder "wwwroot". Dann haben wir ein "tmp"-Verzeichnis -- enthält temporäre Dateien. Wir haben ein "usr"-Verzeichnis -- enthält die sekundäre Hierarchie von den verschiedenen Benutzerinformationen, die hinterlegt werden können. Und wir haben das "var"-Verzeichnis -- enthält variable Daten. Wir können uns diese Informationen auch etwas anders anschauen als im Datenmanager. Ich habe dazu ein Tool installiert, auf meinem Debian-System. Sie können, wenn Sie sich als "root"angemeldet haben, folgendes Kommando einsetzen: "apt-get install tree". Nicht vergessen: Sie müssen sich zuerst als "root" anmelden. Nun verwende ich dieses Tool "tree". Ich setze die Option " -L" für das Level, und ich möchte ein Level tief gehen, und ich möchte mir das "root"-Dateisystem anzeigen. Sie sehen, so haben Sie ebenfalls die gleichen Ausgaben. Anstelle der grafischen Oberfläche können wir so die verschiedenen Verzeichnisse unter dem "root"-Dateisystem in der Kommandozeile anschauen. Wir sehen nun also die Verzeichnisse unter dem "root"-Dateisystem. Um eine erste Unterteilung zu erreichen, werden Daten nach gegensätzlichen Kategorien eingestuft. Es gibt z. B. die Kategorie "shareable". "shareable" sind Verzeichnisse, die von mehreren Systemen gemeinsam genutzt werden können. Das wären zum Beispiel die Verzeichnisse "/usr/" und "/opt/". Dann gibt es "unshareable". "unshareable" sind Verzeichnisse, die keinesfalls gemeinsam genutzt werden. Zum Beispiel das Verzeichnis "/etc/" und "/boot/". Dann gibt es noch die variablen Verzeichnisse, deren Datenbestand sich ständig ändert. Zum Beispiel das "/home/"-Verzeichnis, das sehen wir sehr schön hier, oder aber auch das "var"-Verzeichnis. Dann gibt es die Kategorie "static", und "static" sind Verzeichnisse wie z. B. "/boot/","/opt/","/usr/", deren Dateien sich eher selten ändern. So wurde also auch eine Kategorisierung entwickelt, um einen gewissen Standard aufrecht erhalten zu können. Für Linux sind zusätzlich folgende Pfade definiert worden. Zum Beispiel haben wir das Verzeichnis unter "/dev/", und das Verzeichnis heißt "null". Dieses Verzeichnis wurde spezifisch angelegt, damit Daten, die auf diesem Gerät ausgegeben werden, automatisch verworfen werden. Wir haben also ein weiteres Verzeichnis, das uns zur Verfügung steht. Das ist ebenfalls im Verzeichnis "/device/" enthalten, und das ist "zero". Wenn von diesem Gerät gelesen wird, werden beliebig viele Null-Bits generiert. Dieses ist also ebenfalls unter "/dev/zero" zu finden. Dann haben wir in das Verzeichnis "tty". Dieses Gerät repräsentiert das Terminal, auf dem ein Prozess läuft. Das ist ebenfalls darin enthalten. Ich kann Ihnen auch zum Beispiel mit "ls /dev/" die entsprechende Liste direkt anzeigen, damit wir diese nochmals einsehen können. Wir sehen sehr schön, wir haben das Verzeichnis "null", wir haben "zero", wir haben "tty", das ich eben angesprochen habe. Wir haben auch ein "/proc" Verzeichnis, das ist das Verzeichnis für Kernel- und Prozessinformationen. Wir haben auch ein "/sbin"-Verzeichnis, gibt es auch unter UNIX zum Beispiel, soll aber bei einem Linux-System zusätzlich Programme zur Verwaltung von "ext2"-Dateisystemen zur Verfügung stellen. Dann gibt es noch weitere Verzeichnisse wie "/var","/spool", "/cron" enthält die variablen Daten für den cronjob. Auch wenn Ihnen diese Verzeichnisse besonders vertraut und wichtig erscheinen mögen, sowohl "/home" als auch "/root" sind optionale Verzeichnisse. Also die Verzeichnisse, die wir eben geschehen haben, hier in dieser Struktur, das "/home/"-Verzeichnis und das "/root"-Verzeichnis sind wirklich nur optionale Verzeichnisse. Ich habe Ihnen in diesem Video erklärt, was es bedeutet, Dateien gemäß FHS zu definieren.

CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 4) Geräte, Linux-Dateisysteme, Filesystem Hierarchy Standard

Lernen Sie die Einrichtung und Wartung von Dateisystemen und die Verwaltung von Kontingenten und Dateirechten kennen und bereiten Sie sich auf die Comptia Linux+-Zertifizierungsprüfung LX0-103 vor.

2 Std. 8 min (27 Videos)
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