Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Die RGB-Parade

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Die RGB-Parade ist das wichtigste Messgerät in der Film- und Videoproduktion bei der Arbeit mit Farben. Auch Chromakey-Aufnahmen werden davon maßgeblich unterstützt, wenn man optimale Arbeitsergebnisse anstrebt.

Transkript

In diesem Video wollen wir uns einmal anschauen, was man unter einer RGB-Parade versteht. Waveform-Monitore zeigen uns die Pegel oder Luma-Werte eines Videosignals. Auch wenn audiovisuelle Signale auf der andere Form übertragen werden, so arbeiten doch elektronische Kameras und Bildschirme im Ursprung mit den drei Farbkomponenten rot, grün und blau, den primären Farben der additiven Farbmischung. Die RGB-Parade, also Aufreihung der drei Farbkanäle nebeneinander, zeigt uns in Hinsicht auf die Belichtungswerte eines Chromakey-Hintergrundes, ob die Signalwerte einen ausreichenden Abstand zueinander haben. Das ist bei maximal möglicher Sättigung der jeweiligen Chromakey-Farbe gegeben, und genau das ist gewünscht. Die Entsättigung einer Farbe ist gleichzusetzen mit einer Beimischung von Weiß. Bei neutralen Tonwerten zwischen Schwarz und Weiß zeigt die RGB-Parade immer alle drei Farbkanäle mit identischen Pegeln an. Auf diese Weise kann man mit einer Graukarte und der RGB-Parade feststellen, ob die Farbbalance im Bild in Bezug auf die vorherrschende Beleuchtung gegeben ist. In diesem Fall haben wir eine Studioaufnahme gemacht, eine Graukarte vor einem Chromakey Grün-Hintergrund und wir können sehen, dass die Pegelwerte dieser Graukarte alle auf gleicher Höhe sind. Das bedeutet, dass die Kamera in diesem Fall eine abgeglichene Farbbalance mitbrachte oder wir Sie entsprechend eingestellt haben. Mit anderen Worten, die Kamera stellt Grautöne, ohne einen Farbstich dar. Und das ist die Voraussetzung dafür, dass auch Chromakey-Grün als Hintergrund-Farbe im richtigen Farbton dargestellt wird. Die Farbbalance wird landläufig und auch im Sprachgebrauch der Medienschaffenden nicht ganz korrekt als Weißabgleich, im englischen white balance bezeichnet. Genau genommen wird hier nicht weiß verändert, sondern die Farbbalance der drei Farbkanäle zueinander wird ausgeglichen. Das passiert bereits im analogen Teil der Verarbeitungskette im Sensor oder unmittelbar danach noch bevor die Wandlung in digitale Werte erfolgt. Die RGB-Parade ist bei Coloristen in der Farbkorrektur ein sehr beliebtes Messgerät Der Grund ist ein sehr nachvollziehbarer: Die Messung zeigt gleichzeitig die Signalpegel und die Farbbalance in den wichtigsten Tonwert-Bereichen den Highlights, den Mitteltönen, den Schatten und im Schwarz. Dass die Farbverlauf hier gegeben ist und für den Chromakey-Optimal, können wir uns auch anschauen, wenn wir zusätzlich eine Vectorscope Darstellung einblenden. Dieses Bild passt zu dieser RGB-Parade und wir sehen hier, dass der Fahrt-Vector vom Mittelpunkt des Vektorscopes direkt auf den Grünwert zeigt. Die Sättigung ist nicht maximal, sondern knapp die Hälfte würde ich sagen ungefähr die Hälfte des Wertes der möglich ist, aber wir haben hier eine natürliche Aufnahme vor uns, das ist kein synthetisch erzeugte Hintergrund, insofern ist das ein sehr guter Wert 50% der Sättigung zu erreichen. Der Punkt der maximalen Farb-Sätttigung ist erreicht, wenn der Pegel der beiden anderen Farbkanäle maximal von dem der gewählten Hintergrundfarbe abweicht. Wir haben hier in der RGB-Parade einen Pegel, der weit entfernt ist von den beiden anderen Kanälen und mit diesem Setup konnte man idealerweise die Graukarte im Vordergrund hier herausstanzen. Die RGB-Parde ist möglicherweise unter den Messgeräten nicht immer die erste Wahl, wenn man mit dem Einleuchten eines Chromakey-Hintergrundes beginnt. Man wird wahrscheinlich zunächst einmal einen einfachen Luma-Way vom Monitor benutzen. Die RGB-Parade-Darstellung ist aber in jedem Fall eine hilfreiche Erweiterung, die man gerne zu Rate zieht.

Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

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3 Std. 0 min (32 Videos)
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