Grundlagen des Marketings

Die Preispolitik – Preisstrategien und Konditionspolitik

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In der Preispolitik können verschiedene Preisstrategien unterschieden werden. Ebenso hat sie die Konditionspolitik zum Inhalt. Auf beide Aspekte wird in diesem Video eingegangen.
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Transkript

Es gibt nun grundsätzlich vier Preisstrategien, die sich zu zwei Gruppen zusammenfassen lassen können, Hoch- und Niedrigpreisstrategien. Die zwei Hochpreisstrategien als auch die Niedrigpreisstrategien unterscheiden sich in dauerhaft und temporär. Wir unterscheiden damit zwischen Premium- und Skimmingpreisstrategie, sowie Promotions- und Penetrationsstrategie. Diese möchte ich grafisch wie folgt verdeutlichen. Die Premiumstrategie ist eine auf Dauer angelegte Hochpreisstrategie. Bei der Premiumstrategie werden bei geringen Stückzahlen hohe Stückgewinne erzielt. Diese Strategie wird hauptsächlich bei Luxusgütern angewendet als eine Hochpreisstrategie. Im Gegensatz hierzu die Skimmingpreisstrategie, auch Abschöpfungsstrategie genannt. Hier wird mit einem zunächst hohen Preis der preisunelastische Kunde bedient. Stellt sich nun Marktsättigung ein, werden die Preise meist stufenweise gesenkt, um weitere Kunden ansprechen zu können. Voraussetzung dieser Strategie ist eine monopolähnliche Stellung. Nun zu den Niedrigpreisstrategien. Zunächst die Promotionsstrategie. Sie ist dauerhaft und wird auch als Low-price-Strategie bezeichnet. Hohe Stückzahlen bei Massenproduktion lassen sich nur durch günstige Preise erzielen, da nur so eine große Käuferschicht angesprochen wird. Gewinne werden durch Nutzung der Stückkostendegression realisiert. Mit der Penetrationsstrategie versucht ein Anbieter, mit konkurrenzlos günstigen Preisen dem Wettbewerber Marktanteile abzunehmen oder beim Markteintritt mit innovativen Produkten die Preise zu verderben, um die Konkurrenz von Anfang an abzuschrecken. Gewinne sollen hier mit hohen Absatzzahlen bei geringen Stückgewinnen erzielt werden. Je nach Marktentwicklung wird versucht, den Preis im Laufe des Produktlebenszyklus zu erhöhen. Sie wird auch als Durchdringungsstrategie bezeichnet. Im Rahmen der Preispolitik werden in vielen Unternehmen Preisdifferenzierungen vorgenommen. Preisdifferenzierungen stellen Möglichkeiten zur taktischen, preispolitischen Feinsteuerung dar. Eine Preisdifferenzierung liegt dann vor, wenn ein Anbieter für ein und dasselbe Produkt beziehungsweise ein und dieselbe Leistung unterschiedliche Preise fordert. Dieses vielfach in der Praxis eingesetzte Instrument basiert auf der Erfahrung, dass die Zahlungsbereitschaft und -fähigkeit der Verbraucher je nach Verbrauchertyp, Region, Zeitpunkt der Nachfrage, Verwendungszweck und Abnahmemenge Schwankungen unterliegen. Voraussetzungen für die Durchsetzung einer Preisdifferenzierung sind unter anderem, dass der Markt in Gänze überschaubar ist, und die Gefahr von Ersatzprodukten relativ gering ist, und ein Wechsel kaum zu erwarten ist. Es lassen sich nun verschiedene Formen von Preisdifferenzierungen unterscheiden, auf die wir kurz eingehen wollen. Zunächst die zeitliche Preisdifferenzierung. Sie ist abhängig vom Kaufzeitpunkt. Dabei werden unterschiedliche Preise gefordert wie zum Beispiel in Abhängigkeit von Tageszeiten, Wochentagen, oder Saisonverläufen. Als nächste Form die räumliche Preisdifferenzierung. Dabei dienen geografisch abgegrenzte Teilmärkte in Form von Ländern, Regionen, oder Städten als Differenzierungsmerkmal räumlicher Preisdifferenzierung. Und schließlich die personelle Preisdifferenzierung. Hier werden spezifische Merkmale der Käufer wie Alter, Geschlecht, Einkommen, und Beruf, als Basis für personelle Preisdifferenzierungen genutzt. Nun zur Konditionspolitik. Die Konditionspolitik umfasst alle Entscheidungen, die neben dem Preis vertragliche Vereinbarungen über das Leistungsentgelt sein können. Unter Kondition sind hier Rabatte, Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie Möglichkeiten der Absatzfinanzierungspolitik zu verstehen. Beispiele von Rabatten sind: Funktionsrabatte für den Handel, als Ausgleich zur Erfüllung bestimmter Handelsaufgaben wie Lagerhaltung, Warenpräsentation, Beratung, und Werbung. Dann die Mengenrabatte. Sowie Zeitrabatte, die abhängig vom Zeitpunkt der Bestellung oder der Ware sind. Treuerabatte als Belohnung für dauerhafte Geschäftsbeziehungen zwischen Hersteller und Händler. Und schließlich die Sonderrabatte, zum Beispiel Einführungsrabatte. Liefer- und Zahlungsbedingungen sind häufig in den AGB verankert. Und mittels der Absatzkreditpolitik, sie wird auch als Absatzfinanzierungspolitik verstanden, wird versucht Kunden, sprich Händlern als auch Endverbrauchern durch Einräumung von Krediten den Kauf zu erleichtern.

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Erscheinungsdatum:03.08.2016

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