Rechtsgrundlagen für Blogger und Online-Redakteure

Die Rechtsposition des Urhebers

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Dieser Film bietet einen Überblick über die einzelnen Rechte und Ansprüche des Urhebers.

Transkript

Die Rechtsposition des Urhebers ist nicht übertragbar, nur vererbbar. Übertragen werden können lediglich Nutzungsrechte an einem Werk. Die Rechte, die dem Urheber zur Seite stehen, können in zwei Gruppen unterteilt werden, nämlich in die Urheberpersönlichkeitsrechte und in die Verwertungsrechte. Zu den Urheberpersönlichkeitsrechten zählen folgende: Veröffentlichungsrecht, Anerkennung der Urheberschaft, beziehungsweise Nennung als Urheber, sowie Unterbindung von Beeinträchtigungen des Werkes. Unter dem Begriff der Verwertungsrechte fallen insbesondere: Vervielfältigungsrecht, Verbreitungsrecht, Ausstellungsrecht, oder das Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht, Rechte der öffentlichen Zugänglichmachung, Senderecht, Recht der Wiedergabe durch Bild- oder Tonträger, Recht der Wiedergabe von Funksendungen und von öffentlicher Zugänglichmachung, sowie Bearbeitung und Umgestaltung. Im Onlinealltag besonders wichtig ist die Bearbeitung fremder Werke. Diesbezüglich ist praktisch alles denkbar, von der reinen Ispiration durch fremde Werke, über ein großzügig angelegtes Zitat, bis hin zur vollständigen Eins-zu-eins-Übernahme. Es gilt letztlich unzulässige Bearbeitung und Umgestaltung von der zulässigen freien Benutzung abzugrenzen. Dabei kann die sogenannte "Verblassen"-Formel des Bundesgerichtshofes herangezogen werden. Danach ist von einer unzulässigen Bearbeitung auszugehen, wenn die charakteristischen Züge des Originalwerkes noch zu erkennen sind. Deutlicher gesprochen, je mehr die Originalzüge verblassen, desto eher handelt es sich um eine zulässige Bearbeitung. Sofern es zu einer Verletzung der oben erwähnten Rechtspositionen kommt, hat der Urheber verschiedene Abwehrmöglichkeiten. Das sind insbesondere Ansprüche auf Unterlassung, Auskunft, Schadensersatz, gegebenenfalls Schmerzensgeld, sowie auf Vernichtung, Rückruf und Überlassung. Diese Ansprüche werden zivilrechtlich in aller Regel mittels Abmahnung oder mit gerichtlicher Hilfe per einstweiliger Verfügung oder Klage geltend gemacht. Parallel dazu gibt es im deutschen Urheberrecht aber auch Bußgeld- und Strafvorschriften. In Einzelfällen kann also beispielsweise neben dem Anspruch auf Unterlassung und Schadensersatz auch noch eine Geldbuße oder eine strafrechtliche Sanktion, wie Geld- oder Freiheitsstrafe, im Raum stehen.

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Machen Sie sich mit den wichtigsten juristischen Eckpunkten im Redaktionsalltag vertraut.

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Erscheinungsdatum:22.02.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an gekennzeichneten Stellen in der Schweiz und in Österreich bis einschließlich September 2016. Es soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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